CD-Reviews K-M

MOONSPELL – Hermitage (2021)

(6.812) Maik (7,4/10) Gothic Rock


Label: Napalm Records
VÖ: 26.02.2021
Stil: Gothic Rock

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Mit MOONSPELL hatte ich meinen ersten Berührungspunkt durch ihre erste Single und die darauffolgende EP. Diese fand ich damals recht cool, jedoch schon mit der „Wolfheart“ ging mir die Sache dann schon zu sehr in die Gothic- Richtung, und ich verlor die Band aus dem Focus. Mehr als ein Vierteljahrhundert später nun schneit mir das mittlerweile dreizehnte Studioalbum der Portugiesen ins Haus, und ich stehe nun dumm da, weil mir die ganzen Alben in der Zwischenzeit nicht bekannt sind. Nun, letztlich befähigt mich das zu einer unvoreingenommenen Einschätzung. Hoff ich.

Naja, direkt meine Schiene ist die Band ja nicht, dazu schippern MOONSPELL doch etwas zu sehr am Rande des metallischen Ozeans herum. Klar kommt noch das eine oder andere metallische Riff zum Tragen, aber im Großen und Ganzen sind die Portugiesen dann eher in einer Mischung aus Gothic, mit einem Touch Psychedelic und etwas siebziger Vibe unterwegs. Es gibt recht viele ruhige Parts, die der Musik im Allgemeinen eine recht melancholische Note verleiht.

Natürlich ist das, was sie machen, nicht schlecht. Doch insgesamt eben etwas zu getragen. Wenn sie mal auf den Putz hauen, wie am Anfang des Titeltracks, passiert das eher mit dem kleinen Hammer, und greift eher in die Richtung Siebziger und Achtziger Rockmusik. Das Album wirkt recht homogen, allerdings ragt auch kein Song irgendwie heraus. Es ist eben ganz einfach eingängiger Gothic Rock, der keinem wehtut, ganz nett ins Ohr läuft, aber eben leider am Horchbrett eines Headbangers komplett vorbeizuschlittern droht.

Ausflüge in den Ambientbereich und sogar in Richtung Loungemusik wie in „Entitlement“ oder „Solitarian“ lassen den Hartwurstfanatiker komplett außen vor. Das können so flotte Rocker wie „The Hermit Saints“ mit dem leicht mittelalterlichen Touch und dem etwas doommäßigen Riffing auch nicht herausreißen.

Insgesamt muss ich konstatieren, dass MOONSPELL ihre Heimat im Dark Gothic- Rock gefunden haben, und in diesem Bereich wohl viele Fans glücklich machen werden. Für mich ist das Ganze doch etwas arg auf Düsterschlager gemünzt, und ich persönlich finde dieses Gerät dann doch etwas zu ruhig und zahm. Ich meine, es muss ja nicht die ganze Zeit Rammbamm machen, aber irgendwie fehlt mir hier ein wenig der Biss.

Anspieltipp: Hermitage“ und „The Hermit Saints“


Bewertung: 7,4 von 10 Punkten


Tracklist:
01. The Greater God
02. Common Prayers
03. All Or Nothing
04. Hermitage
05. Entitlement
06. Solitarian
07. The Hermit Saints
08. Apopthegmata
09. Without Rule
10. City Quitter - Outro




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