A-D

CATHEDRAL

The last spire (2013)

Ich erinnere mich noch ganz genau wie komisch ich guckte, als ex-Napalm Death Röhre Lee Dorian Anfang 1990 bekanntgab, er würde sich zukünftig komplett dem Doom Metal verschreiben. Wie würde sich das wohl anhören? Die Antwort kam ziemlich fix in Form des überragenden Debüts „Forest of equilibrium“, welches bahnbrechend und wegweisend für eine ganze Generation an Nachfolgebands werden würde und dadurch den legendären Ruf der Briten zementierte. Warum ich bei Adam und Eva anfange? Nun, Cathedral werden sich auflösen, nach nunmehr 23 Jahren und elf Alben…doch sie tun es mit einem Paukenschlag, denn besagtes Album 11 namens „The last spire“ ist das mit weitem Abstand beste Album, welches der Vierer in seiner Karriere bislang vorgelegt hat.

Was für ein saufettes Doom Brett, zäh wie Lava und dennoch unfassbar heavy, mit einem Basssound versehen, dass einem der Darm durch den Arsch gedrückt wird und Songs, die vom Aufbau her so spannend sind, wie der erste Sex mit seiner seit Jahren Angebeteten. Natürlich sind auch hier erneut die Stücke extraordinär lang und durch das Intro „Entrance to hell“ und das merkwürdige Gelächter in der Mitte des Albums lediglich nur sechs vorhanden, doch aus denen hätten manch andere Bands vier Alben geschrieben. Die Atmosphäre ist so dermaßen dicht, da passt kein Schamhaar mehr zwischen und kleine Gadgets wie der weibliche Gesang bei „Pallbearer“, die durchdrehenden Tempiwechsel bei „Infestation of grey death“ oder die auf altertümlich gestimmten Keyboards bei „An observation“, die nicht ohne Grund mehrfach wohltuend an Type O’Negative erinnern, sind kompositorische Highlights in der Karreire der Briten. Wer bei den genannten Songs nicht mindestens mit einem Fuß mit wippt, hat NULL AHNUNG von gutem und brillantem Heavy Metal. Ausfälle? Absolute Fehlanzeige, vielmehr ist zu bemängeln, dass das Album so schnell vorüber ist, doch die Repeat Taste sorgt hier für Abhilfe.

Ich entzünde eine schwarze Kerze und verdrücke ein Tränchen, denn Cathedral dürfen eigentlich nicht von der Bildfläche verschwinden, da fallen mir auf die Sekunde Minimum 50 andere Combos ein, die im Zuge der Gesunderhaltung fremder Hörorgane ihre sofortige Auflösung bekannt geben müssten. „The last spire“ ist, wenn es dabei bleibt, der perfekte Abschluss einer Ära und ein Album wie ein Donnerhall. Ich liebe das Teil abgöttisch und halte schon jetzt einen vorderen Platz in meinem Jahrespoll 2013 für dieses famose Meisterwerk frei. Ich werde Euch vermissen!!!

Bewertung: nichts anderes als die absolute Höchstnote!!!

Tracklist:

01. Entrance to hell

02. Pallbearer

03. Cathedral of the damned

04. Tower of silence

05. Infestation of grey death

06. An observation

07. The last lough

08. This body, thy bomb

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