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Live on Stage-Report: Summer Breeze 2022

Das waren die Sommerfestivals - Teil 6



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Summer Breeze 2022 – Es hätte eine letzte große Sause sein können…

Da stellt sich gleich mal die Frage, was meint der gute Marky hier denn? Er war doch dort! Ja, ja liebe Leser, der geneigte Zephyrs Odem Webzine Besucher wird es erahnen. Mein Compadre, mein Brother In Crime, nicht nur in Sachen Zephyrs Odem, sondern auch als umschwärmter Mitstreiter des Summer Breeze Männercamps, Mark Schrod ging am 03.09.2022 unerwartet von uns… (Rest In Peace Schrod).

Im Vorfeld des Summer Breeze Open Airs (SBOA) 2022 stand erst unumwunden fest, dass Schrod, wieder mit am Start ist. Er hat mittlerweile die, vorrangig schwäbische SBOA-Männertruppe lieben gelernt und das SBOA war somit ein fester jährlicher Besuchsgrund in Dinkelsbühl. Da wir alle nicht jünger werden, zeichnete sich schon Wochen vor dem SBOA ab, dass Schrod nicht mitkann, da er seinen Papa betreuen muss, weil seine Mama, die sonst den Job macht, zur SBOA-Zeit ins Krankhaus muss. Na ja, sehr Schade, aber Familie geht vor. Dann halt nächstes Jahr wieder.

Noch auf dem Party.San Open Air (PSOA) ließ Schrod verlauten, dass sich vielleicht der Krankenhaus Termin seiner Mutter noch verschieben würde und er dann mitkönnte. Doch schon am Montag nach dem PSOA meldete sich Schrod bei mir, dass nun absolut feststand, dass es nichts bei ihm wird mit dem diesjährigen Summer Breeze Open Air. Ich solle das Männercamp herzlichst Grüßen und man soll auf ihn das ein oder andere Jägi-Schorle trinken. Ja wenn wir nur gewusst hätte, was nun Gewissheit ist. Wir werden nie mehr, zumindest auf dem irdischen SBOA zusammen feiern können und am 15.08.2022 telefonierte ich das letzte Mal mit Schrod… unserem, von allen lieb gehabten Schrod….

Mittwoch, 17.08.2022 – (Mein) erster Tag

Am Mittwoch sollte für mich dann allein die Fahrt nach Dinkelsbühl losgehen. Ich wollte allein fahren. Klar war das teurer, aber unabhängig von anderen Pinkel- und Raucherpausen und skurrilen Musikwünschen. Meine anvisierte Ankunft vor der T-Stage sollte spätestens zu Exodus um 18:25 Uhr sein. Doch meine rechtzeitige Abfahrt von Berlin, meiner ausgeklügelten Fahrstrecke ohne Stau und ohne besagte Zeithemmnisse von Mitfahrern, war ich schon kurz nach 15 Uhr am VIP-Check-In. Dort wurde ich erst mal von einem bayrischen Motorradpolizisten verscheucht, weil ich mit meinen Auto falsch parkte – typische deutsch-bayrisches penibel sein. Komisch auch, da ich dort schon auf die ersten bekannten Gesichtern stieß, was dieses Jahr nicht so war.

Gut, Dö und Hearn gastierten wie immer schon von Dienstagmittag an auf dem SBOA und reservierten somit für die, von Mittwoch bis Donnerstag anreisenden, Männercamp Mitstreiter, die Campingplätze auf dem VIP-Campground. Entweder waren die anderen schon da, oder kamen erst noch später. Gut ich trottelte dann weiter allein Richtung des VIP-Zeltplatzes, der um ein vielfaches größter war, wie noch im Jahr 2019. Somit ging es am Mittwochnachmittag noch übersichtlich zu und ich fand noch kurzer Fahrt unsere Männercamp Station. Es war aber keine Sau da? Kurzer Social Media Check und ah, sie waren bereits drin, bei Raised Fist.

