CD-Reviews N-P

NOCTURNAL GRAVES – An Outlaw’s Stand (2022)

(7.554) Maik (8,0/10) Death Metal


Label: Season of Mist
VÖ: 07.01.2022
Stil: Death Metal

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Australien ist nicht nur AC/DC oder ROSE TATTOO, sondern eben auch schon recht erlesener Stoff aus der Krach-Ecke. Zu den Bands, die diese Sparte bedienen, gehören seit anderthalb Jahrzehnten auch NOCTURNAL GRAVES, die mit „An Outlaw’s Stand“ nun ihr viertes Studioalbum eingeprügelt haben.

Liest man sich durch die Besetzungsliste, bemerkt man, dass hier Leute am Werkeln sind, die schon in vielen anderen bekannten Bands ihre Künste dargeboten haben. Da fällt am meisten der Herr Nuclear Exterminator auf, der schon bei HOBBS‘ ANGEL OF DEATH, DESTÖYER 666 (da nannte er sich noch Deceiver) und gefühlt einem Dutzend weiterer Bands gezockt hat, inklusive Liveaushilfen für ZEMIAL und TOXIC HOLOCAUST.

Und auch mit diesem Outfit hier macht der Knabe mit seinen Mitstreitern ganz gut Alarm. Da wird ein Gemisch aus Death Metal, Black Metal und guten erdigen Thrash dargeboten, der sich ohne Pause in die Horchlappen brennt. Das artet aber, trotz aller angestrebten Brutalität, nicht in stupides Gehacke und Stumpfheimergebrezel aus, sondern brilliert durch treibende Riffs und recht coole Soli, die von slayeresken Wimmerhakenexzessen bis hin zu deathologisch/pestilenzialen Melodien variieren.

Der Gesang ist eher ein raues Gebelle und schiebt den Brutalitätsregler noch eine Position weiter nach oben. Müsste man die Mucke auf „An Outlaw’s Stand“ auf Vergleichsbands festnageln, fallen einem schon oben genannten Band auf, was den Thrash- und Black Metal- Einfluss angeht. Die Deathmetalschiene erinnert dann eher an IMMOLATION, MONSTROSITY oder frühe MORBID ANGEL.

Das ergibt ein ziemliches Auf-die-Fresse-Gemisch, welches sich ohne Schnörkel und Überlängen in die Gehörgänge raspelt. Die Gesangslinien sind teilweise etwas ähnlich gehalten, da könnte man vielleicht noch etwas nachbessern.

Auch am Sound gibt es nichts zu meckern, nur die Riffgitarre hätte etwas mehr in den Vordergrund gehört, finde ich. Da sind so einige endgeile Riffs unterwegs, die auf diese Art ihre Wucht nicht ganz entfalten können. Aber insgesamt steht hier ein schönes angeschwärztes und thrashiges Death Metal- Album in den Startlöchern. Bösartig und trendverweigernd, aber gut gemacht.

Anspieltipp: „Command For Conflict“ und „Ruthless Fight“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Death To Pigs
02. Command For Conflict
03. Ruthless Fight
04. Across The Acheron
05. No Mercy For Weakness
06. Law Of The Blade
07. Beyond The Flesh
08. An Outlaw’s Stand



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