UNHOLY METAL MAYHEM FESTIVAL 3

ROOT | SULPHUR AEON | NOCTURNAL WITCH | SKELETHAL | CEMETARY FOG | LUCIFERICON | CRYPTIC BROOD | EVOKED

14.03.2015 - Oberhausen @ Helvete

Wieder trafen sich die Metalfans im Helvete um sich eine ordentliche Portion Extremmetal einzuverleiben. Und mit acht Bands bekam man auch reichlich geboten. Das versprach ein langer, um 16.30 ging es schon los, aber spannender Tag zu werden.

Als Opener gingen die Death Metaller von Evoked auf die Bühne. Und diese undankbare Aufgabe hat das Trio, eigentlich sind die Jungs nur zu zweit, bravourös gemeistert. Der Death Metal von den Jungs ist richtig schön Old School und wurde richtig rausgerotzt. Die Songs sind zwar simpel gehalten, aber kommen so schnell auf den Punkt und das hat auch die wenigen Anwesenden überzeugt. Der Sound war richtig gut und druckvoll, somit konnte man sich dem flotten Stil der Band hingeben. Das war ein Start nach Maß.

Nach einer schnellen Umbauphase gingen die Wolfsburger von Cryptic Brood auf die Bühne. Die Jungs spielen eine sehr schöne Death/Doom Mischung. Bemerkenswert ist das sich das Trio den Gesang teilt. Wobei der Drummer wohl für die Ansagen zuständig ist. Grandios war die Danksagung an zwei Bands. Er hatte seine Becken vergessen (kann ja mal vorkommen), und die beiden Bands haben da ausgeholfen. Sehr geil!!! Die Band hatte definitiv Spaß in den Backen, das hat man zu jeder Sekunde gemerkt. Und so kam dann auch der leicht kranke Stil der Band beim immer noch überschaubaren Publikum gut an.

Dann gab es eine längere Umbauphase und es dauerte bis der Sound richtig eingestellt war. Das ist auch bei dem Stil der Band nötig, denn die Holländer von Lucifericon spielen technischen, okkult angehauchten Death Metal. Und der wurde auch schön finster rübergebracht. Absolute Sahnehaube in dem Sound sind die grandiosen Gitarrensoli die sehr gut zu dieser satanischen Atmosphöre passen.

Cemetery Fog aus Finnland sind eine blutjunge Band und spielen düsteren, langsamen Death Metal. Leider war der Gig nicht so gut. Das lag aber nicht an den Songs, sondern zum einen an der kompletten Inaktivität mit dem Publikum, der zweite Gitarrist wirkte komplett gelangweilt und es kam mir so vor als fühle er sich nicht wohl auf der Bühne. Zum anderen ist seine Gitarre andauernd ausgefallen, dies haben die anderen Jungs aber gut überspielt. Dies hatte zur Folge das einige in Richtung Bar abwanderten. Hervorzuheben ist auf jeden Fall der kraftvolle kranke Gesang und die guten Songs. Nett anzuschauen war auch der Aufzug des Sängers. Passend zu dem düsteren Sound trug er ein zerrissenes, blutverschmiertes Hemd.

Dann gab es wieder einen relativ langen Soundcheck, aber der entlohnte die Banger, die jetzt wesentlich zahlreicher erschienen sind. Skelethal aus Frankreich haben ordentlich Gas gegeben und ihren pfeilschnellen Death Metal mit einer gehörigen Portion an Aggressivität in die Menge geschleudert. Und sie wurden echt abgefeiert, aber man konnte auch nicht anders, denn da war totale Spielfreude vorhanden und das hat man bis in die letzte Reihe gespürt.

Nocturnal Witch aus Thüringen fielen erstmal musikalisch aus dem bjs jetzt dargebotenem Death Metal Rahmen, denn die Jungs spielen richtig arschtretenden Black/Thrash. Und plötzlich war es rappelvoll. Aber das war schon klar, denn das Debüt ist eingeschlagen wie eine Bombe. Und die Band hat saugeil abgeliefert, das war eine Lehrstunde par excellence. Somit gingen die Fans ab wie Schmitz Katze und es flogen die Haare und die Pommesgabeln waren andauernd zu sehen.

Danach gab es erstmal einige verwunderte Gesichter, denn bei der Umbauphase sah man keinen von Sulphur Aeon die jetzt eigentlich dran waren. Aber die haben kurzerhand mit Root den Slot getauscht. Auch hier wurde wieder lange umgebaut und der Sound gecheckt. Und auch hier war es wieder rappelvoll. Beim Intro schritt dann Sänger 'Big Boss' zur Bühne und eröffnete die Messe. Denn das war kein Auftritt sondern ein Ritual indem der Gehörnte beschworen wurde. 'Big Boss' sah mit der Schminke auf dem Kopf aus wie Besessener und stand schön an seinem Notenständer und hat dort die Texte abgelesen. Wenn er keinen Text hatte machte er Grimassen oder streckte immer wieder seine Zunge raus. Die anderen haben aber auch amtlich abgeliefert, da merkte man die jahrelange Erfahrung.

Endlich war es dann soweit, Sulphur Aeon stehen auf der Bühne und nach dem Intro gibt es kein Halten mehr. Vor der Bühne war headbangen ohne Ende angesagt. Die Band steht kurz vor der Veröffentlichung ihres zweiten Albums welches sehnsüchtig erwartet wird. Schön das man an diesem Abend schonmal drei neue Tracks hören durfte. Die Band hat ihren Stil um eine epische Nuance erweitert und das klingt noch mächtiger und erhabener als auf dem Debüt. Der Sound war astrein und so konnte man zwischen den brutalen Stellen die genialen Gitarrenmelodien hören. Bemerkenswert ist auch der Drummer, der eine Wahnsinnsleistung abgelegt hat. Sulphur Aeon haben ihren eigenen Stil gefestigt und gehören mit zu den besten Bands die aus deutschen Landen kommen.

Setlist:
Incantation
Inexorable Spirits
Calls from Below
The Devil's Gorge
Gateway to the Antisphere
Where black ships sail
Swallowed by the Ocean's Tide
Onward... towards Kadath
Ruins underneath the Waves

Als alles vorbei war hat man nur noch zufriedene Gesichter gesehen. Der Tag war zwar lang aber klasse. Die Bands waren alle gut, der Sound passte wie die Faust aufs Auge und die Location ist genial. Es gab einen kleinen Stand um sich mit Merchandise, CD's, Vinyl und Tapes einzudecken. Fast alle Bands haben dann noch selbst ihre Sachen angeboten. Die Preise waren vollkommen in Ordnung, das bezieht sich auch auf den Ticketpreis. So kann man von einem vollen Erfolg sprechen und man darf gespannt sein was beim nächsten Unholy Metal Mayhem Festival für Bands aufgefahren werden.

Marcus

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