CD-Reviews T-V

TEITAN – Vákuum (2021)

(7.313) Maik (7,8/10) Black Metal


Label: Zwaerdgevegt Rec.
VÖ: 15.09.2021
Stil: Black Metal

 

Facebook | Web | Spotify | Metal Archives | Kaufen


­

­

­

­

­Ursprünglich, bereits 2007, als Zwei-Mann-Projekt gegründet, hat sich TEITAN recht schnell als Einzelbaustelle des Niederländers Devi Hisgen etabliert.

Grob kann man die Musik auf der EP „Vákuum“ als experimentellen Black Metal umreißen, wobei Devi hier keineswegs nur auf die traditionelle Ausrichtung dieses Subgenres hinarbeitet, sondern recht obskure und dissonante Einflüsse wirken lässt.  Auch schräge Klargesangseinlagen, die folkmäßig klingen würden, wenn sie nicht so dissonant instrumentiert wären, kommen zum Tragen.

Dabei werden die Grenzen des Schwarzmetalls nicht einfach nur gedehnt oder überschritten, sondern ab und an auch weit hinter sich gelassen, wie am Anfang des Songs „Metempsychosis“. Dieser beginnt mit fast schamanischen Klängen und emotionslosem Sprechgesang, und erinnert ein wenig an die experimentellen Elektronik-Alben von BEHERIT. Doch schon bald wechselt der Sound zu brachialem, extrem dissonant wirkendem Wüten, welches sich mit eher getragenen Gitarrenriffs abwechselt.

Das abschließende „Description Of The Passing“ ist gar nur eine monoton-hypnotische Klangabfolge mit Sprachsamples.

Dies ist definitiv keine Musik zum Entspannen und Wohlfühlen. Hier wird eher eine desolate Stimmung aufgebaut, die förmlich körperlich wehtut, in der man sich tatsächlich vorkommt, als würde man ins Vakuum versinken. Dennoch versickert die Musik nicht in Depression oder Melancholie, sondern baut eine Art fatalistischen Trotz auf.

Frei nach dem Motto, wenn ich schon untergehe, will ich es auch in vollen Zügen auskosten.

Selbst für Anhänger modernen Black Metals stellt „Vákuum“ eine Herausforderung dar, weil hier absichtlich darauf verzichtet wurde, eine Erwartungshaltung des Hörers zu erfüllen. TEITAN spielen eine obskure, desolate Melange aus Industrial, Black Metal und Ambient, der sich sicher nicht jeder verbunden fühlt.

Anspieltipp: „The Grinding Teeth Of Time“


Bewertung: 7,8 von 10 Punkten


Tracklist:
01. The Grinding Teeth Of Time
02. I Became The Lunar Sky
03. Je Vois La Fin
04. Metempsychosis
05. Description Of The Passing




Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist