CD-Reviews A-D

BE´LAKOR – Coherence (2021)

(7.386) Olaf (8,5/10) Death Metal


Label: Napalm Records
VÖ: 29.10.2021
Stil: Prog Death Metal






Also, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich steif und fest behaupten, dass unsere Thüringer Freunde von Decémbre Noir uneheliche Brüder in Australien haben, denn Be´lakor stehen den Doom Death Meistern in Nichts nach, sind vielleicht ein wenig direkter, doch Parallelen sind definitiv vorhanden. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass die Truppe aus Melbourne ebenso großartig zu Werke geht, begeistert und mit ihrem fünften Rundling „Coherence“ erneut einen tonnenschweren und mit großartigen Versatzstücken ausgestatteten Todesstahl servieren, der sofort ins Ohr geht und sogar dort haften bleibt.

Das liegt vor allem an den nachvollziehbaren Kompositionen, die einen überlangen Song wie das knapp 11minütige „Locus“ zu keinem Zeitpunkt langweilig werden lässt, da auch Frontmann George Kosmas mit seinen herrlich gutturalen Vocals einen dicken Kontrast zu der verträumten und dennoch knüppelharten Mucke bietet. Diese Kontraste machen „Coherence“ zu einem mehr als spannenden Hörerlebnis, denn neben vielen eigenen Trademarks sind es die kleinen, eingestreuten Versatzstücke, die vielleicht beim ersten Hinhören nicht zum Be´lakor’schen Gesamtbild passen, sich dann aber perfekt einfügen und somit der Musik ein gewisses Alleinstellungsmerkmal verpassen.

Alleine die Pianoeinlagen bei „Hidden window“ sind die Anschaffungskosten schon wert. Da stört es auch nicht weiter, dass man sich beim abschließenden und etwas zu lang geratenen „Much more was lost“ ein wenig verheddert, das Stück zu sehr künstlich aufbläht und man beim Instrumental „Sweep of days“ ziemlich schamlos beim Thema vom Jerry Bruckheimer Action Schinken „Armageddon“ wildert. Doch wenn es passt, kann man darüber auch mal generös hinwegsehen.

Coherence“ ist ein toller Soundtrack für die leider jetzt schon viel zu früh kommenden Herbsttage und bietet herrlich doomigen und melodiösen Todesblei mit leichten Prog Einlagen, wie sie Opeth heute noch in ihren Songs verbauen müssten, um noch einmal meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Be´lakor haben ein verdammt starkes Album abgeliefert, mit dem sie die Aufmerksamkeit weiter steigern sollten.


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Locus
02. The dispersion
03. Foothold
04. Valence
05. Sweep of days
06. Hidden window
07. Indelible
08. Much more was lost




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