GEWALT UND BRUTALITÄT



Ja, ich war regelrecht begeistert, elektrisiert und sprach von der Quadratur des Kreises, wobei mir Kollege Maik wenig später sogar beipflichtete. Das Quartett aus der Hansestadt Bremen verdiente sich somit völlig verdient in unserem Monthly Warfare Oktober 2021 das Prädikat „Hot of the month“ für das spannendste Debütalbum einer noch nicht allzu bekannten Band. Um dies ein klein wenig zu ändern war relativ schnell klar, dass wir den Jungs unsere allseits bekannten Fragen rübermailen mussten. Und somit…  Zephyr’s Odem The New Breed präsentiert: FEAR CONNECTION

Bitte stellt Euch kurz vor. Wie kam es dazu, dass ihr euch entschlossen habt eine Band zu gründen? Wie habt ihr euch gefunden?


Die Band besteht aus Rolf-Vocals, Naushad -Gitarre, Sipo-Bass, Doc Tim – Drums. Wir sind alle seit vielen Jahren in Bremen und Umgebung als Musiker aktiv und haben seit den 90ern Band- und Bühnenerfahrung. In 2014 kam mal von Rolf und Tim die Idee auf, eine Band zusammen zu gründen. Man hatte damals einfach Lust in Richtung Terrorizer zu spielen und einigte sich diese erstmal zu covern. Allerdings vergingen weitere 2 Jahre, da damals wir noch andere Bandprojekte am Start hatten und nie die Zeit gefunden hatten.

Im Frühjahr 2016, nachdem wir fast zeitgleich wieder ohne Band waren, sollte das Projekt endlich ernst werden. Tim kontaktierte dann Naushad, der in Bremen als Gitarrist auch durch seine Ex-Band Misconceived bekannt war. Und so kam es, dass wir im Sommer 2016 das erste Mal im Proberaum standen und vorerst 3 Coverversionen von Terrorizer einübten. Schnell war aber klar selbst Stücke zu schreiben…Im Herbst 2016 waren wir dann endlich zu viert mit unserem damaligen Bassisten Christian, der die Band aber wieder im Dezember 2019 verließ. Im Januar 2020 stieß Sipo dazu und seitdem geht es einfach mit viel Spaß weiter.


Auf was habt ihr Wert gelegt, als ihr Musiker für eure Band gesucht habt? War es schwierig diese zu finden? Gab es Dinge, die ihr dabei über die musikalischen Qualitäten gestellt habt?

Ich würde sagen, man hat nicht unbedingt Wert darauf gelegt bestimmte Musiker zu suchen. Zum Glück haben wir uns alle so gefunden und hatten alle auch zu diesen Zeitpunkten keine anderen Projekte. Wir wussten alle schon grob von unseren musikalischen Geschmäckern.  Wir wollten Qualität und dynamische Abwechslung in unsere Songs bringen, aber auch bewusst nicht zu punkig oder zu progressiv zu klingen.

Worauf lag der Fokus als ihr begonnen habt an dem Album zu arbeiten? Worin unterscheidet es sich zu früheren Aufnahmen? Nennt uns 3 Dinge, die euer neues Album zu etwas Besonderen machen.

Gegenüber unserer EP von 2018 haben wir uns auch musikalisch weiterentwickelt und waren schon bei der Erarbeitung von den Songs besser aufeinander abgestimmt. Das Besondere finde ich mittlerweile ist, dass wir es schaffen, unsere Einflüsse von Death- Thrash Metal mit auch unseren Vorlieben aus der Hardcore- Punk- Crust Szene zu kombinieren und insbesondere mit einem Schuss Melodie zu steigern.

Was wolltet ihr mit der Wahl eures Bandnamen ausdrücken, standen auch andere Namen zur Auswahl? Was hat euch dabei bestärkt, Bücher oder besondere Filme?

