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Die Salzburger Black Metaller von Plaguepreacher haben mit ihrer angriffslustigen Mini EP„Terracide“ doch einiges an Staub aufgewirbelt. Die wuchtige Produktion legte dabei sogar ein Paar Extraparameter frei, die mit jener Art erfrischenden und bissigen Art von Black Metal perfekt harmonierte. Dabei konnte man am Ende des 5 Trackers von einem wahrlich pechschwarzen und blasphemischen Brocken sprechen, der mich absolut überzeugte. Dass die Österreicher auch Teil unserer illustren Fragerunde „The New Breed“ sein würden, bedurfte es keineswegs längerer Überlegung. Auf ein Smalltalk mit Gitarrist und Songschreiber Pandemaniac.

Bitte stellt Euch kurz vor. Wie kam es dazu, dass ihr euch entschlossen habt eine Band zu gründen? Wie habt ihr euch gefunden?

Plaguepreacher
wurde etwa im April 2017 als Soloprojekt von mir gegründet, um einerseits meine Leidenschaft für Black Metal auszuleben und andererseits meiner Abneigung gegen die menschliche Rasse Ausdruck zu verleihen. Mir war dabei besonders wichtig nicht diesem Trend von „Melodic/Atmospheric“ Black Metal zu folgen, wie es momentan, meiner Meinung nach, viel zu oft der Fall ist. Ich wollte eine rohere, ursprünglichere Form des Black Metal zelebrieren. Nachdem ich einige Ideen für Songs gesammelt hatte, wurde mir allerdings klar, dass diese Art des Black Metal für mich nicht als Soloprojekt funktioniert und ich begann daher Musiker für Plaguepreacher zu suchen.

Auf was habt ihr Wert gelegt, als ihr Musiker für eure Band gesucht habt? War es schwierig diese zu finden? Gab es Dinge die ihr dabei über die musikalischen Qualitäten gestellt habt?

Bei der Suche nach Musikern war es mir besonders wichtig, dass diese meine Einstellung und Ansichten bezüglich des Black Metal teilen. Natürlich spielte das musikalische Können auch eine gewisse Rolle, aber war für mich in diesem Fall zweitrangig.

Worauf lag der Fokus als ihr begonnen habt an dem Album zu arbeiten? Worin unterscheidet es sich zu früheren Aufnahmen? Nennt uns 3 Dinge, die euer neues Album zu etwas Besonderen machen.

Eigentlich gab es keinen besonderen Fokus. Wir haben einfach begonnen Songs zu schreiben, die wir selbst gern hören würden. Der größte Unterschied zu unserer früheren Aufnahme ist auf jeden Fall die Qualität der Aufnahme. Wir haben uns bewusst für einen etwas saubereren Sound entschieden, um die einzelnen Details der Songs besser hervorheben zu können. Mancher mag uns jetzt vielleicht vorwerfen, dass Black Metal immer roh klingen muss, aber meiner Meinung nach hat die „Rohheit“ bzw. Härte der Musik nichts mit der Aufnahmequalität zu tun. Was „Terracide“ zu etwas Besonderem macht liegt denke ich nicht an mir zu entscheiden, sondern an jedem Einzelnen für sich, der sich unsere Musik anhört.

Was wolltet ihr mit der Wahl eures Bandnamens ausdrücken, standen auch andere Namen zur Auswahl? Was hat euch dabei bestärkt, Bücher oder besondere Filme?

Es standen mehrere Namen zur Auswahl. Schlussendlich entschied ich mich für Plaguepreacher weil er einfach am besten geklungen hat und ich keine Band finden konnte die den Namen schon benutzt. Die Idee für den Namen war sicher durch gewisse Medien beeinflusst, welche das genau waren, kann ich heute aber nicht mehr genau sagen.

Sind euch Vorbilder wichtig? Haben bestimmte Musiker & Bands euch in irgendeiner Weise beeinflusst, wenn ja welche wären das? Wenn es diese musikalischen Ziehväter bei euch nicht gibt, was ist es dann?

In erster Linie ist die Antwort nein. Jemandem nachzueifern oder ihn auf ein Podest zu stellen, liegt mir fern. Natürlich gibt es gewisse Inspirationen in Sachen Musik, aber wir versuchen immer darauf zu achten niemanden zu kopieren, oder sein zu wollen, wie irgendeine Band. Ich persönlich finde eine Menge Inspiration in der ersten Welle des Black Metal. Besonders bei Hellhammer und Bathory. Wir lassen aber auch jede Menge anderer Inspirationen in unsere Musik einfließen die nicht nur ausschließlich im Black Metal verortet sind.

