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HECATOMB – Horrid Invocvations (Demo) (2021)

(7.072) Maik (5,5/10) Black Death Metal


Label: Invictus Productions
VÖ: 07.05.2021
Stil: Black Death Metal

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HECATOMB ist die Bezeichnung eines Opferrituals im antiken Griechenland, bei dem 100 Ochsen den Göttern Apollo, Hera und Athene, zu Zeiten der Olympischen Spiele auch Göttervater Zeus geopfert wurden. Später wurden dann alle Massentieropferungen mit diesem Namen bedacht. Kein Wunder, dass sich dieses prägnante Wort als Bandname sehr beliebt gemacht hat , denn außer diesen aus dem australischen Melbourne kommenden Krachmaten gibt es noch eine weitere Band dieses Namens in Australien, ebenso in Kanada, UK, Ungarn, USA (2 x), Italien, Indonesien, Brasilien, Türkei und Polen.

Was uns hier vorliegt, ist das neu aufgelegte Debüt- Demo der beiden Schepperkollegen, auf welchem recht roher, brutaler schwarz angehauchter Death Metal zu hören ist, der sich teilweise etwas an südamerikanischen Bands wie SARCOFAGO anlehnt, aber auch an heimischen Combos wie BESTIAL WARLUST Inspirationen zieht. Es erinnert ab und an auch an eine etwas krachigere Version von GOATLORD. Die Mucke von HECATOMB ist aber um einiges hektischer angelegt.

Das ist natürlich für den audiophilen Schöngeist nicht unbedingt der heilige Gral, und dürfte bei eben jenem für ausgefranste Trommelfelle sorgen, und „dank“ des rohen, soundmäßig wohl auch nicht besonders überarbeiteten Demo-Materials sind auch produktionstechnisch die Zeichen auf Hörsturz gebügelt.

Dabei ist das Material nicht einmal schlecht, da werden schon ein paar leckere Riffs ins Outback gefräst, und für Ruhephasen nimmt sich die Band auch keine Zeit. Das geht von vorne bis hinten granatenmäßig auf die Fontanelle. Leider wirkt das recht explosive Songmaterial durch den extrem höhenlastigen und teils etwas schrottplatzmäßigen Sound doppelt enervierend, und man wünscht sich diese Songs die ganze Zeit in einem vernünftigen Klanggewand. Und ohne 100 geopferte Trommelfelle.

Ich meine, ich brauche nicht unbedingt High Class- Aufnahmen auf gefühlt 2000 Spuren und eine glasklare Produktion, schon gar nicht bei derartiger Mucke. Aber hier wirkt das Ergebnis doch ein wenig ärgerlich. Als Demo mag das ja durchgehen. Das klingt auch irgendwie alles wie eine Proberaumaufnahme, was es wahrscheinlich auch ist. Ich hoffe, daß die Band auf einem in Zukunft erscheinenden Debütalbum die Songs noch mal neu aufnimmt. Mit ordentlichem Sound und etwas mehr Druck auf dem Bass. Was hier aus den Boxen dröhnt, gewinnt nur knapp den Kampf gegen die Nebengeräusche.

Fazit: Ganz netter Lärm, allerdings durch Schrottsound eher nervig als begeisternd. Denn obwohl ich eigentlich schepperige Mucke ganz gut finde, empfinde ich hier den Lärmfaktor eher störend, und selbiger dezimiert die musikalischen Fertigkeiten der beiden Wombats zum reinen Krachfestival.

Anspieltipp: „Queen Of Perversion“


Bewertung: 5,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Metal Maleficarum
02. Queen Of Perversion
03. Black Winged Pestilence
04. Fields Of Gorgoroth
05. Horrid Invocations




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