CD-Reviews Q-S

THE RUINS OF BEVERAST – The Thule Grimoires (2021)

(6.880) Niclas (10/10) Atmospheric Black/Doom Metal


Label: Van Records
VÖ: 05.02.2021

Stil: Atmospheric Black/Doom Metal

 

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Was ist in diesem Jahr nur los? Während das letzte Jahr relativ langsam anlief, haut die kollektive Metal-Öffentlichkeit 2021 schon in den ersten zwei Monaten einen Banger nach dem anderen raus. Man könnte meinen, der Lockdown hätte den Musikern richtig die kreativen Säfte durchgewirbelt. THE RUINS OF BEVERAST, Soloprojekt des Black Metal-Visionärs Alexander von Meilenwald ist pünktlich vier Jahre nach dem letzten Meisterwerk „Exuvia“ mit einem würdigen Nachfolger in Form von „The Thule Grimoires“ am Start.

Doch was macht man, um ein perfektes Album wie „Exuvia“ noch zu toppen? Die Antwort ist so einfach wie genial: The only winning move is not to play. Statt einfach eine etwas größere Version des letzten Albums herauszuhauen, erfinden sich THE RUINS OF BEVERAST wieder einmal neu. Was bleibt sind die titanischen Riffs und die monolithischen Songstrukturen der oft sehr langen Titel. Die Details ändern sich dabei mit jedem Album. „The Thule Grimoires“ erinnert in seiner Thematik stark an Werke von Robert E. Howard und H. P. Lovecraft, an Barbarenhorden die durch gefrorenes Ödland ziehen oder uralte außerirdische Ruinenstädte vergraben im ewigen Eis. Und ebenso kalt und abweisend wie die Landschaften, die sie heraufbeschwört, wirkt auch die Musik. „The Thule Grimoires“ ist wahrscheinlich das am wenigsten eingängige TROB-Album bis jetzt. Alexander von Meilenwald ist ein wahrer Meister darin, den Hörer durch subtile Veränderungen vom Erwarteten aus seiner Komfortzone zu reißen. Die Musik trifft genau jenen merkwürdig unbeschreiblichen Punkt, in den so viele der lovecraft'schen Kreaturen und Lokalitäten fallen: alien and yet strangely familiar.

Und so braucht es ein paar Durchläufe, bis man wirklich Zugang zu „The Thule Grimoires“ bekommt und seine Genialität wirklich voll zu schätzen weiß. Dann ist das Album aber eine wahre Schatztruhe an abwechslungsreichen Songwriting-Ideen. Langweilig wird dem Hörer bestimmt nicht. Eine konstante und auffällige Änderung im Sound von THE RUINS OF BEVERAST ist die stärkere Präsenz von Cleangesang, der der Musik einen gewissen Gothic-Touch verleiht. Streckenweise könnte man gar fast glauben, man höre gerade einen verschollenen TYPE O NEGATIVE-Song. Davon abgesehen finden sich auf „The Thule Grimoires“ auch mehr Samples und Industrial-Sounds, die die Musik noch kälter und mechanischer klingen lassen, wie etwa im Opener „Ropes Into Eden“. Damit seien nur ein paar der vielschichtigen Facetten von „The Thule Grimoires“ genannt. Alle Nuancen des Albums hier aufzuzählen würde den Rahmen dieses Reviews bei weitem sprengen. Daher sei nun jedem Leser ans Herz gelegt, den Rest selbst zu erforschen.


Bewertung: 10 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Ropes Into Eden
02. The Tundra Shines
03. Kromlec'h Knell
04. Mammothpolis
05. Anchoress In Furs
06. Polar Hiss Hysteria
07. Deserts To Bind And Defeat




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