Erzählt uns auf was legt ihr beim Songwriting besonderen Wert? Wie entstehen eure Songs, wer von euch ist dabei insbesondere beteiligt?

Im Grunde ist es so, dass ich mit einigen fertigen Riffs in den Proberaum komme, mit einer gewissen Vorstellung welches Feeling ich bei einem Song erzeugen möchte. Alles weitere geschieht dann im Proberaum. Da werden Riffs zusammengesetzt, auseinandergenommen oder auch komplett verworfen, solange bis wir mit dem Song alle zufrieden sind. Danach werden die Lyrics von mir und unserem Sänger geschrieben und an den Song angepasst. Besonderen Wert legen wir bei unseren Songs darauf, dass für uns das Gesamtkonzept dahinter stimmig ist und dass wir den Song selbst gern hören würden, wenn er nicht von uns wäre.

Daran anknüpfend, was sind die Themen, die euch in lyrischer Hinsicht beschäftigen, woraus zieht ihr dabei eure Ideen? Gibt es Texter und Autoren, die euch dabei besonders imponieren?

Unsere Lyrics drehen sich eigentlich meistens um misanthropische Themen, Nihilismus und die Ablehnung aller Religionen, die von Menschen geschaffen wurden. Die Ideen sind dabei ganz einfach zu finden. Man muss nur vor die Tür gehen oder den Fernseher einschalten und in kürzester Zeit ist man so angewidert von der Menschheit und unserer Gesellschaft, dass die Lyrics sich von ganz allein schreiben. Zumindest geht es mir so.

Wo fand euer erste und auch beste Auftritt statt? Bevorzugt ihr eher Club oder Festivalauftritte? Welche wären das? Und wieso eigentlich?

Unseren ersten Auftritt hatten wir am Kadavertanz 2019 im Rockhouse zu Salzburg. Das war pandemiebedingt bisher auch unser einziger Auftritt mit Plaguepreacher. Bei Auftritten mit unseren anderen Bands, von denen schon einige in Planung sind für 2021, ist mir persönlich weniger wichtig, ob es sich um eine Club Show oder einen Festivalauftritt handelt, sondern ob das Line-up stimmig ist.

Gibt es Bands, mit denen ihr gern mal auf Tour gehen würdet? Und falls euch ein Veranstalter mal buchen möchte, was müsste er dafür auf die hohe Kante legen?

Da ist es wie bei den Auftritten. Die Bands müssen einfach zusammenpassen. Eine bestimmte Band im speziellen habe ich da aber jetzt nicht im Sinn. Naja, die Fahrtkosten sollten zumindest gedeckt sein und ein Platz zum Übernachten ist auch nie ein Fehler. Alles andere ist Verhandlungssache.

Wie war eigentlich das Catering auf euren bisherigen Shows, welche Getränke und Speisen sind dabei eure Favoriten gewesen? Was ist euer Lieblingsgetränk?

Solange es Bier und Jägermeister gibt, sind wir eigentlich zufrieden. Bisher können wir uns diesbezüglich auch nicht beschweren. Etwas Warmes zu essen wäre noch wünschenswert. Sonst sind wir da nicht groß wählerisch.

Was ist das Besondere an eurer Metalszene, in Eurer Heimatstadt? Welche Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Dadurch, dass wir aus unterschiedlichen Städten kommen, ist das nicht so pauschal zu sagen. Aber es gibt in unserer Umgebung ein klasse Netzwerk von Veranstaltern und Bands. In Salzburg wäre das auf jeden Fall das Rockhouse. Wir teilen uns den Proberaum zum Beispiel mit der Band Lûs, die ein Anspieltipp meinerseits sind oder das Soloprojekt unseres Drummers Aeshma Daeva.

Seit es eure Band gibt wer war bis jetzt am meisten empört oder entsetzt darüber, jemand aus eurer Familie oder doch die Kulturministerin oder Bürgermeister eurer Stadt?

Hoffentlich lösen wir bei jedem Menschen Entsetzen aus.

Nach der Veröffentlichung eures aktuellen Albums, was sind eure Pläne?

Die nächsten Pläne sind „Terracide“ auf die Bühne zu bringen und Chaos zu verbreiten und natürlich arbeiten wir bereits an neuem Material für eine Nachfolgeplatte.

Zum Abschluss, ihr könnt ein paar letzte Worte an unsere Leser richten.

Spread the plague…


TIMO

Gesprächspartner: Pandemaniac


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