CD-Reviews T-V

UBUREN – Usurp the Throne (2023)

(8.145) Patrick (6,5/10) Black / Viking Metal


Label: Dusktone
VÖ: 20.01.2023
Stil: Black / Viking Metal






Der UBUREN ist ein Berg in Norwegen und liegt ca. 50km östlich von Stavanger. Die felsige Erhebung ist von allen Seiten sehr steil und wirkt somit trotz seiner Gipfelhöhe von lediglich 181 Metern fast unbezwingbar. In dieser Gegend schlossen sich im Jahre 2010 drei schwarze Seelen zusammen, um fortan unter dem Namen des erwähnten Bergmassives UBUREN, dem Black / Viking Metal zu fröhnen. So weit, so gut.

Bei nordischem Black Metal werde ich, als eingefleischter Fan dieser Musikrichtung und absoluter Verfechter der alten Lehre, sofort hellhörig. Immerhin kommen die unsterblichen Klassiker dieses Genres allesamt aus Schweden, oder eben aus Norwegen. Die Erwartungshaltung an entsprechende Bands aus diesen ländlichen Gefilden können also größer nicht sein und genau diese, fast unbezwingbare Erwartungshaltung wird für die meisten Bands dann letztendlich zum schicksalhaften Verhängnis.

UBUREN sind eine dieser unzähligen Bands und gehören leider ebenfalls in die Kategorie: „Ganz nett gemacht, aber vom Hocker reißt mich das jetzt auch nicht“. Nicht falsch verstehen, die Jungs beherrschen ihre Instrumente und sind meilenweit davon entfernt, schlechte oder gar unhörbare Musik zu kreieren, aber irgendwie mag der Funke bei mir nicht so ganz überspringen. Ein Großteil der Schuld an dieser Tatsache, liegt darin begründet, dass sich die Songs in Darbietung, Tempo und Aufbau sehr ähneln. Es fehlen also die großen Momente, um einen Song wirklich mit einem bleibenden Eindruck ins Gehirn des Hörers zu manifestieren.

Lediglich das schön melodisch hymnische „When The River Breaks“ oder das etwas härtere „Bring Forth Ragnarok“ mit seinen spärlich eingestreuten Blastattacken und das folgende, fett groovende, mit einem, fast als eingängig zu bezeichnenden Refrain ausgestattete „None Is Forgotten“ wissen ein paar widerhakende Akzente im Gehörgang zu setzen. Jungs, bitte genau SO weitermachen!

Definitiv auf der Haben-Seite steht, dass man die Definition „Viking Metal“ nicht mit Kitsch, Kleister und Humpa-Klängen garniert hat, sondern immer bei der klassischen Metalbesetzung bleibt und diese Themen wohl lediglich mit der lyrischen Seite abdeckt. Das Coverartwork der Scheibe macht einiges her, ist stimmig und passend und auch der druckvolle Sound der Platte geht absolut in Ordnung.

Freunde der etwas gemäßigteren, meist im Midtempo angesiedelten schwarzen Klänge können und sollten unbedingt mal ein Ohr riskieren. Mit „Usurp The Throne“ ist den Norwegern zwar kein Meisterwerk, aber dennoch und trotz der genannten Kritikpunkte ein solides und durchweg gutes Black Metal Album gelungen. Ich werde UBUREN auf jeden Fall im Auge behalten.   

Anspieltipps: “Bring Forth Ragnarok” und “None Is Forgotten”


Bewertung: 6,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. En Dod Manns Drom
02. Harken Now
03. When The River Breaks
04. Usurp The Throne
05. Defiance Towards Futility
06. Bring Forth Ragnarok
07. None Is Forgotten
08. As Sorrow Turns To Hate



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