BRAINSTORM “Scary creatures” (2016)

(2.571) - Olaf (9,0/10)

Label: AFM Records
VÖ: 15.01.2016
Stil: Power Metal

BRAINSTORM Webseite

Am letzten Donnerstag stellte mir Brainstorm Frontmann Andy nach einem großartigen Auftritt als Primal Fear Support im Berliner K17 eine Frage, die ich peinlicherweise nicht beantworten konnte: „Und? Was hast Du unserer neuen Platte für eine Note gegeben?“ Stotternd musste ich zu Protokoll geben…gar keine! Auweia, denn geplant war dieses Review schon seit langem, aber immer wieder übersehen worden. Mea culpa die Herren, denn „Scary creatures“, Album Nummer 11 in der nunmehr fast 27 Jahre andauernden Karriere der Mannen aus dem Seitenbacher Müsli-Ländle ist solch ein fettes Brett geworden, dass selbst der Titanic Eisberg sich seine Zähne an den Planken ausgebissen hätte.

Saufett produziert ballern uns die Schwaben ein gewaltiges Riff nach dem anderen um die Ohren und nehmen dabei keinerlei Rücksicht auf eventuell auftretende Gehörschäden. Ich bin schon fast geneigt zu sagen, dass dieses kleine Wunderwerk gitarrenorientierter Unterhaltungsmusik in einer Reihe mit den beiden Bandklassikern „Liquid monster“ und „Soul temptation“ steht, die mich damals wie auch heute noch flashen und begeistern. Hier gibt es den qualitativen Querschnitt aus allem, was den Heavy Metal so einzigartig macht: Granatenstarke Hooks („How much can you take“), Hymnenhafte Gassenhauer („We are…“) und überhaupt passt kein Schamhaar zwischen die Songs, die aus einem Guss zu einem mächtigen Amboss geschmiedet wurden. Zuweilen erinnerten mich die Kompositionen an eine sauharte Variante alter Savatage-Zeiten, was vor allem auch an den fantastischen Vocals vom eingangs erwähnten Andy liegt.

Summasumarum muss festgehalten werden, dass jeder, der auf erdigen, harten und großartigen Metal steht sich „Scary creatures“ unbedingt eintüten sollte, denn Brainstorm wissen exakt, wo Bartel den Moscht herholt. Tolles Album, welches eindrucksvoll unterstreicht, warum ich bislang 2016 für einen der besten Metaljahrgänge seit langem halte. Raise your horns!!!

Bewertung
: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. The world to see
02. How much can you take
03. We are…
04. Where angels dream
05. Scary creatures
06. Twisted ways
07. Caressed by the blackness
08. Scars in your eyes
09. Take me to the never
10. Sky among the clouds

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