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UFOMAMMUT – Hidden (2024)

(8.919) Jörn (8,0/10) Doom Metal


Label: Neurot Recordings
VÖ: 17.05.2024
Stil: Doom Metal






Wenn bei einem gut 45-minüten Album drei Songs alleine schon gut 2/3 der Gesamtlaufzeit für sich beanspruchen, kann das den ein oder anderen Hörer schon vor Antritt direkt abschrecken. Erfahrenen UFOMAMMUT-Hörern entlockt das allerdings höchstens ein müdes Lächeln, sind sie von den Doom-/Stoner-/Sludge-Metallern doch aus der Vergangenheit ganz andere Kaliber gewohnt. Da konnte sich ein Song nämlich auch gerne mal auf ein gesamtes Album erstrecken (so geschehen zum Beispiel auf dem 2010er Output „Eve“).

Womöglich nahmen die Jungs ja ihr 25-jähriges Jubiläum, welches in 2024 ansteht, zum Anlass, es auf dem dieser Tage erschienenen neuen Album für ihre Verhältnisse etwas weniger ausschweifend krachen zu lassen.

Nicht falsch verstehen: Auch auf „Hidden“ befindet sich der gewohnt sperrige Mix aus tonnenschweren Gitarrenriffmonolithen und abgespaceten Synthie-Teppichen, was nicht gerade als leicht verdauliche Kost beschrieben werden kann. Hat man sich jedoch erst einmal Zugang zu den brachialen Soundeskapaden der Norditaliener verschafft, kann man sich im Innern des Weltraumgefährts genüsslich zurücklehnen und sich vom namensgebenden prähistorischen Rüsseltier auf einen psychedelischen Trip durch weit entfernte Sonnensysteme ziehen lassen.

Wie immer macht es kaum Sinn, einzelne Songs hervorzuheben. Auch „Hidden“ möchte, ganz wie seine Vorgänger, als Gesamtkunstwerk erlebt werden, um seine hypnotische Wirkung in Gänze entfalten zu können. Einsteiger, die sich trotzdem erst einmal an die Band herantasten möchten, sollten vielleicht mit „Spidher“ starten, in dem die Quintessenz von UFOMAMMUT auf knappe vier Minuten hinuntergebrochen wird. Im Anschluss ist man dann ja vielleicht bereit, sich auf die ganz dicken Brocken „Crookhead“, „Kismet“ oder „Mausoleum“ einzulassen.

Insgesamt kann man der Band jedenfalls nur gratulieren. Mit „Hidden“ gelingt ihnen vielleicht nicht ihr eindrücklichstes Album, aber trotzdem ist es stark genug, um sich locker als würdiger Eintrag in ihr bisheriges Schaffen einzufügen und den Kultstatus, den sie in der Szene längst genießen, mit Leichtigkeit untermauern zu können. Bravo!

Anspieltipps: „Spidher“ und „Kismet“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Crookhead
02. Kismet
03. Spidher
04. Mausoleum
05. Leeched
06. Soulost



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