CD-Reviews H-J

HâL – Von Nacht Und Mahr (2021)

(6.865) Clemens (8,5/10) Black Metal


Label: DIY
VÖ: 29.01.2021
Stil: Black Metal

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Ein düsterer Nachzügler, welcher keinesfalls vom Tisch fallen darf! Fast ein jeder kennt ihn, bzw. hat jemanden im Freundeskreis, der Black Metal Kumpel mit seinem Solo-Projekt! Doch nur wenige davon erreichen das Tageslicht, bzw. liefern qualitativ gute Musik wie der Magdeburger mit seinem Projekt „HâL“.

Aufmerksam wurde ich damals auf sein Schaffen als Frontmann des ersten „Asarhaddon“ Werkes im Jahre 2015, sowie dem ersten richtigen Eigenwerk 2017 mit einer 2 Track EP unter dem Namen „Draug“. Seither ist ein Namenswechsel zu „HâL“ erfolgt, sowie eine musikalische Metamorphose! Denn was in den knappen 30 Minuten von „Von Nacht Und Mahr“ zu hören ist, hätte ich damals, obwohl das Potenzial erkennbar war, nicht in dieser Art und Weise erwartet!

Das die Soundqualität deutlich besser geworden ist, sowie passender zur Musik geschnitten und abgemischt wurde liegt klar auf der Hand und ist ein deutlicher Pluspunkt. Dadurch wurde nämlich auch unter anderem der Fokus besser auf die Lyrics, bzw. den Gesang gelegt und gibt dem Black Metal ein gewisses Etwas. Zum einen hat sich der Musiker deutlich in seinen Gesangskünsten gebessert, aber auch Lyrisch und wie sich später zeigen wird auch Instrumental mehr als nur weiterentwickelt und ein neues Stadium erreicht. Gerade Songs wie „So kam es“ und „Dolche in der Nacht“ bilden immense Höhepunkte unter den 6 Songs. Die Gradwanderung in Sachen Sound zwischen Melodie, Rhythmus und Gesang gelingt hier perfekt und ist mit alten EISREGEN Tracks zu vergleichen. Nur ist hier der Unterschied zu vermerken, dass der Black Metal glaubhafter und nicht gezwungen überdreht erklingt. Dies muss man erstmal wirken lassen, aber wenn man sich die Songstrukturen und den Aufbau einmal anschaut ist der Vergleich nicht zu weit hergeholt.

Da die Thüringer aber bekanntlich ihren eigenen Weg gehen, kann sich „HâL“ wohl mehr als glücklich schätzen, da meines Erachtens hier der richtige Weg eingeschlagen wurde. So eine Entwicklung, vor allem im Black Metal Soloprojekt Bereich habe ich wirklich noch nie erlebt und jeder kann, bzw. sollte sich dieses musikalische Schaffen mit dem Höhepunkt des aktuellen Albums zu Gemüte führen! Das Einzige was nun nur noch fehlt ist ein echtes organisches Drumset. Ich glaube das würde der Sache die restliche Würze geben um volle Punktzahlen einstreichen zu können. Wenn dann zusätzlich noch mehr Songs, bzw. eine längere Spielzeit in dieser musikalischen Qualität auf CD gebannt werden, wird „HâL“ nicht mehr lange nur ein Geheimtipp im Underground bleiben!

Anspieltipps: „So kam es“ und „Dolche in der Nacht“


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. So kam es
02. Groschen, Taler, Schilling
03. Heckenweib und Gräberknecht
04. Dolche in der Nacht
05. In den Trichtern tief
06. Allenthalben grimm´ge Schnitter




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