KORPIKLAANI

29.09.2015 - Kiel @ Orange Club

Pünktlich um 19 Uhr öffnete der Orange Club seine Pforten und ließ die bereits Anwesenden in die heiligen Hallen. Wir selbst waren auch schon zeitig vor Ort und konnten so noch mit einigen Bekannten reden, denn trotz des unsäglichen Termins an einem Wochentag war der Gig gut besucht.

Die Band selbst kam dann leider mit über einer halben Stunde Verspätung auf die Bühne. In Anbetracht einer reinen Headlinershow ohne eine Vorband nicht ganz so schön. Die genauen Gründe für diese Verspätung sind mir leider nicht bekannt, aber vermutlich hatte es etwas mit dem Geburtstag des Drummers Matson zu tun – vermutlich wurde hier ein wenig zu viel gefeiert, doch dazu später mehr.

Begonnen wurde die Setlist mit „Viinamäen Mies“ und schon bereits bei diesem ersten Lied brachte Korpiklaani die Menge zum kochen. Mit über 200 Besuchern war der Orange Club zwar nicht ausverkauft, aber dennoch gut besucht und die Anwesenden hatten von der ersten Note an sichtbaren Spaß. Nun folgte mit „Journey Man“ einer der wenigen englischsprachigen Songs und auch mit „Pilli on pajusta tehty“ konnte die Band gut punkten. Allgemein schien man gerne Songs des neuen Albums zu spielen, denn direkt im Anschluss folgten „Lempo“ und „Sahti“, die in exakt dieser Reihenfolge auch auf dem letzten Album „Noita“ zu finden sind.
Mit „Ruumiinmultaa“, „Petoeläimen kuola“ und „Samussa hämärän aamun“ kamen zwischendurch zwar auch wieder einige ältere Titel, aber es war deutlich hörbar, das besonders die letzte Veröffentlichung im Vordergrund stand – jedoch nicht weiter schlimm, denn im Gegensatz zu vielen anderen Bands weiß Korpiklaani auch heute noch ebenso zu überzeugen wie zu früheren Tagen.

Ganz besonders energiegeladen waren dann „Vodka“ und „Rauta“, die die bereits schwitzende Partymenge noch einmal ordentlich in Bewegung brachten. Insgesamt wirkte die Setlist sehr rund und die Band konnte wohl durchgehend die kleine aber äußerst enthusiastische Menge überzeugen. Das Ende bahnte sich dann jedoch schon langsam an. Nach dem Instrumental „Pellonpekko“ und „Joudan vinaa“ war endgültig Schluss und grandiose Songs wie „Beer, Beer“ blieben trotz lautstarken Rufen des Publikums ungespielt. Schade, denn gerade diese Nummer hätte die Setlist abgerundet.

Dennoch – 20 Titel wurden gespielt, was ein wohl recht guter Schnitt sein dürfte. Insbesondere Frontmann Jonne wirkte mehr als geschafft und die Band verzog sich gleich in den Tourbus. Die Geburtstagsfeier des Drummers war wohl schon im Voraus ausführlich gefeiert worden, denn zwischendurch musste Jonne die Bühne mehrmals verlassen, vermutlich schlug ihm der Alkohol dann doch zu sehr auf den Magen...Bei einer Band, die Songs über Tequila, Bier und Vodka verfasst, ist das aber auch nicht weiter verwunderlich und tat der Show an sich auch keinen großen Abbruch.

Schade war lediglich, dass der Sound einfach nicht so richtig wollte. Dies mag zum einen an der Anlage der Location liegen, aber auch an dem desinteressierten Soundmann, der teilweise nicht einmal versuchte gegenzusteuern. Insbesondere die Geige litt darunter.

Zu negativ reden möchte ich den Abend aber nicht, denn obwohl die Band mittlerweile schon ein wenig älter geworden ist und auch der Sound hier und da zu wünschen übrig ließ, war das Event den Besuch mehr als Wert. Gerne wieder!!!

Setlist:
Viinamäen mies
Journey Man
Pilli on pajusta tehty
Lempo
Sahti
Ruumiinmultaa
Petoeläimen kuola
Sumussa hämärän aamun
Vaarinpolkka
Viima
Metsämies
Kultanainen
Minä näin vedessä neidon
Ämmänhauta
Kylästä keväinen Kehto
Vodka
Rauta
Wooden Pints
Pellonpekko
Joudaan viinaa (Hector Cover)

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