K-M

LIFETAKER – Der letzte Raum (2022)

(8.026) Stephan Haese (8,5/10) Grind/ Hardcore


Label: Black Omega Recordings/ Lower Class Kids Records
VÖ: 30.09.2022
Stil: Grind/ Hardcore


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Die vier Ruhrpott-Rebellen um LIFETAKER knüppeln uns mit „Der letzte Raum“ amtlich und ziemlich geradeaus direkt ins Gesicht. Beim aktuellen Output handelt es sich neben zweier EP-Veröffentlichungen, nach „Night Intruder“ um das 2. Album der Herren. Für das Fundament hat man bereits bei diversen Vorgängern und Projekten Erfahrungen gesammelt. Insbesondere Drummer Nico und Gitarrist Alex bei MOSSAT, aber auch VERGIL oder PLACENTA POWERFIST könnten für das weitere Treiben ausschlaggebend gewesen sein.

Grundlage des Ganzen ist ohne Zweifel Grindcore, dazu gesellen sich einige Brocken Death Metal und eine nicht von der Hand zu weisende Affinität für Krach der Marke Crust, Hardcore & Punk. Auffällig sind dissonanten Gitarrenwände, wobei man trotzdem nicht an Eingängigkeit verliert.  Das klingt erstmal alles ziemlich wild, ist dennoch zutreffend und ergibt hier durchaus Sinn. Hier verschmelzen 15 Songs in guten 23 Minuten mit reichlich Aussagekraft in Bezug auf die Lyrics. So wird harsch kritisiert, gepöbelt und angeklagt das sich die Balken biegen.

Bis auf wenige Ausnahmen durchbricht keine der Nummern die 2-min Marke. Um dem geneigten Leser*innen etwas mehr Input für ein musikalisches Bild zu geben, seien hier mit den Münsteraner SVFFER und den ebenfalls aus dem Pott stammenden OPTIMIST, zwei würdige Vertreter genannt. Auch wenn etwas hoch gegriffen, kann man gelegentlich, an Hand des Riffings und diverser Gesangsparts durchaus Parallelen zu Heroen wie CONVERGE oder NAPALM DEATH ziehen.  Alles in Allem also eine solide Nummer mit reichlich Potenzial. Die Vermutung liegt nahe, in Zukunft noch mehr aus dem Hause LIFETAKER zu hören.

Das Album kommt auf physischem Wege nur in einer hammerharten Limitierung von 100 Kopien auf transparentes Vinyl, 50 Kopien auf colored Vinyl, sowie auf Tape in den Applikationen orange (75 Kopien) und handgefärbten black/orange/nougat (25 Kopien). Da heisst es also ranhalten.

Anspieltipps: „Bunkerjugend“ und „Blutopfer“


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:

01. Bunkerjugend   
02. Patrizidprotokoll
03. Fleischwolf
04. Strafisolator
05. Alpha Antichrist
06. Kehlbiss
07. Störfunk
08. Kadaverstille     
09. Blutopfer
10. Gottgeburt       
11. Madenvolk       
12. Schlafparalyse
13. Tempelfaust     
14. Vernichtungstanz
15. Gamma Mörser



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