K-M

MERCURY CIRCLE – The Dawn of Vitriol EP (2020)

(6.447) Timo (6,8/10) Dark Metal

Label: Noble Demon/The Vinyl Division
VÖ: 14.08.2020
Stil: Dark Metal
 

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Die aus der Feder von Jaani Peuhu stammenden Mercury Circle läutern uns hier mit ihrem ersten Glockenklang. Jaani kennen viele wohl auch von den Doomhelden Swallow The Sun, die man ohne Umschweife als großartig bezeichnen darf. Die Mixtur aus Elektro/Wave Klängen und klassischen Dark Metal Herzschlag soll nun eine erfrischend neue Art des Doom auf den Weg bringen. Der von britischer Doom-Leidenschaft geprägte Sound dürfte durchaus etwas für die Anathema, Katatonia und Paradise Lost Gefolgschaft sein, wie bei „The Beauty Of Agony“, das man hier auch experimentell schwerriffig vollendet.

Deutlich mehr Elektrovertonung findet sich bei „Black Flags“ , der beide Stilistiken nicht uninteressant miteinander verwebt. Es ist ein Paradebeispiel in welche Richtung es für die Band gehen könnte. Der tiefschwarze Dunkelheimersound ist ansprechend arrangiert und lebt von viel sphärischer Melancholie sowie vertonter Tragik. Finnische Bands schaffen es immer wieder dieses in wohlmundige Melodien zu verpacken. Der eigentliche Übersong der Kurzrille „The Last Fall“ zeigt dann gegen Ende des Debut`s noch deutlicher wieviel Qualität Mercury Circle inne haben, ein monumentaler, zäher und unglaublich intensiver Doom-Kleinod den man hier wohlschmeckend serviert und der noch lange nachwirkt. Das abschließende „New Dawn“ zeigt sich dagegen eher im Darkrock-Gewand und ist mir deutlich zu blass als Schlusspunkt.

Die Finnen zeigen auch hier was sie am Besten können, melancholische Tragik zu vertonen, das hier im Dark Metal Raster durchaus Wohlgefallen bei mir auslösen kann. Die Elektro/Wave Parts sind allerdings noch ausbaufähig, funktionieren aber wie bei „Black Flags“ auch schon recht gut. Der Beginn und das Ende dieser Mini ist nicht völlig erhaben, aber gerade im Zentrum dieser ersten Scheibe verbergen sich ein paar großartige Songs. Auf ein komplettes Album darf man demnach sehr wohl gespannt sein.

Anspieltipps: „Black Flags“, „The Last Fall“

Bewertung: 6,8 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Oil Of Vitriol
02. The Beauty Of Agony
03. Black Flags
04. The Last Fall
05. New Dawn

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