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SIG:A:TYR – Citadel of Stars (2024)

(8.926) Stephanie (8,7/10) Viking Metal


Label: Hammerheart Records
VÖ: 31.05.2024
Stil: Viking Metal






Längere Zeit war es still um die kanadische Viking Metal Band SIG:AR:TYR. Doch nun ist das ehemalige Soloprojekt, welches stilistisch vom Fantasy-Autor Michael Moorcock beeinflusst wird, stärker den je zurück. „Back to the roots“ spielte Gründungsmitglied Daemonskald die Instrumente auf dieser Platte wieder selbst ein. Mit „Citadel of Stars” kündigt sich ein epischer Langspieler nach acht Jahren Ruhe und musikalischen Schaffen an. Zudem wird die Scheibe als doppel-CD Deluxe Digipack mit der Akustikdemo, welche zuvor noch nicht offiziell veröffentlicht wurde, von „The Stranger“,aus dem Jahr 2003, auf den Markt gebracht.

Wer auf entschleunigte Geschichtenerzählungen und gleichzeitig technisch bombastische Gitarrensoli steht, wird mit dieser Platte den richtigen Griff machen. Der Gesang ist trotz der genretypischen Verzerrung verständlich und nimmt einen auf eine Reise durch kalte und karge Landschaften mit. Bis auf den Titeltrack „Citadel of Stars“, welcher rein instrumental ist, zeichnet sich das Album daran aus, dass zum einen kein Song unter fünf Minuten lang ist – und erster und letzter Track sogar mit über zehn Minuten Spielzeit einem wirklich etwas erzählen wollen. Jedoch beginnt ein Großteil der Lieder mit einem sehr langen, von Keys und Gitarren gestützten, Intro, was die lange Spielzeit wieder wettmacht.

Der Höhepunkt lässt gern auf sich warten oder ist auch durch Stilbruch nicht mehr als dieser zu erkennen. Diese Art des Komponierens muss man mögen, mir gefällt es überrascht zu werden. Dennoch ist eine klare Linie in den Songs zu erkennen und SIG:AR:TYR bleibt dem Genre des Viking/Black Metals treu. „Awaiking the Last Dawn“ führt einen episch in eine Erzählung ein und überzeugt aus einem harmonischen Mix aus Gesang, markanten Keyboardsounds und knackigen Gitarrensoli, ohne dabei überladen zu wirken. Leider kann ich das nicht von jedem Song behaupten, denn oft wirken die technisch sauberen Gitarrensoli deplatziert und erschlagen einen. Da hätte es ruhig dreckiger zugehen – oder es gänzlich lassen können.

Daemonskalds multiinstrumentales Talent spiegelt sich durch die Vielseitigkeit der Lieder wider: So fühlt sich „Beyond the Stars Unknown“ durch den dominanten Einsatz von Akustikinstrumenten wie ein Ritt durch schneebedeckte Felder an und reißt einen durch sein Tempo mit. Jeder Track hat eine ganz eigene Stimmung und Wirkung auf den Hörenden, was sicherlich zu einem Wiedererkennungswert auch außerhalb Kanadas führen wird. Man spürt, dass der Ursprung des Projekts im Folk/Ambient Bereich liegt und heute mit harten Gitarren und Drumms ergänzt und somit komplettiert wird. Daher klingen Lieder wie „I Sail on, Eternal“ mehr nach Black Metal, während „Beyond the Stars Unknown“ ganz klar bei Viking/Folk Metal einzuordnen ist. Auch Freunde von rein instrumentalen Songs werden ihre Freude an diesem Album haben.

Mit „Citadel of Stars“ liefert SIG:A:TYR ein abwechslungsreiches Album, welches auf hohem Niveau produziert wurde, ab. Freunden von eingängigen, symphonischen Melodien, folkloristischen Untertönen und Gitarrenriffs, die man auf seiner Luftklampfe mitspielen möchte, lege ich dieses Album ans Herz. Punktabzug gibt es ausschließlich für den zu häufigen Einsatz der Gitarrensoli.

Anspieltipp: „From the Land of the North”


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Awaiting the Last Dawn
02. Beyond the Stars Unknown
03. The Blood That Came Before You
04. Citadel of Stars
05. Ascending the Stellar Throne
06. I Sail on, Eternal
07. Who Will Guide Me Now
08. From the Land of the North
09. Where the Sun Never Sets



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