Theories of a Flight Tour 2017

FATES WARNING | ARMORED DAWN | FALLEN ARISE

27.01.2017 – Essen @ Turock

Nachdem Olaf mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte als Gastrezensent einen Live Review zum Fates Warning Konzert in Essen zu schreiben, werde ich hiermit mal meinen ersten „journalistischen“ Gehversuch abliefern.

Nach etwas verspäteter Abfahrt aus Wermelskirchen, kamen mein Bruder und ich gegen Viertel nach Acht am Turock an. Schon draußen hörte man, dass FALLEN ARISE wohl relativ pünktlich angefangen hatten. Also reihten wir uns in die unerwartet lange Schlange ein und waren dann nach ca. zehn Minuten im Laden. Das Turock war trotz der parallel spielenden Powerwolf in Oberhausen und Sodom in der Zeche Zollverein prall gefüllt.

Leider bekamen wir nur noch ein Lied der Griechen/innen Fallen Arise zuhören, was keine objektiv oder ausführliche Einschätzung zulässt. Grundsätzlich hört sich der symphonische Gothic Metal mit weiblichen und männlichem Wechselgesang nicht schlecht an und wurde am Ende mit Applaus verabschiedet.

Nach ca. 15 minütiger Umbaupause schwangen sich ARMORED DAWN auf die Bretter. Ein kurzes Intro und schon legten die Brasilianer mit ihren episch angehauchten Power Metal los. Leider hatten Sie erstmal mit Soundproblemen zu kämpfen, was die Performance von Sänger Eduardo Parras zu einer Art Pantomimenshow werden ließ, da von ihm so gut wie nichts zu hören war. Als der Sound sich dann besserte, hörte man allerdings das Herr Parras live noch stark an seinem Gesang arbeiten sollte. Mir waren nur ein/zwei Lieder einer Promo CD bekannt, aber es hörte sich an, als ob hier ein anderer Sänger auf der Bühne stehen würde. Seine Mitmusiker sind technisch gut und überzeugend, aber um wirklich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, müssten Armored Dawn aus meiner Sicht noch einiges an Eigenständigkeit in die Musik mit einbringen. Nach ca. einer halben Stunde und Höflichkeitsapplaus zum Abschied räumten die Brasilianer die Bühne.

Etwa zwanzig Minuten später begann dann das, worauf die geschätzt 600-700 Zuschauer im Turock warteten. Nach einem längeren Intro betraten FATES WARNING unter lautem Jubel die Bühne und legten mit „From The Rooftops“, dem Opener ihres neuen Albums „Theories Of a Flight“, los. Das fast nahtlos darauffolgende „Life In Still Waters“ steigerte die Stimmung weiter und wurde von vielen lauthals mitgesungen. Über die technischen und musikalischen Fähigkeiten von Fates Warning braucht man eigentlich keine Worte mehr zu verlieren. Aber es ist einfach immer wieder faszinierend, mit welcher Leichtigkeit Bobby Jarzombek seine Schießbude bearbeitet, Jim Matheos sich ein geniales Riff nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelt und Joey Vera eine pumpende Basslinie nach der anderen ins Publikum knallt. Und dann ist da ja immer noch der „Neue“, Ray Alder. Der Mann, der seit fast dreißig Jahren bei Fates Warning ist und inzwischen dreimal so viele Alben wie sein Vorgänger John Arch eingesungen hat. Nichts gegen die ersten drei Alben und John Arch, aber langsam wird es Zeit auch die fantastische Arbeit von Ray Alder anzuerkennen. Auch heute Abend liefert er wieder eine top Performance ab, feuert das Publikum an, animiert zum Mitsingen und hat sichtlich Spaß auf der Bühne. Fates Warning spielen sich quer durch die neun Alben der letzten dreißig Jahre, was nach ca. eineinhalb Stunden im umjubelten Abschlussdoppel „Eleventh Hour“ und „Point Of View“ gipfelte. Die extrem enthusiastisch mitgesungenen „Ohohohs“ in „Eleventh Hour“ zaubern sogar überraschenderweise ein Lächeln ins Gesicht von Jim Matheos.

Nach lautstarken Zugaberufen lassen sich Ray Alder, Jim Matheos, Bobby Jarzombek, Joey Vera und Frank Aresti Ersatz Michael Abdow nicht lange bitten und hauen mit „Through Different Eyes“ und „Monument“ noch zwei wunderbare Songperlen raus und werden unter tosendem Jubel und Applaus vom Publikum verabschiedet.

Fazit des Abends ist, dass FATES WARNING ein klasse Live Band sind, die Latte für das Konzert des Jahres zu diesem frühen Zeitpunkt schon hoch liegt und ich mich jetzt schon darauf freue, die Band auf dem diesjährigen Rock Hard Festival wiederzusehen. Vielleicht trifft man sich ja dann vor der Bühne.

01. From the Rooftops
02. Life in Still Water
03. One
04. A Pleasant Shade of Gray, Part III
05. Seven Stars
06. One Thousand Fires
07. A Handful of Doubt
08. Firefly
09. The Light and Shade of Things
10. A Pleasant Shade of Gray, Part IX
11. A Pleasant Shade of Gray, Part XI
12. The Ivory Gate of Dreams: VII. Acquiescence
13. The Eleventh Hour
14. Point of View

Zugaben:
15. Through Different Eyes
16. Monument

AXEL STEINHAUS

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