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APPARITION – Fear The Apparition (2024)

(8.736) Maik (8,8/10) Death Metal


Label: FDA Records
VÖ: 02.02.2024
Stil: Death Metal






Sich mit dem Namen APPARITION in den internationalen Metalzirkus zu stürzen erscheint recht mutig und dürfte für einige Irritation sorgen. Denn diesen Namen haben sich doch schon etliche Combos auf das Backdrop gemalt. Zusätzlich erschwerend für den Rezensenten, der deswegen fast auf einer falschen Fährte gelandet wäre, ist der Fakt, dass eine amerikanische Band dieses Namens im März dieses Jahres ebenfalls eine neue Raspelscheibe in den Fleischwolf einzuklinken gedenkt.

Doch scheinbar scheuen die Spanier – denn um solche handelt es sich hier – diese Konkurrenz nicht, was zumindest mal für ein gesundes Selbstvertrauen spricht. Und dies ist nicht völlig unberechtigt, bieten die drei Schergen aus Zaragoza doch ein ziemliches Brett. Selbiges ist über Headsplit Records bereits schon im Juli 2023 veröffentlicht worden, kommt jetzt aber über FDA- Records einer noch breiteren Hörerschaft auf die Lauschbretter.

„Fear The Apparition“ heißt das Debütalbum der Band und es wird schnörkelloser Death Metal der alten Schule abgeliefert, welcher sich schön wohlig im Morast der frühen Neunziger suhlt und dazu noch roh und brachial rüberkommt. Dabei wird keineswegs an Melodie gespart, diese jedoch schön dezent morbide eingearbeitet.

Des Öfteren erinnern mich die Spanier an PESTILENCE, sowohl, was die Gitarrenlinien angeht, als auch ab und an durch den Gesang, der ein wenig nach einem Martin van Drunen klingt, den man mit einer kleinen Chris Reifert- Stammzelle geimpft hat. Die Mucke schabt auch mal knapp am Extremthrash vorbei, was vor allem beim Song „Soldier Of Death“ zutage tritt, der zudem noch mit einem Tom-Araya-Angel-Of-Death-Gedächtnisscream am Anfang aufwartet.

„Vanquished In Scorn“ hat dann teilweise etwas von schwedischen Urgesteinen wie CARNAGE und Konsorten und besticht durch tiefgestimmte Gitarrenmelodien, bei denen man den Morast förmlich von der Zimmerdecke tropfen hört, und sich als Freund oben genannter Bands sofort heimisch fühlt. Gerade „Demonic Torment“ kommt einem wie ein alter Bekannter vor, der nach langer Krankheit durch eine Frischzellenkur wieder auf den Dampfer gebracht wurde.

Wie ich irgendwo las, haben APPARITION das Teil größtenteils in ihrem Wohnzimmer aufgenommen und sind nur für die Drums und das abschließende Mastering in ein Studio gegangen. Und hätte ich es nicht gelesen, ich würde es nicht glauben. Denn irgendeine DIY-mäßige Soundqualität sucht man auf „Fear The Apparition“ vergeblich. Selbst über meine knallmolchigen PC- Speaker donnert die Mucke satt auf die Fontanelle, und wenn der Drummer auf sein Set einkloppt, fliegt einem eh die Paella aus der Pfanne.

Soundtechnisch und auch kompositorisch reiht sich dieses Album also mühelos in die Phalanx der Ursprungstodesschwadronen ein. Der Freund gediegener old school Death Metal- Hackbraten sollte also keinerlei Angst vor APPARITION (badumm tsss) haben, sondern sich schleunigst daran machen, sich dieses Brett in die Schrankwand zu nageln.

Anspieltipp: „Demonic Torment“ und „Soldier Of Death“


Bewertung 8,8 von 10 Punkten


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