CD-Reviews H-J

HARPYIE – Minnewar (2021)

(7.174) Maik (8,0/10) Mitteralter Rock


Label: Metalville
VÖ: 25.06.2021
Stil: Mittelalter Rock


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Irgendwann vor vielen, vielen Jahren haben ein paar Rock- und Metal- Fans gemerkt, dass sie auch auf diese sogenannte Mittelaltermucke standen. Genauso wie bei der  Gothic- Szene entstanden sofort Hybride, die diese altertümliche Mucke mit moderneren Zutaten aufhübschen. Eben auch mit harten Gitarren und hämmernden Drums.

Und der Grund dafür liegt auf der Hand. Beide - Metal bzw. Hard Rock und auch die Mittelaltermucke, hatten eins gemeinsam. Paaaaaartieeeee! Gut eigentlich müsste man ja von Renaissance-Musik reden, aber so genau wollen wir es mal nicht nehmen.

Irgendwann schwenkten einige Mittelalterrocker noch auf die Piratengeschichte um, weil das noch mehr Party versprach. Ohauerha…ich denke noch mit Grausen daran, wie ich mir auf dem Stauferspektakel in Waiblingen in voller Wikingerkluft an der Piratenbar die Kante gegeben habe… Aber genug davon.

Eine der jüngeren Bands dieses Subgenres sind HARPYIE, die aber auch schon ein Jahrzehnt und fünf Langspielscheibletten auf dem Buckel haben. Grund zum Feiern. Mucke, Suff und Paaaaartieeee! Oh, Mann….halt…da war ja was….

Nun, was macht man, wenn einem ein klitzekleines Virusarschloch die Paaaartieeee versaut? Man bastelt sich selbst eine, presst diese auf Plastikscheiben und feiert getrennt im eigenen Heim. Das ist zwar beileibe nicht so lustig, aber was will man machen?

HARPYIE haben auf „Minnewar“ einige Songs anderer Bands, teilweise Vorreiter wie IN EXTREMO oder SUBWAY TO SALLY, gecovert, haben den Stücken ihren eigenen Stempel aufgedrückt, und feiern ihr Jubiläum nun dergestalt, dass sie ihre Vorlieben und vielleicht auch Vorbilder feiern.

Na gut, ich gebe zu, nicht alle Songs im Original zu kennen, was mich nun nicht in die Lage versetzt, das komplett zu beurteilen, aber ich nehme mal an, dass sich HARPYIE ziemlich an die Vorlagen angelehnt haben. Tja, bis auf „Blau Wie Das Meer“ (den ich zufällig kenne….man erinnere sich…Piratenbar!), welches eine ziemliche Core- Breitseite abbekommen hat. Ob das dem Song dienlich war, steht zur Debatte, aber ich find’s eigentlich recht gut. Dabei steht nicht nur der Fun- Faktor im Vordergrund. Songs wie „Rapunzel“ oder „Kleid Aus Rosen“ sind schon recht düster.

Okay, reine Coveralben sind immer eine zwiespältige Sache, dem einen gefällt‘s, dem anderen eher weniger. Ich jedenfalls finde das Potpourri recht unterhaltsam. Es wirkt wie einer dieser Mittelaltersampler, bloß eben von nur einer Band gespielt. Und kurzweilig und vor allem gut gespielt ist es auf alle Fälle.

Außerdem ist es ja zum Feiern da, das Scheiblein. Und da kann der Sängerkrieg namens „Minnewar“ auf jeden Fall punkten. Also Platte auflegen, Met, Bier oder andere Absturzbeschleuniger auftischen und….Paaaaartieeee!

Anspieltipp:„Spielmannsschwur“ und „Blau Wie Das Meer“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Wenn Ich Tot Bin (LUNA LUNA)
02. Tanz Mit Mir (FAUN)
03. Spielmannsschwur (SALTATIO MORTIS)
04. Krabat (ASP)
05. Es Gibt Nur Wasser (SANTIANO)
06. Rapunzel (LETZTE INSTANZ)
07. Thekenmädchen (VERSENGOLD)
08. Blau Wie Das Meer (MR. HURLEY UND DIE PULVERAFFEN)
09. Vollmond (IN EXTREMO)
10. Kleid Aus Rosen (SUBWAY TO SALLY)
11. Willst Du (SCHANDMAUL)




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