WTF??? Was war das für ein Monat? Auch wenn der Februar lediglich 28 Tage sein Eigen nennt, wurde die verehrte Bangerschaft geradezu mit überragenden Veröffentlichungen überflutet! Alteingesessene Bands wie Candlemass, Dream Theater oder Overkill mussten sich mit dem aufstrebenden Nachwuchs der Sorte Ghost Ship Octavius, Rezet oder Eremit herumschlagen, wobei sich die Newcomer mehr als achtbar Affäre zogen. Überhaupt war es schwierig 15 Alben herauszufiltern, denn schlussendlich lag die Anzahl der Scheiben, die für unseren Monthly Warfare infrage gekommen wären, bei 24 Stück. Da wir allerdings bemüht sind, einen repräsentativen Querschnitt der Szene zu präsentieren, haben wir diese CDs für Euch ausgesucht in der Hoffnung, Euch gefällt unsere Auswahl.

Wenn ich (Olaf) bereits jetzt in unseren prall gefüllten März Ordner schaue wird mir bewusst, dass wir im Folgemonat wahrscheinlich erneut vor diesem Luxusproblem stehen werden...doch das werden wir in etwas mehr als vier Wochen ja sehen. Viel Spaß!

TOP 15 - FEBRUAR 2019


SOEN – Lotus (2019) - 10 Punkte

Lotus“ ist ein Meilenstein in Sachen progressiver Musik, eine Scheibe, der man sich bedingungslos hingeben, in andere Sphären entschwinden und einfach nur mit geschlossenen Augen träumen kann. Musik ist eine Sprache und Soen haben eine Menge zu erzählen. Meisterwerk!

DREAM THEATER – Distance over time (2019) - 10 Punkte

Distance over time“ ist für mich persönlich endlich der lang ersehnte „Images and words“-Nachfolger und ein so unfassbar gutes und geniales Album, dass alles andere als die Höchstnote ein Frevel sondergleichen wäre. Die Songs sind brillant arrangiert, sind trotz ihrer Progressivität eingängig, man kann die Fäuste nach oben recken, bangen, Nuancen heraushören und einfach nur genießen. Nein, dieses Album ist bereits jetzt einer der heißesten Anwärter auf das Album des Jahres 2019!

NORNIR – Verdandi (2019) - 10 Punkte

Bereits jetzt schon einer der heißesten Anwärter auf die Top Ten Liste 2019 und definitiv meine nächste Anschaffung. All Killer, No Filler!! Wie gut das sich die Musiker von NORNIR nicht lumpen lassen und mit Ihrem Album im Gepäck, demnächst einige Bühnen in Deutschland unsicher machen werden. Ohne mich dafür groß aus dem Fenster lehnen zu müssen behaupte ich mal, dass wir von NORNIR in naher Zukunft noch Großes erwarten dürfen.

OVERKILL – The wings of war (2019) - 9,9 Punkte

Overkillbasteln weiter an ihrem eigenen Denkmal und haben mit „The wings of war“ einen weiteren Mosaikstein zu ihrer fantastischen Karriere hinzugefügt. Mir persönlich tun allerdings alle Nachwuchs- und etablierten Thrash Bands leid, die mit diesem Album einmal mehr ihre Schranken aufgezeigt bekommen und sich weinend in die Ecke verkriechen müssen. Was für ein Nackenschlag!

BLODHEMN – Mot Ein Evig Ruin (2019) - 9,7 Punkte

Knapp 45 Minuten Spielzeit auf 8 Titel verteilt, mit derartig viel Abwechslung und gleichzeitig so viel Wiedererkennungswert, das ist beachtlich. Mich haben BLODHEMN mit „Mot Ein Evig Ruin“ definitiv als Fan gewonnen, so viel steht fest.

REZET – Deal With It ! (2019) - 9,6 Punkte

Ich gehe mal davon aus, wenn statt Schellfisch-Holzbein Kalifornien in der Heimatangabe stehen würde, wäre das ganz anders. Denn was REZET hier abgeliefert haben, hat mehr Killersongs parat, als die sogenannten Platzhirsche MEGADETH und TESTAMENT in den letzten fünf Jahren zusammen zustandegebracht haben.

