IRON REAGAN | TOXIC SHOCK | TRACER

19.06.2015 - Berlin @ Pfefferberg

Am Freitag dem 19.6.15 gab es ein besonderes Metalmeeting der drei Bands Tracer, Toxic Shock und Iron Reagan im Pfefferberg Berlin auf dem ehemaligen Gelände der Bierbrauerei. Mittlerweile gehört der Pfefferberg zu den Lokalitäten der etwas gehobeneren Klasse. Ich muss gestehen, solch edles Ambiente bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Trotzdem war es mal eine andere Location, wie die, wo man sonst so einkehrte. Ein bisschen Abwechslung ist ja auch nicht verkehrt.

Als ich dort ankam, hatten sich schon ein paar mir bekannte Leute vor dem Tor eingefunden. Man wechselte noch ein paar Worte, trank ein paar Bierchen und langsam lief man so durch den Biergarten zum Haus 13 in den Innenhof, wo das Konzert stattfinden sollte. Als ich die Halle betrat, viel mir sofort auf, dass es sich bei der Bühne eher um eine Theaterbühne handeln musste. Fand ich auch mal ganz interessant. Ich glaub, ich war schon gefühlte 1000 Jahre nicht mehr im Pfefferberg. Es hatte sich einiges verändert, so sahen das auch die Gäste, die sich langsam vor der Bühne platzierten, um die Vorband zu sehen.

Als Opener waren die Heavy -Speed-Thrasher von Tracer aus Berlin dran. Sie kamen auf die Bühne wie Raketen geschossen und brachten eine Dynamik mit, so was hat man noch nicht gesehen. Die Fans hatten sich vor der Bühne versammelt und fingen an, wie die Kaputten zu feiern. Am Mikro stand Sänger Alban, der die Meute ordentlich anheizte. Leo´s Sologitarre war auch nicht von schlechten Eltern. Er fiedelte mal eben das Publikum ins Nirvana. Tracer brachten eine Bombenstimmung rein, auch wenn es sich leider nur um ein kurzes Intermezzo handelte. Charly schredderte zum Abschluss noch mal die Gitarre an eine der Boxen. Das nenn ich mal einen sportlichen Bühnenabgang. Dann folgte eine längere Pause und diese nutzten mein Kumpel Thrasher (die kleene Partyrakete) und ich, um zum nächsten Späti zu dackeln, weil die Bierpreise im Pfefferberg im wahrsten Sinne des Wortes gepfeffert waren. Wieder einkehrend in die Halle, waren nur eine Hand voll Leute an der Bühne. Irgendwie wollten die Gäste vor der Tür noch nicht so recht von der Pause zurück kehren. Toxic Shock hatten somit einen eher schweren Start.

Aus der Pause kamen erst einmal nur vereinzelt Leute zurück. Zum Glück änderte sich das aber und auch die Band bestehend aus DK, Wotte , Wally, White und PC , konnten einem sauberen Gig entgehen sehen. Die Jungs aus Belgien kamen mit einer Mischung aus Thrash/Hardcore und Crossover daher. Die eingefleischten True-Metaller hatten anfangs ein bisschen Schwierigkeiten mit zu viel Hardcore. Das hielt aber wiederum die Hardcore-Fans keineswegs davon ab, eine flotte Sohle aufs frisch polierte Parkett zu schmettern. Ein Typ, der beim Versuch eines Stagedivings von mir erblickt wurde, sprang ohne drüber nachzudenken von der Bühne und fiel auf einen Typen neben mir drauf. Tja, ein Stagediving ohne genügend Leute vor der Bühne ist mehr als dämlich. Der nächste Knaller ließ auch nicht lange auf sich warten. Der Sänger war der helle Wahnsinn (das brennt mir total auf der Seele), dem war nämlich irgendwann so heiß, dass er beschloss sich seiner Kutte zu entledigen. Im Striplokal hätte er zwar keinen Blumentopf mehr damit gewonnen, aber immerhin sorgte er für gute Laune unter den Anwesenden. Das war aber noch nicht alles. Er krabbelte alsbald auf dem Bühnenboden herum und bespaßte damit ordentlich die Gäste. Das Mikrofon auf dem Fussboden liegend, stimmte er den nächsten Song an. Wat ein Typ! Die Band nahm das natürlich gelassen und ballerte drauf los. Mit Songs wie ,, Monday is cancelled“ hatten die Antwerpener bald auch die True-Metaller erreicht. Vor der Bühne kam es zu einer lustig, bunten Vermischung von lauter Wildlingen. Das war ein Bild für Götter!!! Nach ein paar Zugaben, begaben sich die Gäste in eine abermals längere Pause.

Mittlerweile hatte sich die Meute mit den Bierpreisen arrangiert und war zu faul zum Späti um die Ecke zu gurken. So stand man gemütlich im Innenhof und verplätscherte mit quatschen und rauchen die lange Pause bis Iron Reagan auf die Bühne stürmten. Die Jungs aus Richmond kamen mit einer geladenen Mischung Hardcore/ Punk /Metal a la Municipal Waste angeschlittert. Das ist auch nicht verwunderlich, denn der Sänger Tony Foresta und der Gitarrist Landphil Hall gehörten zum Kern von Municipal Waste, im Gegensatz zu Mark Bronzino (Gitarre), Rob Skotis (Bass) und Ryan Parrish (Drums). Sie spielten Tracks aus dem Album ,,The Tyranny of Will“ von 2014. Ein Album das meines Erachtens mehr Metal auf dem Teller hatte und kombiniert war mit einer gewissen Punk-Attitüde. Das Publikum feierte wie irre. Wie die Wahnsinnigen stürmten einige sogar auf die Bühne und gröhlten ins Mikro. Der Sänger Tony Foresta blieb entspannt und animierte die bängende Meute zum circlepit. Sein Wunsch sollte Befehl sein und sofort rannten die Fans wie von der Tarantel gestochen los und eroberten die nun mittlerweile in Mitleidenschaft gezogene Tanzfläche. Völlig mitgerissen von der Hammerstimmung, konnte ich es mir nicht nehmen lassen und sprang in den Moshpit. Tja, andere Frauen machen Wellness-Urlaub und ich dagegen, springe in den Pit. Ich war ja schon immer eine wilde Braut. Ich drehte (übrigens als einzige Frau im Pit unter der tanzenden, anwesenden Moshbrigade) so meine Runden und kam zu meiner Verwunderung vorne an der Bühne wieder an. Da blieb ich dann auch noch eine Weile und feierte mit der ausrastenden Zuschauerschaft. Mitgröhlende Gesangseinlagen gehörten selbstverständlich dazu. Da ließen sich auch die Fans nicht lumpen und eine Frau stürmte auf die Bühne und sang mit dem Sänger im Duett. Ja, so sind sie die Gäste von IronReagan, da kennen die nüscht. Das Konzert näherte sich dem Ende zu und die Band warf gutgelaunt noch ein paar Zugaben in die Runde. Völlig durchgethrasht ging ich nach Hause und konnte behaupten, dass das mal wirklich ein fetter Abend war. Mooooooosh!!!!!!!!

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