CD-Reviews A-D

DARKNESS - Blood on Canvas (2024)

(8.829) Olaf (8,7/10) Thrash Metal


Label: Massacre Records
VÖ: 26.04.2024
Stil: Thrash Metal






Natürlich verbindet man mit Ruhrpott Thrash meist die Großen der Szene wie Sodom oder Kreator, doch zumeist vergisst man, dass gerade in den Achtzigern einige Bands nah dran waren, den Etablierten Feuer unterm Arsch zu machen. Eine davon waren Darkness, die ab 1987 durch die Gegend pflügten, sich aber nach ihrem dritten Album zwei Jahre später sang-und klanglos aus dem Funkverkehr abmeldeten, um 2016 wieder unter dem alten Namen zu firmieren. Zwischendurch gab es mal ein Kapitel, welches sich Eure Erben nannte, doch darum geht es hier heute nicht.

Seit der Rückkehr mit „The Gasoline Solution“ (die vorangegangene EP lasse ich mal bewusst außen vor) haben sich die verbliebenen Alt-Mitglieder Lacky und Arnd mit einigen Jungspunden verstärkt, die dem Sound von Darkness einen völlig neuen Anstrich verpassten, ohne aber dabei auf den oldschooligen Touch zu verzichten, den die Altvorderen hören wollen. Dass nun zum neuen Line Up auch Tausendsassa Dominik Rothe, den wir von Taskforce Toxicator und Scanner bestens kennen und der wirklich alles von uns auf Instagram liked (Danke dafür!) gestoßen ist, passt ebenfalls wie Poppes auf Eimer. Am Songwriting für das neue und nunmehr sechste Album „Blood on Canvas“ konnte er jedoch nichts mehr ändern, was auch gar nicht nötig gewesen wäre.

Die neun auf dem Album befindlichen Songs klingen weder altbacken noch zu modern, was vor allem auch an der schön rauchigen Stimme von Lee liegt, der sich einmal mehr vom letzten Album gesteigert hat und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass er hier seine beste Leistung in Diensten der Ruhrpöttler abgeliefert hat. Und auch das Riffing von Arnd Klink ist großartig und ziemlich eigenständig. Mal richtig thrashig, mal ein wenig Hardcore-lastig wie im Mittelteil von „A couple of kills“ und niemals nachahmend, sondern vielseitig und spannend. Ich habe bei dem Album eh das Gefühl, dass Darkness hier alles in die Waagschale geworfen haben, was sie so im Petto haben. Warum auch nicht! Do or die und ich denke, dass eher Erstes eintreten wird.

Im Gegensatz zu Bob Ross, der bunte Farben auf die Leinwand und uns alle zum Einschlafen brachte, schmieren Darkness Blut auf ebenjene und garnieren dies nicht nur mit ihrem ureigenen Bandmaskottchen, sondern auch mit bärenstarkem Thrash Metal, der zeitlos, schön oldschoolig aber keineswegs angestaubt klingt und mir Unmengen an Spaß bereitete. „Blood on Canvas“ reiht sich nahtlos in die großartigen Thrash Metal Veröffentlichungen des Jahres 2024 ein. Gut gemacht, Kinners!


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Wake up in a Rage
02. A couple of Kills
03. Night in Turmoil
04. Human Flesh Wasted
05. This and my Heart beside
06. Truth is a Whore
07. Defcon Four
08. Roots of Resistance
09. Blood on Canvas



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