CANDLEMASS – The door to doom (2019) - 9,5 Punkte

(...) beschließt ein Album, welches ich so von Candlemass nie und nimmer mehr erwartet hätte. Im Gegenteil, denn bereits nach ihrer letzten Scheibe, die nun auch schon sieben Jahre auf dem Buckel hat, wähnte ich die schwedischen Doomster auf dem absteigenden Ast. Doch konträr dazu muss ich sagen, dass die nordische Eiche immer noch wächst, vortrefflich gedeiht und solch großartige Ableger produziert, wie „The door to doom“ einer ist. (...)

DOWNFALL OF GAIA – Ethic of a radical finitude (2019) - 9,5 Punkte

Wenn man sich die Jungs so anschaut könnte man denken, die können kein Wässerchen trüben. Falsch gedacht! Downfall of gaia ist vertonte Verstörung, ausufernde Genialität, fast schon symphonische Brutalität. Ein vertontes Bild, welches durchaus einem Hieronymus Bosch zur Ehre gereicht hätte. Dunkel, düster, mal rasend, mal apokalyptisch leise, zum nachdenken anregend.

EUCLIDEAN - Quod Erat Faciendum (2019) - 9,5 Punkte

Selten schafft es ein Album bei mir auf Anhieb so zu zünden, wie „Quod Erat Faciendum“, aber vielleicht bin ich auch gerade sehr empfänglich für derartige, wirklich gute Musik, die es schafft das tiefe Innere nach außen zu kehren. Fröhliche Lagerfeuermusik ist das nicht, aber eben auch gerade deshalb eines meiner ersten Highlights 2019.

DYNAMATION – Paranormal Isolation (2019) - 9,4 Punkte

Jedenfalls ein ansprechendes, sehr gutes Todesblei-Album, welches sowohl musikalisch, als auch vom Textkonzept überzeugen kann. Mann, ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert , wenn man sich das Teil im Dunkeln reinzieht!

GHOST SHIP OCTAVIUS – Delirium (2019) - 9,0 Punkte

Ich habe leider keinerlei Vergleichsmöglichkeit zum selbstbetitelten Debüt aus dem Jahre 2015, was ich allerdings schleunigst nachholen werde, da mich „Delirium“ von vorne bis hinten vollends gepackt und begeistert hat. Musik zum niederknien, mal hart, mal verspielt, doch immer präzise auf den Punkt schafft sich dieses famose Trio eine perfekte Ausgangslage für höhere Weihen. Ghost ship Octavius sind bereits jetzt eine der interessantesten Entdeckungen, die ich in letzter Zeit machen durfte.

SAOR – Forgotten Paths (2019) - 9,0 Punkte

Angesichts der Länge der Songs und deren Arrangements wird man als Hörer zwangsläufig an MOONSORROW erinnert, wobei SAOR aber die typisch-stampfenden Pagan-Schunkel-Rhythmen und Mitgröhl-Wikingerchöre eher vermissen lässt. Stattdessen zeichnen sich die Songs durch durchweg melancholische Melodien aus, die zuweilen mit ein wenig Post-Black Metal-Flair daherkommen.

KING APATHY – Wounds (2019) - 9,0 Punkte

KING APATHY machen richtig Boden gut und bleiben hoffentlich am Ball. Wer auf Sachen wie DOWNFALL OF GAIAHARAKIRI FOR THE SKY, RED APOLLO oder ANCST steht sollte unbedingt reinhören. Bei mir gehören sie definitiv in den Schrank und auf den Teller!

DEMON HEAD – Hellfire Ocean Void (2019) - 9,0 Punkt

Das Album wird nicht vielen glatt in die Ohren rieseln. Die Knüppel-und-Dresch-Riege wird sogar angewidert das Weite suchen. Wer aber auf die Anfänge des Heavy Metal abfährt, und auch gern mal typischem 70er Rock sein geneigtes Ohr leiht, findet hier ein schönes Kleinod.

EREMIT –Carrier Of Weight (2019) - 9,0 Punkte

Platten, wie diese, sind heutzutage leider selten geworden. Platten, bei denen es sich lohnt, von Anfang bis Ende dabei zu sein, zuzuhören und einzutauchen. Platten, die dich wieder einnorden und zahllose mögliche Assoziationen erzeugen. Kein Gefühl von Oberflächlichkeit. Absolut großes, finsteres Doom-Kino. Und genau das ist in meinen Augen der große Pluspunkt bei EREMIT, neben der absolut unbestrittenen musikalischen Qualität von „Carrier Of Weight“.


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