KEEP IT TRUE XIX

Spandex, oldschool und gefönte Locken: Unser Bericht

29. - 30.04.2016 @ Lauda-Königshofen

,,Keep it True“! Allein bei diesem Festival-Konzept sitzt man 12 Monate lang und fiebert und fiebert und fiebert ….bis zu dem Tag, an dem das beste Ereignis im Jahr endlich wieder stattfindet und man Bands der Superlative erleben kann. So stehen überwiegend Bands der alten Garde auf der Bühne, die auf lange Musikgeschichten zurückblicken können und nur wenigen ausgewählten Newcomern gelingt es, einen Gig zu ergattern. Das Keep it True, kurz KIT, ging am 27.&28.4.2016 in die sage und schreibe 19. Runde und Fans und Bands aus aller Herren Länder strömten herbei, um an diesem fetten Event teil zu nehmen. So wie auch meine Wenigkeit, Marlen (Hexenkralle) Hofmann (MH) und auch ZO Redakteur Marky (MG), der leider aus beruflichen Gründen erst am Freitag gegen 19:00 Uhr erscheinen konnte. Wir waren für euch vor Ort und mit Stolz präsentiert ZO zum ersten Mal mit einem Bericht von diesem außergewöhnlichen Festival.

Bereits am Donnerstagabend schlug ich mit dem Fotojournalisten Sebastian Wilke nach einer abenteuerlichen Autofahrt vorab beim Warm Up in der kleinen Dittigheim-Halle gegen 21:00 Uhr auf und begrüßte schon einmal ein paar mir bekannte Nasen. Da wurden schon mal ein zwei Bierchen gezischt und das noch nicht gänzlich vollständige Billing fürs nächste Jahr auf der großen Leinwand begutachtet, denn man wollte auch für das Hammer-Event 2017 schon ein wenig vorbereitet sein. So gänzlich lange blieben wir nicht, denn wir wollten schließlich fit sein für den ersten Festivaltag, obwohl die Verlockung ziemlich groß war länger zu bleiben, denn unter den Gästen tummelten sich einige bekannte Musiker.
Freitag, 27.04.2016   Samstag, 28.04.2016
Anpfiff! Morgens 8:00 Uhr raus ausm Bett, rein in die Dusche, dann in die jute Spandex gesprungen und noch schnell die letzte Locke gefönt, denn schließlich geht man ja nicht auf eine Gartenparty bei Tante Renate, sondern auf DAS Old School Festival des Jahres. Schnell ins Auto gesprungen, kaum angekommen auf dem Keep it True Gelände, oben beim Sportplatz noch schnell einen Kaffee inhaliert, denn bereits um 11:00 Uhr öffnete das KIT seine Türe und Tore, denn der Ticketverkauf fürs nächste Jahr begann. Eine meterlange Schlange wartete bereits vor der Halle, eine Schlange von zappelnden Fans so weit das Auge reichte. Unter den Wartenden traf man abermals auf gute Freunde und bekannte Gesichter und man plauderte darüber, welche Bands man unbedingt sehen möchte. Neu von den örtlichen Gegebenheiten war nur, dass diesmal die Merchstände vom Kit-Team nach draußen verlagert wurden, sodass man sich quasi beim Hineingehen in die Halle durch das Zelt der Verkaufsstände drängeln musste. Ich muss gestehen, so ganz doll fand ich die Idee nicht, denn alsbald entwickelten sich Staus und diese empfand ich als recht nervig. Besonders dann, wenn man es verdammt eilig hatte und hinter dir die Leute anfangen zu drängeln. Sei es drum, der Ticketvorverkauf für 2017 begann und die Fans belagerten die Halle, um die Tickets abzugreifen.

Dann bummelte man noch etwas an den Verkaufsständen herum, denn schließlich sind die Verkäufer für ihr Angebot weltweit bekannt. Es gibt Leute die sparen ein ganzes Jahr, um bei den Händlern zu kaufen, denn du bekommst dort Alben die du nirgendwo anders so gut erstehen kannst, wie bei diesen Anbietern. Es gibt quasi fast alles, was dein Fan-Herz begehrt und da greift man natürlich zu…klarer Fall, oder? Nach einem kleinen Shopping-Bummel ging es langsam Richtung Bühne, denn ab 13:00 Uhr ging es dann auch endlich los!

Punkt 13:00 Uhr standen die Jungs von Terminus aus Irland auf der Bühne und eröffneten das Keep itTrue. Mit feurigen Riffs und einem fetten Drumgeklöppel wurde durchgestartet. Sänger James Beattie brachte eine gute Stimmung mit und Songs wie ,,Psychohistorians“ und ,,Encyclopedists“ rollten sauber von der Bühne. Die Halle ist mittlerweile schon gut gefüllt und Terminus gaben richtig Gas, wie man es von einem Opener auch bitteschön erwartet.

Nach einer kurzen Umbaupause, ab 14:00 Uhr stand eine Band auf der Bühne, die auf den vortrefflichen Namen Mythra hört und seit sage und schreibe 1976 existiert. Hier haben wir es mit echten Veteranen des NWOBHM zu tun. Die Stimmung der Jungs konnte man schon als einladend betrachten, soviel Spaß hält ja keiner aus. Mit Songs wie ,,Overlord“ aus der Death and Destiny EP von 1979 wurde das Publikum auf eine ordentliche Portion Rock ´n ´Roll eingeladen und das wurde mit Mitgröhleinlagen und Beifall gezollt. Richtig in die Vollen gingen sie mit ,,The Age of Machine“ und die Gitarristen ließen noch einmal kräftig die Gitarren blitzen. Ein sehr schöner Gig, dass muss man wirklich mal festhalten hier.

Zwischen den Auftritten drängelten die Fans zu den Signing Sessions und obwohl ich jetzt kein großartiger Autogrammjäger bin, muss ich gestehen, dass ich bei einer Band wie SDI einfach mal rüber gehen musste, um mal die Hand zu schütteln. Ich traf auf einen gut gelaunten Reinhard Kruse und machte kurz ein Foto. Ich war stolz, wie Bolle. So ein toller und vor allen Dingen freundlicher Mann. Gerne hätte ich mit ihm ein Interview gemacht, aber bei dem Andrang an Fans, war das schier unmöglich.

15:00 Uhr: Reinhard Kruse, Ralf Maunert und Rainer Rage betraten die Bühne und dem Publikum war schon klar, was ihm gleich blühte. ,,SDI-Mega-Mosh!!!“ Gröhlte das Publikum und unsere Jungs aus NRW pfefferten uns die geballte Ladung Thrash Metal um die Ohren. Der Moshpit glühte und nicht nur die jüngere Generation an Gästen beteiligte sich an einer gekonnten Runde durch die Halle. Songs wie ,,Sign of the wicked“ und ,,Alcohol“ schepperten durch die Halle, bis Rainer Rage plötzlich die Gitarrenseite riss, aber der Schaden wurde schnell behoben. Eine Band wie SDI bringt sowas nicht gleich aus der Fassung. 45 Minuten lang knallte es deftigst durch die Halle und das Publikum gröhlte die Songs aus dem FF und kein Fuß stand still auf dem Boden. Der letzte Song und wie sollte es auch anders sein, war natürlich ,,Megamosh“ und die Fans tobten und rannten wie die Irren im Moshpit herum. Das war ein Bild für Götter. SDI sind und bleiben einfach der Wahnsinn.

Bevor es weiter ging mit dem Programm, wurden Tokyo Blade zur Signing Session gebeten. Auch hier war es unmöglich mal ein Interview heraus zu kitzeln, der Andrang an Fans, war einfach zu mächtig. Immerhin konnte ich mal einen Handschlag wagen.

Mit Thrust ab 16:00 Uhr traf man auf mit Stirnband bewaffnete Mucker, die mit wenig Show, aber gutem Sound, Songs wie ,,Scream GirlScream“ und ,,Hypocrite“ von der Bühne trällerten. So gänzlich meins, war es jetzt nicht, aber das Publikum schien zufrieden. Ab 16:15 Uhr sollte theoretisch die Signing Session von unseren schönen Damen von Rock Goddess stattfinden, wurde aber dann auf 20:00 Uhr verschoben. Den Grund konnte ich leider nicht herausfinden, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Dafür ging es weiter mit einer NWOBHM Legende, die vom Publikum schon heiß erwartet wurde – Tokyo Blade.

Wie bereits vom KIT-Team vorab angekündigt sprang Original Sänger Alan Marsh für Sänger Vic Wright ein, der aufgrund von anderweitigen Verpflichtungen nicht kommen konnte. Mit dem Album ,,Night of the Blade“ von 1984 standen die Jungs auf der Bühne und man konnte es eigentlich gar nicht fassen, das auch noch Alan am Mikro stand. 45 Minuten lang wurden Songs wie ,,Mean Streak“, Lightning Strikes“ und ,,Dead of the Night“ gespielt und mit fetten Gitarrensoli wurde dem Publikum ordentlich eingeheizt. Es war eine Hammer Show. Die Herren verstehen ihr Handwerk wie keine Zweiten und man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass sie über die Jahre müde geworden wären. Das Publikum war hellauf begeistert und so wie die Resonanz war, hätten unsere Jungs aus Salisbury noch die ganze Nacht durch spielen können.

Nach einer kurzen Verschnaufpause war es dann soweit. Die Königinnen des Rock´n´Roll beehrten die Bühne der Tauberfrankenhalle – Rock Goddess. Mit großer Vorfreude kamen Jody, Tracey und Julie auf die Bühne und überraschten die Fans, die bereits sehnsüchtig auf den Gig der drei Rock-Ikonen aus UK warteten. Mit wenig Showeinlagen, aber heißen Hits wie ,,Heartache“ und ,,Make my Night“ boten uns die Ladies eine Wahnsinns Show. Einfache Rock-Riffs, aber super Sound und in Jeans und T-Shirt, rockten die Damen die Halle in Schutt und Asche. Das Publikum war voll aus dem Häuschen und sang die Texte lauthals mit. Es schien, als hätte der Zahn der Zeit den Damen kein bißchen etwas anhaben können und die Songs klangen immer noch so, wie man Rock Goddess kennt und liebt. Mit dem letzten Song, auf den das fantreue Publikum wartete, brachen sie uns dann vollständig das Herz, als es hieß: ,,Heavy Metal Rock´n´Roll“!!!

An dieser Stelle möchte ich mich gleich einmal bei ihnen für diesen unvergesslichen Tag bedanken: Thank you Jody, Tracey and Julie for the great show at Keep it True. It was amazing. And thanks to Tracey for the picture. I use it for this report. Cheers&Hugs your Zephyr´s Odem Team.

