NASTY | LIONHEART | CRUEL HAND | DESOLATED | COLDBURN | HAVENSIDE

12.03.2015 - Berlin @ BiNuu

Von langen Hardcore-Abenden gab es ja in den letzten Monaten einige, und nachdem ich festgestellt hatte, dass diese aufgrund der kurzen Spielzeit der ersten Bands recht kurzweilig sind, freute ich mich auf die Taste of Anarchy Tour, bei der sechs Bands aus aller Welt auf dem Programm standen.

Als erstes versuchten Havenside ihr Glück und stellten sich dabei gar nicht mal so schlecht an. Ich muss zugeben, dass ich recht erstaunt war, dass mich gleich die erste Band mit ihrer Leistung überzeugen konnte. Die vier Jungs brachten ordentliche Leistung auf die Bühne, aber dass das Publikum an dieser Stelle noch sehr verhalten mitwippte, war zur frühen Stunde ja zu erwarten. Trotzdem schade, dass es nach zwanzig Minuten schon wieder ruhig wurde. Nach diesem überraschend guten Start war ich sehr gespannt wie sich Coldburn schlagen würden, da mich das neue Album nicht gerade vom Hocker riss. Meine Kritik bezüglich dieses Werks spiegelte sich 1 zu 1 in der live-Darbietung wider. Die Leipziger Jungs beherrschen zwar Instrumente und Stimme, geben auch auf der Bühne kein schlechtes Bild ab, aber der Funke will nicht so recht überspringen. Als Desolated auf die Bühne gingen war das Bi Nuu schon so gut wie voll, allerdings ging es trotzdem noch sehr verhalten zu, so gab es wenige Gestalten die versuchten ihre imaginären Freunde ohne jedes Taktgefühl zu erschlagen wie sie auf Hardcore-Konzerten eigentlich zahlreich vertreten sind. Auch der Applaus zwischen den Songs klang eher danach als befände man sich bei einem Vortrag zum Thema „Arthrose im Hüftgelenk“. Dennoch brachte die Truppe eine solide Leistung auf die Bühne, genauso wie Cruel Hand im Anschluss. Allerdings war hier schon eine Steigerung der Stimmung zu hören, was dann wahrscheinlich auch der Auslöser dafür war, dass es die erste Band zu sein schien, die richtig Bock auf den Gig hatte. So richtig (richtig!!) begonnen hat der musikalische Abend allerdings erst als Band Nummer 5 antrat. Lionheart lieferten ordentlich ab, brachten endlich die ersehnte Stimmung ins Publikum und hatten dabei mächtig Bumms. Zu spüren war allerdings auch, dass alle auf den Auftritt des Headliners warteten. Nachdem Nasty im Februar dieses Mega-Album „Shokka“ veröffentlichten, war das auch kein Wunder. Als die 4 endlich auf die Masse losgelassen wurden, gab es auch kein Halten mehr. Sie bretterten gleich richtig los, sind musikalisch schlicht und einfach genial, und hielten ihre Ansagen zwischen den Songs glücklicherweise gering, so dass der ganze Auftritt schön im Fluss blieb. Als sich der Abend dem Ende neigte, zauberten sie dann noch eine Zugabe nach der anderen hervor und ließen dabei kein bisschen nach.

Wenn man bedenkt, dass insgesamt sechs (!!) nationale sowie internationale Hardcore-Bands spielten, muss ich sagen, dass dafür zu wenig geboten wurde. Klar, Lionheart und Nasty konnten das zum Schluss hin komplett rausreißen, jedoch hätte es dafür keine vier Vorbands gebraucht.

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