FATES WARNING | PSYCHO VILLAGE

05.06.2017 - Berlin @ Bi Nuu

Schon vor Monaten freute ich mich tierisch auf dieses Konzert von Fates Warning in einem kleineren Club. Im Gegensatz zur letztjährigen Keep It True Show, zum 30. Jubiläum des Überalbums „Awaken The Guardian“, mit einer, bis auf Mr. Mattheos, gänzlich anderen Besetzung, konnte ich nun mal wieder die aktuelle Version von Fates Warning bestaunen. Meine Erwartungen wurden noch einmal kurz gedämpft, als Cheffe Olaf wenig angetan war vom Fates Warning Auftritt, auf dem Rock Hard Festival einen Tag zuvor.

Im Bi Nuu traf man auf eine Mischung von vielen Altfans, aber auch jüngere waren anwesend und lauschten zunächst der einzigen Vorband Psycho Village, aus Niederösterreich. Nun ja, die 3 Jungs machten ihre Sache gut und brachten ihren groovigen Modern Metal ansprechend rüber. Dies wurde noch untermalt mit zwei Videoleinwänden, die linker und rechter Hand auf der Bühne angebracht waren. Im Prinzip keine schlechte Idee, ein klassischer oder traditioneller Metal Act hätte jedoch besser vor Fates Warning gepasst.

Die Umbaupause währte nicht lange und schon erklang ein vertrackter Sample Sound – als Intro..?! Die Fates Warning Musiker schienen auch sehr überrascht, bis lustig angetan, von diesen queren Bass Beats. Sollte das in etwa vorbereiten, was uns nun die kommenden 90 Minunten erwarten würde?

Der Einstieg mit „From the rooftops“ war zu erwarten, im Rahmen der Tour zum aktuellen Album „Theories of fligts“. Die anfänglichen Soundprobleme waren schnell behoben und schon wurden die ersten Textzeilen lautstark mitgesungen. Der Aufritt schien ein Heimspiel zu werden. Neben Sänger Ray Alder, war besonders Joey Vera mit seiner unvergleichlichen Mimik ein aktiver Part auf der Bühne. Jim Mattheos brillierte gewohnt statisch und kredenzte der hungrigen Meute hier und da mal ein Lächeln. Sein neuer Sidekick an der zweiten Leadgitarre , Mike Abdow, glänzte auf seine Art und verzauberte die Zuhörer mit seine Riffs und Solis, und ersetzt Frank Aresti ohne Probleme. Drummergott Bobby Jarzombek spielte die vielen kniffligen Beats und Fills mit einer Leichtigkeit, die einen mit offenem Mund dastehen lässt.

Life in still water“ und „One“ folgten, bis ich mit „III – (There´s a cloud above us)“ das erste Mal vor lauter Verzückung weggebeamt wurde. Was für ein kongenialer Refrain des „A pleasant shade of grey“- Songs! Es folgte eine ausgewogene Mischung der der Ray Adler Phase, wobei der Schwerpunkt natürlich auf dem neuen Album lag, aus dem es noch „Seven Stars“ und „The light and shade of things“ zu hören gab. Gerne hätte ich noch „White Flag“ gehört, aber natürlich durften solche Hits wie „The ivory gates of dreams: VII Acquiescence“ oder „Firefly“ nicht fehlen.

Während ich mich noch in voller Trance befand, näherten sich Fates Warning mit dem Doppel „The eleventh hour“ und vor allem „Point of view“ dem Höhepunkt entgegen. Was für eine Wucht und was für eine Macht dieser Song besitzt. Für mich der beste Fates Warning Song der Ray Adler-Ära! Dann war doch glatt auch schon das Hauptset vorbei. Für mich fühlte sich das noch nicht wie 80 Minuten an.

Die vielen Zugabe-Rufe ließen die Band nicht lange ruhen und so gab es mit „Through different eyes“ und „Monument“, noch zwei zu erwartende Zugaben, die das Fanherz nochmal höher schlagen ließen. Leider war dann schon Schluss eines fulminanten Abends, vollgepackt mit spielerischer Brillanz und vertrackt-melodischer Dominanz. Was hier jeder einzelne Fates Warning Musiker darbot, gehört zum Besten im progressiven Metal Sektor und lässt einen des Öfteren einfach nur staunen. Natürlich vermisste ich auch dieses Mal wieder Songs aus der John Arch Ära, wenngleich ich absolut verstehen kann, dass dies aus Bandsicht nicht viel Sinn macht. Dass neuere Material ist spielerisch noch anspruchsvoller als das alte. Bobby Jarzombek und Joey Vera suchen eh schon ihres Gleichen und dass Ray Alder keinen Bock auf die John Arch Songs hat ist auch klar, die sind ja auch nicht von dieser Welt!

Setlist:
From the rooftops
Life in still water
One
A pleasant shade of grey, part III
Seven stars
SOS
A handful of doubt
Firefly
The light and shade of things
A pleasant shade of grey, part IX
A pleasant shade of grey, part XI
The ivory gate of dreams: VII. Acquiescence
The eleventh hour
Point of view
Through different eyes
Monument

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