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THE SHADOW LIZZARDS – Paradise (2024)

(8.948) Timo (9,4/10) Psychedelic Rock


Label: Tonzonen/Soulfood            
VÖ: 24.05.2024                  
Stil: Psychedelic Rock  



Auch den dritten Langspieler „Paradise“ kredenzt uns hier das Psychedelic Rock Trio The Shadow Lizzards. Dabei gibt’s erdigen, fast schon catchy anmutenden Rock der 60er und 70er Ausrichtung. Sofort begeistert das Dreigespann mit knackigen Songwriting, das einen auch recht schnell packt. Da darf der Schweineorgel Groove gewiss nicht fehlen, was der Band einen starken Retro Bezug bescheinigt, was ich aber nicht als Nachteil sehe.

Auch kann man The Shadow Lizzards stärkere Blues Bezüge heraushören. Stilistisch hört man hier auch viel was man immer wieder auch bei Indie Rock Bands entdecken kann, die solche Einflüsse in die Gegenwart manövriert haben. Hinter dem Line-up verbirgt sich Jochen Leistner (Gesang, Orgel, Bass und Mundharmonika), Kris Karla (Gitarre und Chorgesang) und auch Oliver Pfeiffer an Schlagzeug und Percussion. Er hatte bereits beim Vorgänger „Someones Heartache“ die Stöckchen geschwungen.

Vier Jahre ist dies nun her. Dabei zeigt sich der musikalische Fundus der Band als völlig ausgewogen und stimmig in der Aufbereitung des Materials. Das trotz der genretypischen Merkmale auch nicht selten für Überraschungen sorgt, und auch von instrumentaler Seite mal ungewohnte Werkzeuge einflechtet, mit sowas packt man mich gewiss schnell. Dabei kann man sicher vom ausgereiftesten und einem sehr kompakten dritten Album sprechen. Mit Philipp Fleischmann hat man wieder den richtigen Mann an den Reglern an der Seite gehabt, der auch den Vorgänger bereits auf die Sprünge half.

Beginnend mit „Edens Gate“, fast schon leicht poppig im Anfangsriff, ein tanzbarer Beat, der eindringliche Gesang und einem Deep Purple mäßigen Orgelsound, passt hier vieles zu Beginn herrlich zusammen. Das groovy Stück „Stop The Time“ folgt danach. Was großartig funktioniert. Auch im Midtempo zeigt „Angeles Diaboloda“ darauf seine Qualitäten, atmosphärisch mit auch mal gedrosselten Tempo. Sogar mit spanischem Flair, erschallenden Trompeten, bietet man hier fast schon den völligen Hörorgasmus.

Das bluesige „One Inch Closer“, ist ebenfalls handwerklich top, das Riffing ist klar und direkt und holt sofort ab. Ein kluges und elegantes Songwriting trägt den Song. Emotional auch mal eher ruhige Momente, schmachtende Solis sind absolut zielführend.

Im Stile des Classic Rock zeigen das süddeutsche Trio bei dem gelungenen Instrumental „Prelude“, was der Soundtrack zu einem Sergio Leone Western sein könnte und „Mother Earth“, dass wieder bluesig, psychedelisch mit einem herrlichen Orgelsound für viel Positives sorgt.

Mit dem abschließenden „Homecoming“ werden sämtliche Aspekte im Sound der Nürnberger eingebracht, eine schöne Atmosphäre, ja sogar musikalische Wärme. Musikalisch melodisch stimmig, wenn auch sogar verträumt. Wunderbar wird das Tempo nochmal leicht angezogen, ist man dabei völlig frei von einem einlullenden Jam Charakter. So ist „Paradise“ eine angenehm vielschichtige Psychedelic Rock Scheibe, die mit gelungenen Songs aufwartet und ein paar schönen Überraschungen, die auf ihre Art sogar erfrischend wirken.

Anspieltipp: „Edens Gate“ und „One Inch Closer“


Bewertung: 9,4 von 10 Punkten


TRACKLIST:

01. Eden’s gate
02. Stop the time
03. De ángeles y diablos  
04. One inch closer
05. Prelude
06. Mother earth
07. Gettin‘ rid of
08. Homecoming   



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