Durch den größeren Zeltplatz war der Weg zum VIP-Einlass noch weiter als beim letzten Mal und war nun verbunden mit dem Händler-Einlass. Es gab also nun auch für uns VIP´s Einlass-Kontrollen. Klar, ist das Klagen auf hohem Niveau und man sollte sich nicht beschweren, wenn man so große Festivals, wie das SBOA besucht. Da ist die Expansion des Geländes ein Preis dafür. „Gespart“ wurde dieses Jahr an der Drehbühne, die aufgrund des Brexits wohl zu teuer wurde, um sie aus England anliefern zu lassen. So gab es 2022 nur eine Mainstage, auf der sich die Bands mit kurzen Umbaupausen, auf der gleichen Bühne abwechselten. Daneben gab es noch die T-Stage, die dieses Jahr zum ersten Mal eine Open Air Bühne war, also nicht mehr im Zelt. Vor der T-Stage gab es noch die Wera Tool Rebel Stage, die zumindest durch zwei größere Rundungen überdacht war. Vor dem Infield, auf dem normalen Zeltplatz, in einen Art Markplatz integriert, gab es noch die Ficken Party Stage.

Vor der Mainstage, bei Raised Fist, traf ich dann Gausman, Jochen, Sveni, Fritti und nach und nach auch Dö, Hearn und Alex. Sie alle mussten mit, um Raised Fist zu sehen, laut Gausman die Band des diesjährigen SBOA´s (obwohl erst Mittwoch war und noch nicht viele Bands gespielt hatten/ma). Ihm gefielt es hervorragend. Ich empfand es auch als einen sehr agilen und professionellen Auftritt, der schon manche Köperzuckungen in mir hervorlockte. Die Skandinavier empfehlen sich definitiv für einen höheren Slot auf der Mainstage!

Während auf dem PSOA hitzetechnisch die Hölle auf Erden war, zeigte sich das Wetter auf dem SBOA eher durchwachsen und es sollte wieder kältere Abende und Nächte geben. Es war sogar Regen angekündigt. Ok, es wurde erst mal der VIP-Bereich beäugt. Der wurde kleiner gemacht. Neben den Pressezelt, einer überdachten Bar mit Sitzgelegenheiten, einem Ausschankwagen, sowie einem großen Whirlpool, zu Werbezwecken (?!/ma), gab es nicht viel. Vor allem kein gescheites Essen. Es gab nur einen Essensstand mit experimentellen, vegetarischen Wraps und weiteren exotischen Imbissen. Das ist ja noch schlechter als 2019!! Ne liebes SBOA-Team, dann spart euch den Stand, das braucht kein Metaller! Was VIP-Metaller offensichtlich auch nicht (mehr) benötigen, ist ein DJ für die abendlichen Aftershow Partys, bzw. die Stripp-Girls, die einem den Ficken Schnaps, auf der Bar stehend, in die durstigen Mäuler träufelten. Offensichtlich eine weitere Einsparmaßnahme und sicher auch nicht von jedem Metal-Nerd geliebt. Für uns hatte der VIP-Bereich somit jedoch den Reiz des besonderen verloren, um mal etwas länger und vor allem geselliger zu Verweilen. Und trotzdem saßen wir öfters dort. Man konnte da wenigsten Mal sitzen.

Auf dem Weg zu Exodus, liefen wir an der Wera Tool Rebel Stage vorbei und sahen dort Urne spielen. Eine Sludge Metal/Metalcore Truppe aus London die mächtig Alarm machten, mich aber nicht sonderlich mitrissen.

Da begeisterten mich Exodus doch um einiges mehr. Der Einstieg mit „The Beatings Will Continue (Until Morale Improves)“ und dem Gassenhauer „A Lesson In Violence“ war die Meute auf Betriebstemperatur. Die frühabendliche Uhrzeit passte und so wurde vor der T-Stage ordentlich gemoscht. Lee Altus wurde heute, sowie bei weiteren europäischen Show, ersetzt von Brandon Ellis von Black Dahlia Murder, wegen familiären Problemen, die er noch zu lösen hatte.

