CD-Reviews K-M

MINAS MORGUL – Heimkehr (2021)

(7.036) Clemens (4,5/10) Pagan Black Metal


Label: Trollzorn
VÖ: 23.04.2021
Stil: Pagan Black Metal

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Minas Morgul sind zurück oder etwa doch nicht? Was habe ich mich auf die neue Scheibe samt neuem Lineup gefreut und dann kommt sowas? Damit meine ich zuallererst einmal die erste Singleauskopplung „Totenschiff“ vor einigen Monaten, welche die Fangemeinde aufgrund der wirklich schlechten Soundqualität mehr als nur gesplittet hatte. Immerhin ist die Truppe eine der Bands gewesen, zu der man hinaufgeschaut hatte, als man selber gerade neu in der Szene war…und dann kam sowas. Leider sind solche Ereignisse im Hause Minas Morgul nichts Neues. Ich kann mich noch gut daran erinnern als es zum Wechsel an den Vocals kam und ebenso die Fanbase, wie ich selber auch, über die damals neuen Sachen gespaltener Meinung war und diese erstmal auf mich wirken lassen musste. Aber das der Name immer noch so eine Euphorie in mir hervorrufen kann deutet doch auf eine, wenn auch schwankende, Zuneigung zur Band hin, oder?

Und siehe da, „Heimkehr“ erblick endlich das Licht der Welt und schon wieder das Line-up Geschichte, bzw. hat sich zum Großteil verabschiedet und hat mit alten Ex-Minas Morgul Leuten eine neue Band gegründet. Es erinnert ein wenig an eine schlechte TV-Soap und wenn ich mir die Bio und die Entstehung zum Album anschaue, dass der eigentlich neu angedachte Sänger „Robse“ (Equilibrium) letzten Endes nur 3 Titel eingesungen hat, so wundert mich schon gar nichts mehr. Die restlichen 5 Titel hat dann der „Stef“ von Jörmungand übernommen und dabei gute Arbeit abgeliefert.

Insgesamt muss man sagen, dass bei all dem Hin und Her die Songs nicht zu sehr durcheinander gewürfelt wirken und beide Sänger für sich gute Arbeit geleistet haben. Man merkt natürlich den Unterschied und lieber wäre mir das Album mit nur einem Frontmann gewesen, aber das war wohl nicht möglich, bzw. musste das Album dann wohl lieber rauskommen, bevor es eventuell gar nicht das Licht der Welt erblickt hätte.

Die Songs, bzw. die Präsentation des Soundgewandes ist typisch Minas Morgul und auch „Totenschiff“ hat ein neues Soundgewand bekommen und kann den Graus ein wenig lindern. Schwarz böser Pagan Black Metal wie er sein soll, meistens im Mid-Tempo Bereich mit sägenden Gitarren, gepaart mit der ein oder anderen, leicht versteckten, aber ins Ohr gehenden Melodie („Niedergang“). Dennoch ist man aber von der Truppe bzgl. der Albumproduktion des Sounds, sowie der Songqualität in Sachen Songwriting und Abwechslungsreichtum mehr gewohnt.

Da kommt „Totenschiff“, obwohl dieser anfangs als kompletter Graus empfunden wurde, den eigentlichen Stil der Band und was man sich erhofft, bzw. erwartet hatte am nächsten. Abgesehen der Neuinterpretation von „Väterchen Frost“ natürlich, wobei man da evtl. einen anderen Song hätte wählen können. Aber es ist alles kein Wunschkonzert. Fest steht, ein Hit wie unter anderem „Der Sonne entgegen“ ist hier nicht zu finden. Es gibt zwar Höhepunkte mit eventuell der ein oder anderen interessanten Songstruktur („Stein um Stein“), aber dennoch zündet das alles nicht so wirklich. Es fehlt einfach der Kick, dass Gewisse etwas, bzw. hatte jede Platte irgendwie ein gewisses Merkmal, was diese im Rahmen des Bandstiles einzigartig, wiedererkennbar machte. Ob dies am wirklich schlechten Start der Platte liegt, oder das man einfach merkt, dass es kein einheitliches Album unterm Strich ist, kann ich nicht ganz deuten.

Im Vergleich zu allen anderen Platten zuvor kann ich nur sagen, dass „Heimkehr“ mit einer der schlechtesten Platten der gesamten Diskographie für mich ist und zugleich noch mit einem komischen Gefühl überschattet präsentiert wird. Da ist man anderes gewohnt und hat mit „Heimkehr“ eine wirklich verspielte Chance die einem als Fan traurig stimmt vor sich liegen.

Anspieltipps: „Niedergang“ und „Totenschiff“


Bewertung: 4,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Prolog: Sturm aus Ost
02. Heimkehr
03. Niedergang
04. Stein um Stein
05. Teufel
06. Weltenfall
07. Totenschiff
08. V.F.
09. Dein Erwachen
10. Epilog: Tiefe Narben




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