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Live on Stage Report: RHF 2024 (Tag 3)

vom 17. bis 19.05.2024 - Gelsenkirchen @ Amphitheater



TAG 1 - Freitag, 17.05.2024

Licht aus, Spot an: Es geht los!

TAG 2 - Samstag, 18.05.2024

Unerwartete Highlights

TAG 3

Sonntag, 19.09.2024 - Und das Beste kommt zuletzt


Den dritten Absatz des zweiten Tages-Berichts könnte ich hier getrost copy/pasten, denn nicht anderes ereignete sich an Tag 3 vor Beginn des eigentlichen Ringelpietzes. Zumindest gab es im Vorfeld aber etwas mehr Vorfreude, denn traditionsgemäß ist für mich der dritte Tag im Amphitheater der durchwachsenste, heute allerdings hatte ich diesen bereits prophylaktisch zum Highlight-Tag erkoren. Und…ich sollte Recht behalten.

Nachdem wir durch unseren Charme mit unserem Auto immer näher ran an das Gelände kamen, beschlossen wir, nächstes Jahr einfach direkt vor der Bühne zu parken, was uns einen exorbitanten Fußmarsch von ca. 4 Minuten ersparen würde. Immer diese scheiß Bewegung. Grauenhaft!

Heute traf ich dann auch endlich viele bekannte Gesichter, die in den Tagen zuvor nur im Vorbeihuschen registriert wurden und mit denen ich das eine oder andere Fachgespräch führte. Dass es ein wenig später etwas ausführlicher werden sollte, dazu komme ich später.

Der Opener stand auf der Speisekarte und ich gebe zu, dass ich von den Amis Wings of Steel (mein Nachbar sprach von Winds of Steel…die stellen sich erst nach dem fünften Topf Bohnen ein…) noch nie etwas vorher gehört hatte und mich sogar auf ein Interview einließ, welches 3 Stunden später stattfinden sollte. Ich war wirklich skeptisch, denn normalerweise kaufe ich nicht die Katze im Sack, doch bereits am Morgen hörte ich mal kurz in das Album rein und wollte es live auf mich wirken lassen. Und es wirkte!

Die beiden Hauptprotagonisten Parker und Leo machten mit ihrer Begleitband mächtig Dampf, begeisterten mit ihrer Mischung aus alten Queensryche und ein wenig Liege Lord, bei dem Frontmann Leo mit seinen messerscharfen Vocals der ganzen Sache noch die Krone aufsetzte. Das Publikum war ebenfalls mehr als angetan von dieser wirklichen Überraschung und somit freute ich mich auf das Interview, welches in den nächsten Tagen auch hier veröffentlicht werden sollte.

Nun gab es allerdings einen dezenten Tiefschlag, denn was zur Hölle hatten die vollkommen unmotiviert wirkenden MaggotHeart auf dem Billing zu suchen? Auch wenn die Truppe ebenso wie ich in der bundesdeutschen Hauptstadt ansässig ist, kann ich hier beim besten Willen keinen Lokalpatriotismus angedeihen lassen, denn ich habe selten so eine lustlose, launische und vollkommen deplatziert wirkende Performance gesehen wie von dem sphärisch vor sich hin lärmenden Trio. Frontfrau Linnéa Olsson stand zuweilen mit dem Gesicht vor dem Schlagzeug und ich hatte das Gefühl, die Truppe hat null Bock, ihren merkwürdig anmutenden Garagenrock den doch so arg bösen Metallern zu kredenzen. War das noch Kunst oder konnte das weg? Eher zweites und nach Brutus der zweite Stinker des Wochenendes.

Im Vorfeld jaulte schon die Metal Polizei darüber, was denn bitte John Diva and the Rockets of Love auf dem Billing zu suchen hätten. Kurioserweise sah man dann aber spätestens nach „God made Radio“ fast das gesamte Amphitheater beim Schwofen. Die Truppe ist herrlich bunt, komplett drüber, schräg und ein Garant für hammergeile Bühnenaction. Ein Hit jagte den nächsten und selbst Slaughterday Gitarrist und Temple of Dread Schreihals (in einer Person) Jens Finger wippte sichtlich angetan zu Granaten wie „Bling Bling Marilyn“, „Voodoo Sex & Vampies“ und dem Monsterthit „The Limit ist he Sky“ fröhlich im Takt mit. Im Nachgang hörte ich viele schwärmen, wie geil dieser Auftritt doch gewesen sei, und dem schließe ich mich kommentarlos an.

Von Chapel of Disease sah ich leider nur einen Teil der Show, da jetzt Interview-Time angesetzt war, ich mit besagten Wings of Steel und danach mit Riot plauschte, deren Gespräch auch demnächst hier in unserem Magazin nachzulesen sein wird. Was ich allerdings sah und auch zu Ohren bekam, deckte sich mit dem, was ich schon in der Vergangenheit des Öfteren über die Kölner geschrieben habe. Starke Band, geile Songs und das 10er Album „Echoes of Light“ wurde mit drei Songs gebührend dargeboten. Ein wenig ärgerlich war es schon, denn ich hätte den Gig gerne zur Gänze gesehen.

