NIL Metalkeller

SECONDDEATH | STARLESS AEON

10.11.2017 – Potsdam @ Nil Studentenkeller

In regelmäßigen Abständen lädt das Team des Potsdamer Nil Studentenkellers zum Metalkeller, der bislang zwar mit Besuchen meinerseits beehrt, doch noch keine Erwähnung bei uns gefunden hat. An der Location kann es nicht hapern, denn das kleine und enge Gewölbe ist lauschig, die Bands spielen auf Augenhöhe mit dem Publikum, so dass der Underground hier seinen Namen mehr als verdient. An der jeweiligen Bandauswahl konnte es ebenfalls nicht scheitern, da schon viele namhafte Truppen hier ihre Visitenkarten abgaben. Vielleicht der Eintrittspreis? Mitnichten, denn der Einlass ist kostenfrei. Woran lag also diese offensichtliche Ignoranz meinerseits?

Ganz ehrlich? So ganz genau kann ich diese Frage nicht beantworten, denn jeder Besuch war ein kleines Highlight. Gute Bands, kalte Getränke für einen schmalen Taler und viel metalverrücktes Publikum, die jede Combo hochleben ließ, die dort auftrat. So gesehen kann ich mich also nur entschuldigen und diesen Fauxpas mit dem ersten Bericht versuchen auszubügeln.

Allerdings kam ich gerade an diesem Abend zu diesem Gig wie die Jungfrau zum Kind, denn eigentlich musste ich meiner realen Arbeit nachgehen, die mich ursprünglich bis mindestens 23 Uhr ans Buero fesseln sollte, doch aufgrund großartiger Leistungen unseres Teams ich gegen halb zehn nen Fisch machen konnte und somit pünktlich zu den ersten Klängen von StarlessAeon im Nil aufschlug.

Die Jungs aus der sächsischen Landeshauptstadt sind mir aufgrund diverser früherer konzerttechnischer Zusammenkünfte durchaus bekannt und sogar ein Shirt ziert meine Sammlung. Somit ging ich also nicht ganz unbeleckt an die Sache heran und stellte fest, dass sich das Quintett seit unserem letzten Treffen nicht einen Millimeter weiterentwickelt hat…und das ist auch gut so! Hochglanz-Trallala sollen andere. Ich mag die teilweise schräge Dissonanz, den schwarzmetallischen Einschlag und vor allem Mo’s krächzendes Organ, welches alles in allem eine mächtige Ursuppe darstellt. Ein klein wenig mehr Abwechslung würde zukünftig vielleicht dem Gesamtsound guttun, doch bis dahin begnügen wir uns mit dem, was uns kredenzt wird…und das lässt sich auch heuer noch prima hören. Dachten sich die Leute vor der Band ebenso und bedachten StarlessAeon mit anständigem Handgeklapper.
Mit Seconddeath Frontmann Heiko verbindet mich schon länger eine Facebook Freundschaft und somit freute ich mich, den sympathischen Sachsen endlich mal persönlich kennenzulernen…mal ganz abgesehen davon, dass es mich brennend interessierte, wie der deutschsprachige Todesblei des Quartetts im Keller ankommen würde. Was soll ich sagen…die Leute vor der „Bühne“ gingen mächtig steil und bejubelten wirklich jeden Blödsinn den die Band abließ. Damit meine ich selbstverständlich nicht die musikalische Qualität der Jungs aus Knappensee, sondern vielmehr die kleinen Einlagen zwischen den Songs. Den Jahresaward für die kleinste Setlist haben die Jungs jedenfalls jetzt schon sicher, denn die auf Bierdeckelgröße zusammenkopierte Liste mit todesbleierndem Liedgut war selbst für Heiko aus knapp 1,75 Höhe kaum zu entziffern.

Doch hätte der Fuchs nicht geschissen, hätte er nen Hasen gefangen und somit ging es rein textlich teilweise im Blindflug durch einen durch und durch schweinegeilen Set, der jeden Anhänger des traditionellen Death Metal zu einem verzückten Lächeln hinreißen ließ. Heikos Haare waren in Dauerrotation und selbst der ansonsten vielgescholtene Sound im für jeden Tontechniker herausfordernden Gewölbe war vorne drückend und für Todes-Metal durchaus ansprechend. Selbst Zugaben wurden eingefordert und natürlich auch gebracht und somit war es für die Bands und die Zuschauer ein rundum gelungener Abend, der mit einigen Abschlussbierchen seinen gemütlichen Ausklang fand. Schöner Abend gewesen…

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