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GRAND MASSIVE – House of the Unholy (2024)

(8.937) Jörn (7,5/10) Doom Metal


Label: MDD Records
VÖ: 23.05.2024
Stil: Doom Metal






So ganz werde ich mit der Veröffentlichungspolitik von GRAND MASSIVE einfach nicht warm. Statt in regelmäßigen Abständen Alben zu veröffentlichen, bringt die Formation aus dem Süden Deutschlands ihren selbst betitelten „Massive Metal“ meist nur häppchenweise in Form von Singles oder EPs in Umlauf. Das verwässert für meinen Geschmack die eigene Diskographie zu sehr und lässt eine nachvollziehbare Entwicklung, an der man sich als Hörer orientieren könnte, nicht so leicht erkennen. Selbst der Konzertmitschnitt „Live in München 2020“ beinhaltete nur vier Songs, obwohl damals sicher mehr Songs auf der Setliste standen.

Letztlich ist das alles aber natürlich zweitrangig, solange die Qualität der Outputs stimmt. Diese schwankt von Release zu Release immer etwas zwischen ordentlich und richtig gut. Interessanterweise funktioniert der doomige Stoner-Rock der Truppe für mich immer dann am besten, wenn sie sich ab und zu doch einmal zu einem Longplayer durchringen können. Laut vorliegendem Pressetext ist davon auch bereits ein weiterer in Planung. Bis dahin gibt es mit dem nun erschienenen „Houses Of The Unholy“ allerdings erst einmal wieder einen kürzeren Silberling zur Überbrückung.

Hierauf befinden sich vier neue eigene Songs, die auch alle durchaus überzeugen können. Stilistisch orientiert man sich am starken letzten Longplayer „4“ aus 2020, wobei sich die Tracks grob in zwei Ausrichtungen unterteilen lassen: „Those From The Shadows“ und „The Last Mountain“ zeigen die schleppende und doomige Seite der Band, während es in „Unwritten Prophecy“ deutlich und „Call Of The Demons“ (Ohrwurmgefahr!) zumindest etwas flotter zugeht. Für Abwechslung ist also gesorgt und die Zeit vergeht wie im Flug. Zwar kredenzt man zum Abschluss dann mit „Jump In The Fire“ noch eine originelle und gelungene Cover-Version des METALLICA-Klassikers, aber das kann leider nichts daran ändern, dass die Reise nach 27 Minuten wieder einmal viel zu früh vorbei ist und gerade, nachdem man sich ordentlich eingegroovt hat, plötzlich der Stecker gezogen wird.

Darüber hinaus habe ich dieses Mal ein paar kleinere Schwierigkeiten mit der Produktion. Denn irgendwie klingt „Houses Of The Unholy“ soundtechnisch stellenweise nicht ganz wie aus einem Guss. Zwar bildet die Rhythmusgruppe mit dem zurückgekehrten Urdrummer Holger Stich und dem anderen alten Bekannten Randy M. Salo am Bass nach wie vor ein solides Fundament. Aber gerade der charismatische Gesang von Alex Andronikos und die von der Bay-Area-Gitarrenlegende Doug Percy (BLIND ILLUSION, ex-HEATHEN) beigesteuerten Gastsoli sitzen auf eigentümliche Weise etwas außerhalb des Mixes. Dadurch wirkt es ein wenig so, als hätten die Aufnahmen an verschiedenen Orten stattgefunden und verleihen dem Ganzen einen leicht unfertigen Touch.

Das stellt „Houses Of The Unholy” allerdings zu keiner Zeit wirklich ein Bein. Denn wie erwähnt ist kompositorisch alles eher im grünen Bereich und macht Lust auf mehr. Beim nächsten Mal darf es dann aber gerne wieder ein Album sein.

Anspieltipps: „Those From The Shadows“ und „Call Of The Demons“


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Those From The Shadows
02. Unwritten Prophecy
03. The Last Mountain
04. Call Of The Demons
05. Jump In The Fire



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