ELECTRIC WIZARD | ANGEL WITCH

04.04.2017 - Berlin @ Columbia Theater

Bloodthirsty….Macabre….Nocturnal! Unter diesem Motto kündigten sich zwei mächtige Vertreter des Doom und NWOBHM an. Theoretisch sollten die Mucker von Satans Satyr´s als Opener für Electric Wizard herhalten, doch der Plan wurde kurzerhand geändert und da staunte man nicht schlecht, dass plötzlich eine der größten Bands des NWOBHM, Angel Witch, an das Mikro gebeten wurden.

Gegen 21:00 Uhr wurde es ziemlich voll vor dem Columbia Theater und die Fans drängelten vor der Tür, um schnellstens in den Club zu kommen, denn von drinnen waren bereits die ersten Töne von Angel Witch zu hören. Da wollte man natürlich nicht fehlen, schon gar nicht bei einem Old School NWOBHM Riesen wie dieser Combo. Mit viel Schubserei und Gedrängel schaffte ich es dennoch bis in die ersten beiden Reihen und freute mich wie Bolle, dass ich noch irgendwie pünktlich kam. Obwohl die Truppe schon lange nicht mehr aus der Original Besetzung besteht, hatte man trotz alledem nicht das Gefühl, dass unter dem Wechsel der Bandmitglieder die musikalische Qualität gelitten hätte. Ganz und gar nicht…um es genauer zu sagen, eigentlich merkte man kaum einen entscheidenden Unterschied. Sänger und Kopf der Truppe, Kevin Heybourne, ist zwar stimmlich gesehen über die Jahre etwas rauer geworden, aber das tat den Song-Klassikern keineswegs Not. Der Zahn der Zeit kann dieser Truppe wohl kaum etwas anhaben und die Gitarren und das Schlagzeug spielten sauber und wie im gewohnten Stil des NWOBHM…sehr zur Freude des Publikums, das auch bis zu den wie immer sehnlichst erwarteten Hits wie ,,White Witch“ und ,,Angel Witch“ die Haarpracht schwangen und die Texte sicher aus dem FF mitsangen.
Nach einer kurzen Umbaupause traten dann mit ,,Witchcult of Today“ unsere britischen Doom Meister von Electric Wizard auf die Bühne und wickelten das Publikum mit ihrem 70er Jahre Witchrock um den Finger. Eben noch im NWOBHM Fieber, staunte ich nicht schlecht, wie schnell das Publikum ohne Probleme zu schleppendem Doom Sound umzwitschen konnte, obwohl die beiden Bands musikalisch doch ziemlich weit auseinander driften.

Zur Bühnenarbeit der britischen Doom/Stoner Kapelle kann man sagen, dass sie eine beachtliche Show hinlegten und das Zusammenspiel der Musiker zwar für das Publikum so locker rüber kam, aber dennoch einen musikalischen Anspruch inne hatte. So wurden Songs wie ,,Black Mass“ und ,,Funeralopolis“ nicht nur mit großer Leidenschaft gespielt, sondern es wurde auch tonal an den Gitarren darauf geachtet, die Gitarren länger ausklingen zu lassen, um eine düstere Atmosphäre zu schaffen. Sänger, Jus Oborn, in seinen scharfen Schlaghosen, rundete das Ganze noch mit seiner ausdrucksstarken Stimme ab, die manchmal auch einen gewollt leidenden Charakter darstellte. Weiterer Hingucker des Abends war Gitarristin, Liz Buckingham, die an der Gitarre ziemlich gute Arbeit leistete und mit Jus und Gitarrist, Glenn Charmann, die teuflische Front bildete. Besonders stark von den Fans abgefeiert wurden die Songs ,,Satanic Rites of Drugula“, ,,Dopethrone“ und ,,Funeralopolis“, wobei letzterer den Abend sozusagen abrundete.

Insgesamt gesehen war es ein genüsslicher Abend mit zwei Bands, die von der Musik zwar so unterschiedlich waren, aber dennoch beim Publikum den gleichen Effekt erzielten – nämlich einzigartig zu sein und legendäre Songs kreierten, die noch Jahre im Ohr bleiben.

Witchcult Today
Black Mass
Satanic Rites of Drugula
Incense for the Damne
Dopethrone
Return Trip
Chosen Pen
Funeralopolis

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