CD-Reviews W-Z

WSOBM – By The Rivers Of Heresy (2021)

(7.482) Maik (8,0/10) Avantgarde Black Metal


Label: Petrichor
VÖ: 19.11.2021
Stil: Avantgarde Black Metal

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Ausgeschrieben spricht sich der Name dieser Band WHITE SNAKE OF BLACKENED MAZE, was schon ein wenig sperrig ins Ohr geht. Wohl auch aus diesem Grunde agieren die beiden Belgier zumeist unter dem Kürzel WSOBM.

Ebenso abgedreht wie der Name der Band ist auch die Mucke. Denn mit dem, was man allgemein unter dem Banner Black Metal versteht, hat das hier vorliegende Debutalbum des Duos nicht viel zu tun. Gut, die Grundstimmung ist schon recht schwarz, allerdings kommen auch Elemente des Doom, des Gothic und des Ambient zum Tragen. Außerdem bedienen sich die beiden allem, was ihnen sonst noch passend erscheint.

Eigenartige Soundkollagen, die teilweise ein kakophones Chaos anzustreben scheinen, wie streichermäßige Sounds, MIKE OLDFIELD-mäßige Gitarrenparts, filmsoundtrackmäßige Parts oder fröhlich pfeifende Lagerfeueratmosphäre wie in „Arise“ verschmelzen mit melodischen Gitarrensoli, die auch jeder Heavy Metal- Band keine Schande machen würden, treibend hämmernden Drums und einem röchelnden Sprechgesang, der scheinbar aus der tiefsten Grabesgruft kommt.

Das quetscht sich anfangs recht sperrig durch die Gehörgänge, aber spätestens ab „Smash The Law“ ist man irgendwie drin in der abstrusen Klangwelt von WSOBM. Ähnliches habe ich bisher noch nicht vernommen, und eventuelle Vergleiche mit BAL-SAGOTH kommen der Sache auch nur bedingt nahe, denn WSOBM sind auf jeden Fall noch einen Zacken abgefahrener.

Die scheinbar willkürlich zusammengefügten Elemente ergeben letztlich ein stimmiges, wenngleich auch etwas schwer nachvollziehbares Gebräu. Denn WSOBM bedienen sich nicht nur bei obig erwähnten Genres, sondern kombinieren diese. Und zwar gleichzeitig. Und dabei ist es der Truppe scheinbar auch egal, in welche Kategorie oder Schublade sie gesteckt werden, denn dafür sind sie einfach zu vielseitig.

Der Kontrast zwischen fast besinnlichen Melodien und dem desolat/düsteren Gesang tut sein Übriges, um diese Musik im Ganzen recht wirr, teilweise anstrengend und dennoch irgendwie faszinierend wirken zu lassen. So ganz warm werde ich mit WSOBM wohl nicht werden, aber interessante Mucke ist das auf jeden Fall, und wer jetzt durch mein Geschreibsel neugierig geworden ist, kann ja mal ein Lauscherchen riskieren.

Anspieltipp: „Smash The Law“ und „Arise“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. The King
02. Distrust Thy Teacher
03. Faith And Denial
04. Smash The Law
05. Shadow March
06. Arise
07. Prayer At The Ruins
08. The Preacher Of Nihil
09. Heretic Confessions (Heresikon)



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