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ARGOROK – Usurpator (2020)

(6.654) Maik (8,0/10) Groove Metal


Label: DIY
VÖ: 19.11.2020
Stil: Groove Metal

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Wer hier schon öfter meine pseudojournalistischen Ergüsse gelesen hat, wird sicher wissen, dass ich nicht so der Megafan deutschsprachigen Metals bin. Und so hatte ich auch beim vorliegenden Debutalbum von ARGOROK zunächst erstmal eine schlimme Vorahnung, die sich dann aber doch glücklicherweise aufgelöst hat.

Die Mucke der Dresdner basiert auf harten Riffs, die durchaus dem Death Metal bzw. Thrash entlehnt sein könnten, dazu kommt ein gewisser Groove und etwas episch angehauchtem Keyboardsound, der die Band dadurch ein wenig in das Fahrwasser von Bands wie RAMMSTEIN und Konsorten bringt. Allerdings kommen die Lieder von ARGOROK um einiges weniger plakativ daher. Das Ganze artet auch nicht in Geschwindigkeitsausbrüche aus, sondern wuchtet sich recht gemäßigt durchs Gelände.

Das gilt auch für die lyrische Seite von „Usurpator“. Die Texte lassen vermuten, dass die Gruppe schon irgendwie eine Botschaft vermitteln will, allerdings lassen die Lyrics doch recht viel Interpretationsspielraum zum selber denken. Klar, die deutsche Sprache kommt schon etwas brachial daher, aber hier wird wenigstens nicht mit dem Hammer gedichtet, wie es mir bei anderen Bands schon des Öfteren aufgefallen ist. Auch fehlt dankenswerterweise die übliche „wir sind super, alle anderen sind doof“-Attitüde, welche bei deutschsprachigen Bands oftmals für Schmerzenstränen sorgt.

Auch hat der Sänger eine schön kräftige Grollstimme, was ihn von gewissen NDH- Gröhlkollegen angenehm abhebt. Zusammen mit dem heavy Riffing schiebt das genügend Härte in den Sound. Dazu ist er auch souverän zugange, wenn es um den Einsatz von Klargesang geht. Leider scheinen sich die Songs nach eine Weile etwas zu gleichen, insbesondere bei den Gesangslinien, obwohl ARGAROK schon bestrebt sind, eine gewisse Abwechslung zu bieten. Mit dem abschließenden „Tag Des Zorns“ ist der Band dann noch ein regelrechter Ohrwurm gelungen, der besonders durch den Wechsel von Klar- und Grollgesang, aber auch durch das ganze Arrangement irgendwie recht lange nachhallt, was der Platte letztlich ein angenehmes Erinnerungspotential verleiht.

Alles in allem ist den Sachsen hier ein recht annehmbares Debutalbum gelungen, welches sich in der Schnittmenge von Death Metal, Heavy Metal und Neuer Deutscher Härte seine Heimat gesucht hat. Es ist noch nicht alles perfekt, was hier zu hören ist, aber man merkt ARGOROK an, dass sie definitiv nach eigener Identität suchen, und keine Kopie darstellen wollen. Da kommt sicher noch einiges nach. Der Name ARGOROK stammt übrigens wohl aus einem Computerspiel, wie ich der Tatsache entnahm, dass meine Internetrecherche ständig auf „Legends Of Zelda“ verwies.

Anspieltipps: „Aus Der Tiefe“ und „Tag Des Zorns“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Aus Der Tiefe
02. Protector
03. Odyssee
04. Refugium
05. Königin Der Asche
06. Kalter Stein
07. Hinter Der Maske
08. Katharsis
09. Meister Der Lüge
10. Tag Des Zorns




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