Uns fielen natürlich damals mehrere Namen ein, allerdings kann man heutzutage in den sozialen Netzwerken schnell checken, ob diese schon vergeben sind, was dann auch viele waren. Da wir aber Lieder über das reelle Leben schreiben und kein bestimmtes Image verkörpern, kam uns der Name FEAR CONNECTION in den Sinn. Die Angst oder das Schüren von Angst ist gerade in unserer heutigen Zeit das gefährliche Medium, um Menschen zu beeinflussen und ihr Denken und Handeln zu beeinflussen. Dieses sieht man zusammenhängend und verbindend insbesondere in den sozialen Netzwerken, wo es auch zur politischen Beeinflussung der Menschen dient. Diese ist ein gefährliches Instrument, welches den Menschen einfach bewusst sein muss.

Sind euch Vorbilder wichtig? Haben bestimmte Musiker & Bands euch in irgendeiner Weise beeinflusst, wenn ja welche wären das? Wenn es diese musikalischen Ziehväter bei euch nicht gibt, was ist es dann?

Oh...da gibt es viele! Man kann Sie nicht alle nennen, das würde den Rahmen sprengen, aber neben den großen Einflüssen vieler bekannten Old- school Death – und Thrash Metal Bands haben wir auch Einflüsse aus der Crust-Punk Szene, was sich insbesondere im D-Beat äußert. Neben den Crust- Bands der alten Schule wie Discharge, Terrorizer, Extreme Noise Terror, Doom etc., gilt hier besonders der Einfluss von Bands wie Tragedy, Wolfbrigade, Agnosy, die viel Melodie mit ins Spiel bringen. Neue Bands wie Ancst, Dödsrit, TotemSkin,Martyrdöd , die auch Black Metal Einflüsse hiermit kombinieren, wecken auch große Sympathie. Unser Gitarrist Naushad bringt dazu auch noch seine Einflüsse aus der progressiveren Death- und Power-Speed Metal Musik mit.

Erzählt uns auf was legt ihr beim Songwriting besonderen Wert? Wie entstehen eure Songs, wer von euch ist dabei insbesondere beteiligt?

Am Anfang stehen die Riffs und Melodien, danach arbeiten wir alle vier dann ganz klassisch im Proberaum die Dynamik, Abwechslung, Betonungen gemeinsam aus. Durch diesen Prozess entstehen dann Songs, die unsere gesamte Breite an Einflüssen widerspiegeln. Beim Gesang wird Wert drauf gelegt, dass ein Song auch hängen bleibt, weshalb wir auch Gangshouts öfter verwenden. Rolf singt dabei nicht nur im tiefen Guttural Stil, sondern wechselt dies mit Screams ab. Beim Drumming wird viel Wert auf Abwechslung gelegt, weshalb neben unseren gern gespielten D-Beat Rhythmus auch Double Bass, Grooves und mal kurze Blasts dabei sind. Der Bass ist nicht nur einfaches Begleitinstrument, sondern bringt eigene Melodien mit ein.

Daran anknüpfend, was sind die Themen, die euch in lyrischer Hinsicht beschäftigen, woraus zieht ihr dabei eure Ideen? Gibt es Texter und Autoren, die euch dabei besonders imponieren?

Die Texte werden von unserem Sänger Rolf geschrieben und sind, um es grob zu sagen, realistischer Natur. Sie sind zum Teil klar politisch fokussiert, wie z.B. Fight The Plague, Democracy Dies, False Prophets, aber handeln auch vom Durchdrehen des Menschen in unserer Gesellschaft (War inside my head, Cerebral attack) sowie auch von insgesamt der Gewalt und Brutalität, die unser Leben bestimmt.

Wo fand euer erste und auch beste Auftritt statt? Bevorzugt ihr eher Club oder Festivalauftritte? Welche wären das? Und wieso eigentlich?

Unser erster Gig war im April 2017 auf dem HanseMosh Festival in Bremen. Die Veranstalter hatten uns schon eine Zusage im Herbst 2016 gegeben, dass wir als Opener spielen können, obwohl wir bis dato erst einen Song geschrieben hatten. Das war damals eine sehr nette Geste an uns für Ihr Vertrauen.

