H-J

HATEBREED

The divinity of purpose (2012)

Freunde der Sonne, mehr als 3 Jahre musste die Hardcore/Metal Gemeinde nun ausharren, um nun endlich mit „The divinity of purpose“ ein aktuelles Lebenszeichen der Connecticut Bollos von Hatebreed zu erhalten…und was ist im Vorfeld spekuliert worden…Ich kann jedenfalls alle Unkenrufer und Gedärmedeuter beruhigen, denn Jamey Jasta und seine Jungs machen immer noch das, was sie am besten können: Extrem fette, hüpfbare und vor allem großartige Mucke, wobei allerdings bereits zu Beginn festgestellt werden muss, das dieses achte Album zwar im Gegensatz zu vielen anderen Bands dieses Genres immer noch herausragend ist, den Vergleich zu den Referenzwerken der Jungs allerdings nicht ganz standhält.

Warum? Ganz einfach: Es fehlen irgendwie die Monsterhits der Marke „In ashes they shall reap“ oder „Destroy everything“, die seit jeher ein Trademark Hatebreeds waren. Natürlich ist das Songmaterial denen vieler anderen Combos immer noch turmhoch überlegen, doch der Ohrwurm fehlt einfach. Anfangen tut es mit der ersten Single „Put it to the torch“ noch richtig fett und beinhaltet neben der urtypischen Hardcore Attitüde im Mittelteil den bekannt langsamen Moshpart, doch schon „Honor never dies“ wird es meiner Ansicht nach niemals in den Liveset der Ostküstler schaffen. Was allerdings sofort auffällt ist, dass Produzent Zeuss diesmal einer seiner besten Arbeiten abgeliefert und Hatebreed einen satten organischen Sound verpasst hat, der sich wohltuend vom langsam eintönig werdenden Einheitsbrei des Starproduzenten abhebt. Doch auch dieser Umstand kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das folgende „Own your world“ leider ebenfalls nicht dem Standard der Jungs entspricht, dafür mit seinem sehr oldschoolig angehauchten thrashigen Mittelteil zumindest einen Achtungserfolg erzielen kann. Nun aber kommt mit „The language“ endlich der ersehnte Durchbruch und das bis dahin beste Stück, welches mit einem satten Riffing und dem urtypischen Jump-around-part vollends zu begeistern weiß. Dieses nun erreichte Niveau wird durch „Before the fight ends you“, der einen richtig guten Refrain besitzt, gehalten, doch das nun folgende „Indivisible“ reißt das wieder ein, was sich Hatebreed vorher aufgebaut haben. Das ist Kindergarten Hardcore mit einem völlig nervigen Chorus und auch die beiden folgenden „Dead man breathing“ und der Titeltrack können da nicht allzu viel richten, denn diese beiden Stücke rauschten wie ein ICE durch meine Gehörgänge, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Nur gut, dass sich die Jungs nun mit „Nothing scars me“, „Bitter truth“ und dem alles überragenden „Time to murder it“ noch einmal ins Zeug legen und vor allem mit dem letztgenannten noch mal die Kohlen aus dem Feuer holen können. Wären alle Songs ähnlich wie „Time…“ wäre dies ein Überalbum geworden, so leider nicht.

Nein, schlecht ist „The divinity of purpose“ sicherlich nicht, doch ein Hitalbum wie „Supremacy“ oder dem selbstbetitelten Vorgänger ist dieses Stück Polycarbonat sicherlich nicht. Die Hardcoreler können mehr, viel mehr und ich hoffe, dass es nicht wieder so lange dauern wird, bis uns der Fünfer exakt dies beweisen kann. Dennoch bleibt festzuhalten: 11 Songs, 36 Minuten. Kurz, knapp, knackig…Hatebreed eben.

Bewertung: knappe 7,9 von 10 Punkten

Tracklist:

01. Put it to the torch

02. Honor never dies

03. Own your world

04. The language

05. Before the fights ends you

06. Indivisible

07. Dead man breathing

08. The divinity of purpose

09. Nothing scars me

10. Bitter truth

11. Time to murder it

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