DAWN OF DISEASE “Worship The Grave” (2016)

(2.870) - Siggi (8,88/10)

Label: Napalm Records
VÖ: 24.06.2016
Stil: Death Metal

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Dawn Of Disease
holen zum dritten Schlag aus. Nach mehr als vier Jahren Wartezeit bringen die Mannen aus Osnabrück über Napalm Records am 24.06.2016 ihr neues Album „Worship The Grave“ raus. 10 Titel und ein 40 minütiges Feuerwerk stehen statistisch zu Buche.Zu Dawn Of Disease brauch‘ ich dem deutschen Underground-Fan hier wohl kaum noch Ausführungen machen und wenn das doch nötig sein sollte, dann hast Du leider etwas verpasst.

Los geht’s mit dem Titeltrack „Worship The Grave“ - vier Minuten Vollgas, Blastbeats, Melodie zeigen einem gleich die Richtung auf, wohin auf diesem Album die Reise führen wird. Bei „The Saviour’s Tomb“ musste ich anfangs zweimal auf’s Display schauen, ist dieser Song sehr amerikanischer Machart geprägt, was sehr zu gefallen weiß – Dawn Of Disease haben sich definitiv weiterentwickelt, in alle Richtungen – sehr gut, wie ich finde. „Ashes“ ist dann wieder so ein Schwedenbrecher, wie er im Buche steht, melodische Gitarren treffen auf Groove und die nötige Fatness, und mit zunehmender Dauer könnte man auch einen kanadischen Einfluss erkennen, Kataklysm lassen gern grüßen, aber von Abkupfern ist nicht die Rede, Inspiration geholt – das trifft es, eigenständig ist das Werk allemal.

Auf „On Trails Of Death“ schaffen die norddeutschen Jungs den Spagat zwischen oldschool und neuartigem Death Metal, sehr gut umgesetzt, vor allem abwechslungsreich. Mit „Prayer For The Dawn“ haben Dawn Of Disease eine kleine Instrumental-Soundwand gebastelt, die den Song „Cult Of The Fading Light“ ideal einleitet, der sehr getragen episch startet, diese Atmosphäre komplett beibehält und von einem Solo im Mittelteil aufgelockert wird. Mit „Through Nameless Ages“ ballert der nächste Titel aus den Boxen, also wenn hier Live nicht die Matte geschwungen wird, der ist falsch – geh‘ einfach Techno oder Rave oder Schlager hören, der Song ist quasi ein Befehl zu bangen! Nicht zu kompliziert strukturiert, abwechslungsreich und nach kurzer Verschnaufpause schlussendlich nochmal ausbrecherisch in seiner Art.

Outsourcing The Brain“ sticht für mich heraus – dieser Song will bei mir nicht so richtig zünden, der ist zweifelsfrei sehr gut gemacht, aber der Funke springt hier nicht so über, wie bei allen anderen neun Songs. „Enwrapped In Guts“ knallt dann wieder ordentlich und mit „The Sky Is Empty“ haben die Osnabrücker ein kleines melodisches Groovemonster geschaffen - auch hier darf der kanadische Einfluss nicht fehlen, was aber völlig ok ist, denn der Song ist Spitze und einfach Dawn Of Disease!

Die seit 2003 aktiven Osnabrücker Dawn Of Disease haben mit „Worship The Grave“ und dem neue Label Napalm Records sehr viel richtig gemacht. Das Album entwickelt sich von Durchlauf zu Durchlauf und macht einfach Spaß. Es entpuppt sich mehr und mehr als Riffmaschine. Die Jungs, die eher für den traditionelleren Death Metal stehen/standen, haben sich auch neueren Einflüssen nicht verschlossen und das ist gut so, ein weiterer großer Vorteil ist, dass songdienlich gearbeitet wurde und keine Frickelorgien stattfinden, die an Telespiele erinnern, aber das war ja noch nie das Ding von Dawn Of Disease.

Das Album ist gut produziert, kommt fett und auch klar daher – das Teil wird es öfter in meinen Player schaffen.

Bewertung: 8,88 von 10,0 Punkten

Tracklist:
01. Worship The Grave
02. The Saviour's Tomb
03. Ashes
04. On Trails Of Death
05. Prayer For The Dawn
06. Cult Of The Fading Light
07. Throug Nameless Ages
08. Outsourcing The Brain
09. Enwrapped In Guts
10. The Sky Is Empty

Line Up:
Tomasz W. - Vocals
Olli K. - Guitar
Lukas K. - Guita
Christian W. - Bass
Christian T. - Drums

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