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HARTLIGHT – The Triumph of Metal (2025)
(9.372) Timo (9,7/10) Symphonic Power Metal
Label: Kvlt und Kaos Productions
VÖ: 28.02.2025
Stil: Symphonic Power Metal
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Mit „Triumph of Metal“ macht sich bereits das zweite Album der französisch/schweizerischen Band Hartlight auf dem Weg. Die Female-Fronted Band um Bassistin und Sängerin Noémie Marie Allet, die auf diesem Album auch gesanglich sich nochmals weiterentwickelt hat. Und mit dem französischen Bandgründer Adrien Djouadou Hatcherian und Multiinstrumentalist reichlich viel Genialität inhaliert. Wenn das mal keine guten Voraussetzungen sind, ja sind es!
Aus den Symphonic Power Metal Bands Phoebus The Knight und Knights of Heliopolis ist 2019 die Formation Hartlight entstanden und serviert einen durchaus zeitgemäßen und geradezu spannenden Sound, der stilistisch klassische Elemente wie auch erfrischende Trademarks integriert hat. Dabei erst im letzten Jahr ihr vielversprechendes Debutalbum, „As Above, So Below“ veröffentlichten, was den Weg ebnete für dieses, ein Jahr später erscheinende, zweite Album.
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Dabei bezieht sich der Albumtitel auf das alchemistische Buch von Basile Valentin „Der Triumphwagen des Antimons“. Antimon ist ein Halbmetallstein, welchen man in der Alchemie verwendet zur Herstellung des Steins der Weisen. Das Album nimmt den Hörer mit auf eine Reise in die alte Welt der Alchemie, eine Welt zwischen Ordnung und Chaos und die Kraft der Natur. 8 Songs die innerhalb von 3 Wochen geschrieben, komponiert und aufgenommen worden und nun über das eigene Label und Kvlt und Kaos Production veröffentlicht werden.
Auf angenehm kurzweiligen 55 Minuten verteilen sich die dargebotenen 8 Songs. Die man zweifellos zu den bisher stärksten der Bandgeschichte zählen kann. Die Arrangements sind ausgefeilter und der druckvolle Sound ist für eine Eigenproduktion absolut beeindruckend. Schon zu Beginn fällt das satte druckvolle Riffing in Verbindung mit orchestraler Wucht sehr angenehm auf. Zwischen mehrstimmigen Gesang, einem schönen Background-Chor wird schon beim Opener „Triumph of Metal“ symphonischer Metal mit reichlich Eleganz vorgetragen. Das Songwriting der Scheibe ist herrlich vielschichtig, neben der berauschenden orchestralen Seite gibt es ausgeklügelte Melodien, progressive Verspieltheit und auch mal deftig peitschende Riffattacken, oder auch ein fetziger moderner Beat. Songs wie „Scales of Rebis“ oder das ergreifende „The City of Tears“ überzeugen dabei völlig.
Die knappe Stunde vergeht bei all der Schönheit dieses tollen Albums wie im Flug. Die folkig, balladeske Nummer „As my Will to Power is Seen“ überrascht und zeigt das Facettenreichtum der Band, ein Song der für sich auch ein schönes Finale feiert und sich spannend zu steigern weiß.
Mit dem mehr als genialen „A Song of Blood and Steel“ (A Journey to the East) setzen Hartlight dem Album wahrlich die Krone auf. Was für ein 11minütiger Epos cineastisch und imposant. Das eine Geschichte über die Samurai-Frau Tomoe Gozen erzählt, dass musikalisch auch an chinesische Filme wie "Tiger & Dragon“ oder "Hero" erinnert. Zwischen der Intensität eines Soundtracks, der Klasse einer Oper und der Wucht des symphonischen Power Metal’s werden hier förmlich alle Register gezogen.
Da ist man erstmal Baff nach diesem wilden und beeindruckenden zweiten Werk. Das Album bietet vieles was Klasse hat. Musikalische Raffinesse, fesselndes Songwriting und ein geniales Gespür für den perfekten Moment. Ein Album was von vorn bis hinten einfach pausenlos liefert, und mir einfach enorm viel Freude bereitete. Da kommt etwas wirklich Geniales auf uns zu und ich hoffe doch sehr mir dieses tolle Album bald mal live anschauen zu können. Ein Album was jetzt schon in meinen Highlight’s des Jahres 2025 ganz weit oben zu finden sein wird. Unterstützt diese hoffnungsvolle Band und holt euch dieses grandiose Album bei ihrer Bandcamp Seite.
Anspieltipps: „The Scales of Rebis” und „A Song of Blood and Steel”
Bewertung: 9,7 von 10 Punkten
TRACKLIST:
01. The Triumph of Metal
02. Polymorphia
03. The Scales of Rebis
04. Midnight
05. The City of Tears
06. Mind’s Arboretum
07. As my Will to Power is Seen
08. A Song of Blood and Steel