Ab und an tröpfelte es ein wenig, doch das Regenradar meinte: Da kommt nix. Gut, bei Demon stimmte das auch und auch wenn ich immer noch ein wenig darüber verstimmt war, dass die Britischen Urgesteine als Ersatz für die von mir so hoch verehrten Threshold auftreten würden, war der Gig echt zum Zunge schnalzen. Ein bärenstarker Sound und vor allem ein Dave Hill am Mikro, der mit seinen 76 Lenzen so einige seiner weitaus jüngeren Kollegen in den Schatten stellte. Dazu lag das Hauptaugenmerk auf dem 82er Überalbum „The unexpected Guest“, von dem es mit „Don’t break the Circle“, „Sign of a Madman“ und vor allem „The Spell“ die drei besten Songs gab, welche mir tatsächlich einen wohligen Schauer über den Rücken jagten. Das Publikum war ebenfalls auf der Seite der alten Herren aus Staffordshire und feierte die Recken gnadenlos ab. Starkes Ding und trotzdem vermisste ich Threshold schmerzlich…

Auch wenn das neue Exhorder Album bei uns nicht auf bedingungslose Gegenliebe stieß, hatte ich trotzdem mächtig Bock auf die Walze aus New Orleans, die dann auch gnadenlos mit „My time“ vom vorletzten Album „Mourn the southern skies“ loslegten und einen Sound zum Niederknien hatten. Selbstverständlich stand ebenjenes „Defectum Omnium“ mit 5 Songs im Vordergrund, doch dem Debüt „Slaughter in the Vatican“ wurde mit 4 Songs ebenfalls genügend Raum gegeben, wodurch allerdings das von vielen Fans favorisierte „The Law“ lediglich mit „Unforgiven“ Beachtung fand.

Kyle Thomas war großartige in Form, seine Rhythmus-Sektion Jason Viebrooks und Sasha Horn pumpten jede Menge Rohstahl in das weite Rund und Neu-Sechssaiter Pat O’Brien hatte diesmal seine Knarren zuhause gelassen und feuerte dafür aus seine Klampfe heftige Salven in die Horchorgane der völlig eskalierenden Menge. Kyle stand stand dann noch auf der Bühne und hielt einen Schwatz über seine Anfänge, seine Idole, was ihn noch sympathischer machte, als er es ohnehin schon ist. Wäre er doch nur nicht New Orleans Saints Fan…Pfui Deibel, hehe.

Nun setzten Riot zum großen Sprung an und boten einen überragenden Querschnitt aus ihrer bisherigen Schaffensphase. 15 Songs von 9 verschiedenen Alben sind schon grandios, wobei natürlich der neue und von mir über den grünen Klee gelobte Rundling „Mean Streets“ mit drei Songs gut promotet wurde, doch das Kernthema war „Thundersteel“ von 1988 mit satten 5 Songs, was mich tierisch überraschte. Alter Lachs! Granaten wie „Flight of the Warrior“, „Fight or Fall“ oder das geniale „Bloodstreets“ ließen mich wieder 16 werden, als ich das Teil fast täglich auf dem Weg zur Schule gehört habe. War das verfi…geil!

So geil, dass selbst die Wolken ihre Freudentröpfchen nicht mehr zurückhalten konnten und es zeitweile aus Kübeln zu schütten begann. Somit stellten wir uns im VIP-Zelt unter, kamen schnell mit den Exhorder Jungs ins labern und stellten fest, was Sasha Horn für eine coole Socke ist. Er lud uns dann auch gleich zum tags darauf stattfindenden Gig in Berlin ein. Geiler Typ und Danke dafür.

Nun aber Endspurt, denn mit D-A-D stand nicht nur ein würdiger Headliner für die schon wieder viel zu kurzen 3 Tage auf dem Tableau, sondern auch eine Band, die man immer und überall schauen kann, ohne auch nur einen Millimeter enttäuscht zu werden. Zum 40jährigen gab es eine hydraulische Torte, die bei Bedarf rauf und runter gefahren wurde, während die Dänen einen Welthit nach dem anderen zum Besten gaben. Frontmann Jesper Binzer brachte all seine Ansagen auf rudimentären Deutsch, womit er viel Applaus und so einige Lacher erntete und natürlich hatte Stig Pedersen wieder sein gesamten Waffenarsenal an verrückten Bässen am Start.

Es wurde getanzt, geklatscht, lauthals schief mitgesungen und die gute Stimmung schwappte vollends über. Die Setlist war klasse und man merkte der Band den Bock förmlich an und auch die Begeisterung schwappte auf die Bühne über, was zur Folge hatte, dass die Skandinavier einen ihrer besten Gigs spielten, den ich je gesehen habe. Und dann war plötzlich nach „It’s after Darkk“ Schluss, einfach so, ohne Vorwarnung. Womit auch das RHF 2024 endgültig Geschichte wurde, was mich ein wenig traurig machte, denn obwohl ich im Vorfeld ein wenig über das etwas laue Billing maulte, gab es genügend Überraschungen, großartige Performances und ein tolles Wiedersehen mit alten Bekannten. Wer ist 25 wieder dabei? Wir auf jeden Fall!!!

D‐A‐D Setlist Rock Hard Festival 2024

TAG 1 - Freitag, 17.05.2024

Licht aus, Spot an: Es geht los!

TAG 2 - Samstag, 18.05.2024

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