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PUTRID OFFAL – Sicknesses Obsessions (2020)

(6.480) Stephan Haese (9,0/10) Death Metal

Label: Xenokorp
VÖ: 11.09.2020
Stil: Death Metal

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Die Franzosen PUTRID OFFAL gründeten sich ursprünglich 1991 und somit zu den Hochzeiten des Death Metal. Tatsächlich ging man bereits frühzeitig extremere Wege, eher in Richtung Gore/ Grindcore, ähnlich wie die Kollegen von CARCASS, verschwand dann aber Mitte der 90er Jahre wieder von der Bildfläche. Im Jahr 2014 tauchten sie dann plötzlich wieder auf und veröffentlichten die EP "Suffering". Von dort an konzentrierte man sich in erster Linie Death Metal der alten Schule. Einziges Überbleibsel waren die Vocals von Gitarrist und Sänger Franck Peiffer, welche noch heute an Gore-Klassiker der Marke CARCASS zu „Symphonies Of Sickness“ Zeiten und vor allem dem Amis von IMPETIGO ähnelt.

Nach dem etwa anderthalbminütigen und vielversprechenden Intro „Autopsy“, geht es mit „Let there be rot“ auch gleich in die Vollen. Amtliche Death Metal Nummer, die keine Sekunde länger hätte sein müssen. Etwas krustig beginnt „Dura Mater“ und entpuppt sich aber ebenfalls als Granate. Die Vielseitigkeit des Songwritings sorgt für Spannung und hält die Platte am Leben. Auch ungewöhnliche Elemente wie die opernhafte Stimme von Gastsängerin Hélène Le Deist, bei „Glorify me'', „Viscera“ oder „Charnel House“, deren Hauptbetätigungsfeld ansonsten Lichtjahre von dieser Musik entfernt ist, fügt sich perfekt ein. Lyrisch geht die Reise abermals in die Geschichte der Pathologie und erinnert an historische Charaktere wie Andréas Vesalius (1514-1564, belgischer Anatom und Chirurg der Renaissance und gilt als Begründer der neuzeitlichen Anatomie und des morphologischen Denkens in der Medizin) oder „Charnel Houses“, Gewölbe in der Nähe von Kirchen, in dem menschliche Skelettreste gelagert wurden. Ein weiterer Gast auf der Platte ist Anton von BLACK BOMB A welche bei "charnel house", "Glorify Me" und "skilled ritual" zu hören ist, aber nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Nach einer guten halben Stunde ist dieses Fest auch leider schon wieder zu Ende, getreu dem Motto „in der Kürze liegt die Würze“.

PUTRID OFFAL liefern hochwertigen Death Metal mit tief verwurzelten Goregrind Einschlag. Knackige durchdachte Songs, mit allen Trademarks die dafür nötig sind, ohne große unnötige Experimente. Wer bereits erwähnte IMPETIGO, CARCASS, aber auch AGATHOCLES oder TERRORIZER zu seinen Faves zählt, sei diese Platte wärmstens ans Herz gelegt.

Anspieltipps: „Let There Be Rotund „Skilled Ritual

Bewertung: 9,0 von 10 Punkten

Tracklist:
01. Autopsy
02. Let There Be Rot
03. Dura Mater
04. Necrotic Mutilation
05. Charnel House
06. A Rot's Caress
07. Glorify Me
08. Livor Mortis
09. Lifeblood Ejected
10. Viscera
11. Palor Mortis
12. Skilled Ritual
13. Barber Butcher
14. Y Shaped
15. Heaven's Door

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