Eigentlich war noch ein Interview mein Plan vor Ort, aber dieses kam leider nicht zustande. Kurzum, bat ich die Mädels um ein E-Mailinterview, welches exklusiv bei ZO noch nachgereicht wird. An dieser Stelle gebe ich ab an Marky, der ab The Rods für euch weiter berichten wird. [mh]
Ab 19:40Uhr -  The Rods: Dio´s Cousin, David „Rock“ Feinstein, bat bei meiner Ankunft schon um Aufwartung für sich und seine zwei Mitstreiter von The Rods und Sie hatten das nostalgiefeste Publikum gleich voll im Griff. Sie legten mit „Hurricane“ gut los und verbraten für mich danach leider gleich schon ihre Hits „Let them eat metal“ und „Born to rock“ in einem Medley (Dat is doch kein Heavy Metal!! Marky). Dafür war die Stimmung unterm Volk jedoch gleich mal auf dem Höhepunkt. Wie sich das für eine gestandene Heavy Metal Band aus den 80er  gehört, gab es auch ein Drumsolo von Carl Canedy zu hören, das nicht von schlechten Eltern war. In der Gesamtspielzeit von einer Stunde gab es noch weitere Rocksmasher der Marke „Hold on for your life“ und „Cold sweat and blood“. Den Abschluss bildete die Zugabe „I just wanna rock“, einer sehr gelungenen und unterhaltsamen Show, der man nicht anmerkte, dass die Jungs schon 36 Jahre Rockgeschichte auf dem Buckel haben.

Ab 21:00 Uhr – Secret Band: Was wurde im Vorfeld schon wild herum spekuliert: Saviour Machine, Hallow´s Eve, oder doch Cirith Ungol, weil sie schon zur Signing Session angekündigt wurden?! Die würden jedenfalls passen, so wie auch mein Wunsch: Nasty Savage. Aber wir sollten eines Besseren belehrt werden, als schon zum ersten Song „Sign of the hammer“ die Meute steil ging. Ross The Boss sorgte mit seinen drei Mitstreitern, in den kommenden 75 Minuten, für eine erlesene Manowar-Gedächtnisstunde. Ein Highlight, neben den ganzen Hits, war auch der neue, noch unbekannte, Sänger Mike Cotoia, der die Eric Adams Gesangsarien astrein intonierte. Es war unglaublich, wie die ganze Halle alle Songs lauthals mitsang und somit das ein oder andere Mal bei mir für Gänsehaut sorgte. Dies im Besonderen bei den Gassenhauern „Hail and kill“ und „Battle Hymn“, welche das Ende einer fulminanten Show bildeten, bei der es jede Band im Anschluss schwer haben würde, die Leute erneut so aus der Reserve zu locken. Die Meute war am Kochen und Ich war baff! Ich schwor mir, zuhause umgehend mal wieder die alten Manowar Scheiben aufzulegen, welche zulange in der Versenkung verschwanden, wegen dem albernen und peinlichen Getue von Joey DeMaio. Schande über mein Haupt, Ross The Boss war hammergeil und die alten Manowar Songs killen ohne Ende!

Ab 22:35 Uhr – Razor: Man, man, man, was war ich gespannt und heiß zugleich auf Razor! Vor allem die „Violent restitution“ Platte hatte ich mal wieder ausgegraben und die letzten Wochen rauf und runter gehört. Es sollte heute ja ein Oldschool-Set geben und das auf einem Headliner Posten. Ich war gespannt, auch weil Ross The Boss soeben die Halle zum Beben brachte, wie Razor nun mit ihrem Thrash Metal ankommen würden?!

Was dann die kommenden 1 ½ Stunden kam, war wirklich Oldschool-Thrash der deftigen Sorte. Es wurden ausschließlich Songs der ersten zwei Platten gespielt, „Executioner´s song“ und „Evil invaders“, die im Prinzip auch Songs der ersten EP „Armed and dangerous“ beinhalteten. Eigentlich genau das richtige, um die Ohren wieder durchzupusten, nach den melodiösen Klängen von Ross The Boss. Dies sahen jedoch viele der Anwesenden anders, die wohl auch aufgrund des recht breiigen Sounds schon früher die Halle verließen. Erstaunlich fand ich auch, dass sich der „neue“ Sänger Bob Reid mit den, von Stace „Sheepdog“ McLaren eingesungen, alten Gassenhauern abmühen musste. Leider hauten Razor auch mich nicht sonderlich von Hocker, so dass ich insgesamt doch recht enttäuscht war von deren Auftritt. Schade! [mr]
Freitag, 27.04.2016Samstag, 28.04.2016

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