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Live on Stage Report: Silver Linings Tour 2025
OBSCURA | SKELETAL REMAINS | GOROD [24.02.2025 – Berlin @ Lido Club]
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Nach dem starken Aufritt der französischen Gorod, beim letztjährigen Brutal Assault Fest, der auch rein vom Livesound ein Hochgenuss war, freute ich mich wahnsinnig auf dieses Death Metal Package, vor allen Dingen aber wegen Gorod. Zusammen mit Obscura und Skeletal Remains sollte die „Silver Linings Tour 2025“ doch einiges Geschmackvolles liefern.
Pünktlich gegen 20.00 starteten somit auch gleich Gorod, erstmal wunderte ich mich über die doch gut überschaubare Anzahl an Publikum vor der Bühne. Irgendwie ein typischen Montag-Konzert. Hat natürlich den Vorteil, man findet seine Meute doch recht schnell. Und somit lag die volle Konzentration auf den Fünfer aus Bordeaux. Die auch an diesem Abend einfach lieferten. Frontmann Julien Deyres zeigte wieder eine amtlich überzeugende Darbietung, und auch der Rest der Mannschaft funktionierte, wie eine gut geölte Maschine. Dabei lag der Fokus des Abends bei dem letzten sehr starken Album „The Orb“. Songs wie „Breeding Silence“ oder „We are the Sun Gods” funktionieren live ebenfalls vorzüglich. Schade nur, dass die Show nach 6 Songs und einer halben Stunde bereits wieder vorbei war. Wie man hörte soll ein neues Album bereits in der Mache sein, da will man doch gleich auf eine Headliner-Tour von Gorod hoffen. Sie sind einfach zu gut, als nur als Opener abgespeist zu werden.
- 1. Bekhten’s Curse
- 2. Breeding Silence
- 3. The Axe of God
- 4. We Are the Sun Gods
- 5. The Orb
- 6. Disavow Your God
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Nach einer kurzen Pause ging es ratzfatz weiter, die kalifornischen Skeletal Remains zelebrierten gleich ein fettes US-Death Metal Gewitter, vom ersten todesschwingenden Riff an. Der brachiale und finstere Todesblei erinnerte dabei nicht selten von der Intensität an Morbid Angel zur Tucker Ära und machte ordentlich Ballett. Auf groß Gesabbel zwischen den Songs wurde verzichtet, so kamen fast hauptsächlich Songs des 2024er „Fragment of the Ageless“ in die Abschussvorrichtung. Der Sound wirkte etwas sehr Bass-lastig und wurde in reichlich rotes Licht, mit Nebel vermischt. So bot sich doch eine passende Düsternis, auch optisch. Und gefiel den Anwesenden doch deutlich, obwohl das Lido nur halb gefüllt schien.
- 1. Void of Despair
- 2. Relentless Appetite
- 3. Beyond Cremation
- 4. To Conquer the Devout
- 5. … Evocation (The Rebirth)
- 6. Unmercilful
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Nach dem starken neuen Obscura Album, freute man sich, dass neue Material auch mal live abzuchecken. Denn „A Sonication“ ist doch ein richtiger Leckerbissen geworden. Dabei konzentrierte sich die neue Band um Stefan Kummerer an diesem Abend auf die letzten beiden Alben und wusste genau wie sie den Funken in’s Lido überspringen lassen konnte. So war vor der Bühne gleich so richtig Aktion. Neue Songs wie das tonnenschwere „Evenfall“ oder „In Solitude“ funktionierten live auch exzellent. Aufgepeppt wurde der Abend auch mit Material des Vorgängeralbums „A Valediction“ und einem schönen Rundflug durch etwas ältere Songs, bis in das Jahr 2009, mit „Cosmogenesis“.
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Obscura zeigten durchweg eine hohe Livequalität und wirkten völlig sympathisch in ihrer Interaktion mit den Anwesenden Death Metalheads. Der Live-Sound war leider nicht on top, und ich kann nicht völlig die Lobeshymnen anstimmen, es klang doch etwas zu scheppernd und zu laut, dass die Feinheiten gerade bei der Progressive Death Marschroute etwas untergingen. Es war ein Abend der durchaus auch mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Sei es drum, beim Blick zum Merchstand zeigten sich die Preise als halbwegs human, zumindest sprengte man nicht die Schallmauer und Mondpreise waren nicht zu untdecken, beim den doch üppigen Angebot. Nach der Show sind wir dann noch auf einen Absacker im den nächst gelegenen Späti geschlittert und ließen die Show Revue passieren. Und ein doch Zufrieden-stellender Abend ging zu Ende.
- 01. Forsaken
- 02. Silver Linings
- 03. Evenfall
- 04. Emergent Evolution
- 05. In Solitude
- 06. Devoured Usurper
- 07. Akróasis
- 08. The Sun Eater
- 09. The Anticosmic Overload
- 10. A Valediction
- 11. When Stars Collide
- 12. Septuagint