Der Beste Auftritt fand beim Hard Attack Gig im April 2019 im Bremer Schlachthof statt. Da stimmte mal alles, Sound, Publikum und Stimmung. Aber weitere gute Gigs hatten wir definitiv auch mit Tankard im Bremer Tower im März 2018, auf dem Burning Q Festival 2019 sowie im Dezember 2017 im Area 51 in Bremen, was ein ganz kleiner Konzertkeller ist, aber auch eine super Stimmung damals produzierte.

Nach langer Coronapause werden wir jetzt am 18.12.2021 in der Zollkantine Bremen unsere Release Show nachholen! Im Januar 2022 spielen wir mit Endseeker und New world depression in Emsdetten. Am 27.5. 2022 findet endlich wieder unser „Raging Terror“ Event statt und wir haben auch just eine Zusage für das Hellseatic Festival am 9.9.2022 in Bremen bekommen. Weitere werden definitiv noch kommen!


Gibt es Bands, mit denen ihr gern mal auf Tour gehen würdet? Und falls euch ein Veranstalter mal buchen möchte, was müsste er dafür auf die hohe Kante legen?

Bands mit denen wir gerne mal auf Tour gehen wollen? Oh...da gibt es viele.

Wir haben uns nur so geeinigt, nicht mehr umsonst zu spielen bzw. nur mit Getränken und Essen bezahlt zu werden. Das muss man sich echt nicht mehr antun, vor allem wenn man sich als Band Mühe gibt. Da wir aber so noch in den Startlöchern sind, ist unsere Gage einfach Verhandlungssache.


Wie war eigentlich das Catering auf euren bisherigen Shows, welche Getränke und Speisen sind dabei eure Favoriten gewesen? Was ist euer Lieblingsgetränk?

Einer von uns ist Veganer, einer Vegetarier, die anderen beiden omnivore Flexitarier. Wir trinken gerne Bier und brauchen auch gute anti-alkoholische Getränke, da wir auf der Bühne sehr gerne schwitzen (lacht).

Was ist das Besondere an eurer Metalszene, in Eurer Heimatstadt? Welche Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Bremen hat eine kleine, aber sehr vernetzte Szene. Es wird meistens unter den Veranstaltern Mühe gegeben keine Parallelveranstaltungen zu organisieren, was aber auch nicht immer dann natürlich klappt. Leider sind Death-Thrash Metal Konzerte nicht so mit Punk Konzerten vernetzt, da leider in den letzten 15 jahren eher wieder die Retro Schiene, wie Mitte der 80iger sich wieder entwickelt hat. Wir hoffen, dass ändert sich bald wieder und Crossover der Neuzeit auf Konzerten kommt wieder!

Festivals, die man unbedingt in Bremen angucken muss, sind das Hansemosh Festival, im Bremer Umland das Burning Q Festival und noch sehr frisch das Hellseatic Festival. Konzert Clubs sind zu empfehlen die Zollkantine, der Schlachthof, Area 51, das Meisenfrei und auch der Tower.


Seit es eure Band gibt wer war bis jetzt am meisten empört oder entsetzt darüber, jemand aus eurer Familie oder doch die Kulturministerin oder Bürgermeister eurer Stadt?

Zum Glück weder noch welche aus der Politik , noch aus der Familie!

Nach der Veröffentlichung eures aktuellen Albums, was sind eure Pläne?

Es so gut wie möglich zu promoten und wieder endlich öfter Live zu spielen! Daher warten wir gerne auf Angebote!

Zum Abschluss, ihr könnt ein paar letzte Worte an unsere Leser richten.

Vielen Dank an Alle, die uns supporten, anhören und unsere Musik mögen und sie schätzen!...unterstützt die Undergroundbands, geht zu Konzerten!


OLAF

Intefrviewpartner: Tim (Drums)


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