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CORRODED – Plague (2023)

(8.632) Maik (6,5/10) Groove Metal


Label: Despotz Records
VÖ: 17.11.2023
Stil: Groove Metal







Irgendwie erwartete ich bei dem Namen CORRODED eigentlich ein wenig gepflegtes Gekloppe. Ob das an den Fliessbandarbeitern von CORROSIVE oder an der mittlerweile nicht mehr existenten türkischen Grindcoretruppe CORRODED lag, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ist allerdings auch egal.

Diese CORRODED hier kommen jedenfalls aus Schweden und sind auch schon etliche Donnerstage unterwegs, die Menschheit mit stromgitarrenbasiertem Krach zu beglücken. Dabei orientieren sich die Jungs grösstenteils an moderneren metallischen Stilen. Schon der Opener „The Lesser Of Two Evils“ hat ordentlich Groove zwischen den Arschbacken. Die lärmende Instrumentalfront wird durch rauen Cleangesang veredelt, der mich in einigen Parts an die Klargesangspassagen bei einigen Metalcore- oder Melodeath- Bands erinnert.

Der Anfang von „Monster“ hat rifftechnisch ein wenig was von RAMMSTEIN, nur eben ohne die deutschen Texte und mit weniger Theatralik im Gesang. Der Chorus hat dann wieder leichte Aspekte von LORDI. Insgesamt ein Song, den man als partytauglich bezeichnen könnte. Alle Tracks haben, für sich allein genommen, einen gewissen Unterhaltungswert, und würden sich auf einem Mixtape, einer Mix-CDR oder in einer Playlist ganz gut machen, nur insgesamt fängt das Album spätestens ab der Mitte etwas an zu plätschern. Die Tracks erscheinen, trotz erkennbar unterschiedlicher Intention, nach demselben Muster gestrickt. Besonders die Gesangslinien entwickeln mantrahafte Gleichförmigkeit.

Man könnte die Musik auf „Plague“ auch als Modern Metal bezeichnen, da man hier die Elemente des Metalcore, des Groove Metal und sogar die drückende Atmosphäre des Stonerrocks wiederfindet, gepaart mit Versatzstücken des Hard Rocks, ein bisschen Grunge, und des Gothic Doom. Ein bisschen, wie schon erwähnt, RAMMSTEIN und eine Prise moderne METALLICA ergeben ein recht modernes, genreübergreifendes Rockalbum, welches aber bei mir nicht so recht zu zünden weiss. Und da half es auch nicht, dass ich mit „Plague“ fünfmal angehört habe.

Vielleicht bin ich ja der falsche Mann, die Mucke der Schweden richtig zu beurteilen, aber mich hat „Plague“ von CORRODED nicht wirklich vom Hocker gerissen. Die Songs wirken am Stück wie ein glatter Monolith, der kaum Risse und Vorsprünge aufweist, an denen ich mich nach oben hieven könnte. Wer auf modernen Metal zwischen Groove und Core abfährt, ist mit CORRODED sicher gut bedient.

Anspieltipp: „The Lesser Of Two Evils“ und „Secrets“


Bewertung: 6,5 von 10 Punkten


TRACKLIST:

01. The Lesser Of Two Evils
02. Monster
03. Beaten
04. Dead Rest (Tears)
05. Rain
06. Secrets
07. Crack In The Sky
08. Watch The World Burn
09. The More Things Change
10. Drums Of War
11. Deadlock
12. Bag Of Bones



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