Bei mir sprang heute allerdings nicht so enthusiastisch der Funke über, wie bei der Exodus Show auf dem RockHarz Open Air (RHOA). Damals war ich wohl nicht mehr so frisch und vor allem ausgehungert nach Thrash Metal, nach so Gurkenmusik wie Powerwolf, oder Eisbrecher…! Aber heute war es mir zu laut und Zetro´s Gesang übersteuerte ständig (Na, na, bei wem hat er sich das wohl abgeschaut…?! /ma). Es gab die gewohnte Mischung aus neuem Material und alten Hits, wobei Gary zum Beginn von „The Toxic Waltz“ kurz mal „Raining Blood“ anspielte. Na, Gary, wieder Hunger auf Slayer?

Heute spielten Testament noch enger nach Exodus, wie noch auf dem RHOA. Wie immer war ich sehr gespannt, wie heute der Sound ausfallen würde. Tatsächlich war der Sound heute homogener und verstehbarer, was leider mal wieder nicht auf Chuck Billy zutraf, sein Gesang übersteuerte auch heute wieder ständig, was wiederrum den Nervfaktor bei mir erhöhte. Dazu kam, dass die Ansagen und das Stageacting wie eine Kopie vom RHOA wirkte. Da half der bessere Sound auch nicht. Mich zog es weiter zum Fresh Metal.

Auf der Ficken Party Stage sollten zu 21 Uhr The Prophecy 23, die schwäbischen Franken aus Heilbronn spielen, die mit ihrem frischen Thrash Metal, wahrlich für frischen Wind sorgten. Es wurden von ein paar Bandbegleitungen „Fresh Metal“ Wunderbäume in die Menge geworfen, die zum Glück noch verpackt waren. Man merkte, dass die Band von nicht weit herkam und sich daher eine ordentliche Menge vor der Ficken Party Stage versammelten, die so richtig Staub aufwirbelten. Immerhin gibt es die Band schon seit 20 Jahren, also nicht mehr so ganz fresh, aber immer noch äußerst agil auf der Bühne. Noch war es trocken und natürlich wurde feste gemoscht und gepogt zu Hits der Marke „Home Is Where You Shred“, „Party Like It´s 84“ und vor allem der lautstark geforderte Rausschmeißer „I Wish I Could Skate“. Was für ein hammergeiler Gig und welche Spielfreude die Band hatte, die das Publikum regelrecht zum Durchdrehen brachte. Die neongrüne Trademarks, samt der zeitweise eingesetzten Growls von Zweitsänger Luca Micelli brannten sich in mein Hirn. Gleich mal Merch ordern. Beste Band des Tages!

Lustigerweise hatten sich Alex, Jochen, Hearn und Björn auch von weiter hinten die Show angeschaut und tranken dazu genüsslich eiskaltes Dosenbier. Wie cool ist das denn? Dies gab es in der Shopping Meile bei der Ficken Party Stage billiger zu erwerben als das offizielle Bier von den Ausschankwägen. Da macht das Festival gleich mal noch mehr Spaß und ich freute mich schon auf The Other gleich im Anschluss auf derselben Bühne. Allerdings zog es die anderen mehr zu Paradise Lost hin, die zeitnah auf der T-Stage spielen sollten.

So bekam ich nur zwei Songs von The Other mit und natürlich hatte es die Band sehr schwer, die Leute in Schwung zu bringen mit ihrem Horrorpunk a la Misfits, nach der rauschenden Party von The Prophecy 23. Ich fand es nicht schlecht, ließ mich aber mitreisen zu Paradise Lost.

Es war bereits dunkel und somit auch schon etwas kälter. Paradise Lost haben genug Live-Erfahrung und eine Tonne Hits an Bord, so das wirklich nichts schief gehen konnte. Chris Holmes growlte wieder und so waren alte Goth Metal Hits wie „Eternal“ oder „As I Die“ sehr willkommen und fügte sich hervorragend zum moderneren Material von der aktuellen Scheibe „Obsidian“. Definitiv eine epische Show mit großem Unterhaltungswert. Ich zog mir nicht alles rein und schlappte zurück zum Camp. Man wird offensichtlich älter…?!


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