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DÉLUGE – Ægo Templo (2020)

(6.667) Schaacki (7,6/10) Post Hardcore Black Metal


Label: Metal Blade Records
VÖ: 06.11.2020
Stil: Post Hardcore Black Metal

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Die Franzosen Déluge setzen auf „Ægo Templo“ ihren Weg, den sie auf dem Vorgänger „Æther“ eingeschlagen haben, fort. Zwar las ich vorab, dass man sich stilistisch dem Black Metal deutlich abgewandt hätte, im direkten Vergleich höre ich allerdings gar nicht so große Unterschiede. Es mag sein, dass die Post-Hardcore Elemente noch etwas mehr in den Fokus gerückt sind, doch so grundlegend hat sich die Basis, zumindest nach meinem Empfinden, gar nicht geändert. Nach wie vor setzt die Band auf eine Melange aus hardcore-lastiger Post Metal Power und Black Metal der atmosphärischen Art. Wie bereits erwähnt, hat zwar der „corige“ Anteil die Nase vorn, dennoch verleihen scharfe, dunkle Riffs und immer wieder auftretendes harsches Drumming dem Sound den letzten Schliff.

Zu jenen Grundpfeilern gesellen sich aber auch noch andere Einflüsse, die man sowohl anderen Sub-Genres zuordnen oder gar außerhalb der Metal Spate finden kann. Zum Beispiel sind Bezüge zu ihren Landsmännern von Alcest, deren Sänger Neige bereits auf „Æther“ als Gast mitwirkte, dank der Shoegaze Elemente auszumachen. Ebenso ist eine Erwähnung des Genres Screamo – nicht nur wegen der Beteiligung von Tetsuya Fukagawa, der diesen Stil mit geprägt hat – angebracht. Trotzdem muss festgehalten werden, dass Déluge ihren eigenen Klang besitzen und dieser sich auch durch ihr neues Album zieht. Ihre Art, Emotionen wie Wut und Verletzlichkeit zu verbinden, hat schon etwas Eigenes. Oder um es mal bildlich auszudrücken: mal gehen sie mit dem Kopf durch die Wand und mal lassen sie sich in ein Blumenmeer fallen – jedenfalls läuft dieses Kino beim Hören dieser Scheibe durch meinen Kopf.

Bei der Bezeichnung „Post Hardcore Black Metal“ und den vorangegangenen Worten sollte es überflüssig sein, noch einmal zu erwähnen, dass dies keine Musik für den klassischen Blacki ist. Dafür werden sich wohl aber die Freunde einer solchen Stilvermischung die Finger lecken und beim Konsum von „Ægo Templo“ den einen oder anderen Sabbertropfen vergießen. Wer sich gerne in solche musikalische Welten begibt, wird hier definitiv fündig.

Anspieltipps: „Opprobre“ und „Digue“


Bewertung: 7,6 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Soufre
02. Opprobre
03. Abysses
04. Fratres
05. Gloire au silence
06. Ægo Templo
07. Baïne
08. Digue
09. Béryl
10. Vers




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