CD-Reviews Q-S

RUNESPELL – Verses in Regicide (2021)

(7.312) Patty (9,0/10) Black Metal


Label: Iron Bonehead
VÖ: 10.09.21
Stil: Black Metal

 

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Ich weiß nicht, wie Solokünstler Nightwolf das gemacht hat, aber bereits mit dem ersten Ton der bereits 4. Scheibe wirft mich RUNESPELL in Sphären fernab dieser Welt. Ich bin gefangen in einer Dunstglocke aus schleppender Atmosphäre, drückender Melancholie und heftig geilen Riffs, die sich in die Gehörgänge kloppen und manifestieren.

Im Opener „Structures of Collapse“ wird einem zunächst mit cleanen Gitarren ein sanfter Einstieg beschert, bevor nach etwa anderthalb Minuten schwer und wehmütig losgeballert wird. Einprägsame Melodien treffen auf den gewohnten schwarzmetallischen Krächzgesang, der sich angenehm in die düsterschöne Stimmung legt. Ganz starkes erstes Stück des Australiers. „Vengeance Reign“ ist ein wenig dreckiger und eintöniger als der erste Track, aber dennoch kraftvoll und in keinem Fall Langweilig, denn auch diese Melodien wissen zu gefallen und sorgen für ein heftiges Kopfnicken meinerseits. Einsames Trommeln und Feuerknistern leitet „Realm of Fire“ ein, der wieder mit einigen Rhythmuswechseln und schleppenden Melodien zu überraschen weiß.

Nachdem im instrumentalen „Into Dust“ die Gitarrenseiten geschont wurden, geht es im längsten Song der Scheibe „Tides of Slidhr“ wieder ordentlich zur Sache. Die mittlerweile gewohnten, abwechslungsreichen Riffs im Einklang mit drohendem Klagegesang lassen keinen Platz zum Verschnaufen und scheppern die Minuten von der Uhr als wenn es Sekunden wären. Während die gesamte Platte mich vollends abgeholt hat, dümpelt es leider in „Shadows Dominion“ ein wenig vor sich hin, keine für mich erkennbaren Merkmale bleiben hängen, hier ist meiner Meinung nach ein wenig die Luft raus. Schade!

So neigen sich die 38 Minuten Spielzeit mit cleanen Gitarren im zweiten Instrumentalstück der Platte in „Windswept Burial“ dem Ende zu. Soundtechnisch erinnert es an Black Metal der frühen 90er, der mit modernen atmosphärischen Melodien und sattem Gesang bei allem mithalten kann, was ich bisher in dem Genre gehört habe. 


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Structures of Collapse
02. Vengeance Reign
03. Realm of Fire
04. Into Dust
05. Tidesof Slidhr
06. Shadows Dominion
07. Windswept Burial




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