VON WILDEN BASTARDEN UND HELLER ZUKUNFT



Bitte stellt Euch kurz vor. Wer seid Ihr, woher kommt Ihr und was für Musik kann man erwarten, wenn man Eure Platte kauft?

Stefan: Wir sind Norkh aus Berlin Lichtenberg (früher Marzahn). Wenn man unsere Mucke hört fällt einem auf, dass es sich hierbei um einen wilden Bastard aus Black-, Death-, Thrash-, Doom Metal und Punk handelt.

Maacki: Es ist für jeden etwas dabei, könnte man sagen.

Stefan: Es wird rotzig aber auch atmosphärisch.

Maacki: Wir sind ein Powertrio. Mit dem Fokus auf POWER! (grinst) Stefan spielt Gitarre und übernimmt den größten Teil des Gesangs. Eigentlich kann man ihn den „Fronter“ der Band nennen. Janne kümmert sich um die tiefe, voluminöse Penetration, übernimmt hier und da backing screams und ich darf mich hinter den Kesseln austoben und mithilfe meines Headsets einen auf Absus Proscriptor machen.

Janne: Ugh! Dem ist Nichts hinzuzufügen.


Wie seid Ihr auf Euren Bandnamen gekommen?

Maacki: Hört euch “Leave no Cross unturned” von Darkthrone an. Vielleicht fällt euch am Ende des ersten Drittels etwas auf. An der Stelle sei der Grindcrusher gegrüßt.

Wer sind Eure Vorbilder?

Stefan: Darkthrone und Celtic Frost!

Maacki: Bei uns ist es wie bei vielen anderen. Wir ziehen uns sehr viel unterschiedliches Zeug rein, jeder von uns. Das spiegelt sich auch in unserer Musik wieder. Das trifft vielleicht nicht den Nerv eines Jeden, aber es geht nicht anders. So kommt es aus uns heraus.



Deswegen findest du Doom Teile, weil wir alle Candlemass, Sabbath, Celtic Frost, Saint Vitus, Solitude Aeturnus und Fvneral Fvkk Fans sind. Insbesondere Janne ist Fan der schwermütigen Gangart. Es gibt neuerdings des Öfteren thrashige oder heavy Teile. Priest, Maiden, die ersten Blind Guardian und Bands wie RAM geben Zündstoff für die klassische Power. Den größten Teil unsere Mucke macht wohl der Bläck und Deff- Bereich aus. Dort treffen sich unsere Geschmäcker bspw. bei schon genannten Darkthrone (vor allem die MetalPunk Ära), Satyricon, Soulburn, Chapel of Disease, Marduk, Paradise Lost, Desaster, Primordial, Bolt Thrower, Nile und Obituary.

Punk und Crust findet ebenso Platz bei uns. In unserer alten Heimat haben die Metaller und die Punks zusammen im Proberaum abgehangen. Und wenn nicht grad Vader oder was von der „Kill’em all“ dröhnte, lief Dritte Wahl ohne Ende.


Erzählt mal bitte ein wenig von Eurer neuen Platte und warum MUSS man diese unbedingt kaufen?

Stefan: Dit is ja wohl klar! (lacht) Wenn du den geilen neuen Scheiß haben willst. Wenn du Riffs haben willst die rein drücken, Melodien die dich packen und nicht diesen 0/8/15 Satan Kram, solltest du dir dat anhören. Bei uns geht’s um weltliche Themen und um Knüppel ins Gesicht ohne Esoterik Schnick Schnack.

Wo war bislang Euer bester Auftritt und wo würdet Ihr gerne mal spielen? Gibt es eine besondere Location oder ein bestimmtes Festival?

Maacki: Natürlich war jeder Auftritt, den wir bisher hatten, eine tolle Erfahrung. Sobald es Leute gibt, die sich das, was wir machen gern ansehen, ggf. dafür Eintritt zahlen, ist das eine beeindruckende Sache, für die wir sehr dankbar sind. Sie könnten ja auch genauso gut an der Bar stehen und sich ‘nen Scheiß dafür interessieren. Diese Leute gibt’s sicher auch. Ich will hier keinen an-der-Bar-Hocker als aktiven Erste-Reihe-Banger denunzieren, wenn er es nicht ist. (grinst) Auch sind wir dankbar, dass wir mit Großen Bands wie Absu, Enthroned und Belphegor die Bühne teilen durften.

Stefan: Einen unserer geilsten Auftritte hatten wir in Hamburgs Kulturpalast im Feb. 2020 (Ja, tatsächlich im Corona Jahr) zusammen mit Bethlehem und Ophis. Da hat einfach alles gestimmt. Die Orga,(Grüße an Thorso), die anderen Bands waren super coole Dudes, sowie die Techniker*innen, schönes Publikum. Naja, schön sahen die jetzt nicht aus (lacht). Sagen wir gut gelauntes Publikum.… Hammer. Einer unserer letzten Auftritte vor dem Corona-Ausbruch war in Berlin zusammen mit Chasing Death. An diesem Abend fand ich unsere Leistung sehr gut. Und die Leute vor Ort waren klasse.

Janne: Auch ein persönliches Highlight für mich. Wir hatten zuvor schon beim Berlin Swamp Fest 2019 zum Release unserer Platte den Theatersaal zerlegt, aber in der etwas kleineren Garage mit super angeheiztem Publikum war‘s mega intensiv! Dort war die Bühne nicht so groß wie in HH, das steht uns vielleicht auch etwas besser.

Maacki: Ich kann mich an einen krassen Gig in Dresden auf dem Gelände der Chemo erinnern. Es war arschkalt, es gab keine Heizung; ein superkleiner Kellerraum mit kalten Backsteinwänden. Das Mischpult stand auf einem Stuhl und zwei kleine Boxen daneben. Ich dachte, das wird ne absolute 0-Nummer. Es sollte ganz anders kommen. Da wurde der Gasheizer angeschmissen, die Bar aufgebaut, und es kamen superviele Leute. Punks, Metallheadz und Krusten. Und absoluter Abriss.

Stefan: Es gibt keine bestimme Location, wo wir mal spielen wollen, aber in den kleinen, süßen Kellerclubs fühlen wir uns schon sehr wohl.


Bevorzugt Ihr kleine Club Konzerte oder doch lieber Festivals?

Stefan: Das ist beides geil. Vielleicht könnte man sagen, dass es in Clubs etwas Besonderes ist, den Leuten direkt gegenüber zu stehen.

Maacki: Vielleicht springt dort der Funke schneller über.

Janne: Ja, ich glaube dort kann sich besser ne bestimmte Atmosphäre entwickeln. Aber auf einem schönen Festival kann auch mal ordentlich die Bombe platzen.

Maacki: Aber nur wenn man eine bombastische Wikinger Show mit tonnenweise Pyro dabei hat. Also da will ich schon mal irgendwann hin. (lacht)

Mit welchen 3 Bands würdet Ihr gerne mal auf Tour gehen oder zusammen spielen und warum?

Stefan: Da man ja nicht genau weiß, wie unsere Helden in Wirklichkeit so ticken, sollte man da vorsichtig sein. Was, wenn das richtige Pisser sind? Und dann sitzt man mit denen im Tourbus.

Maacki: Ja, und dann fragt man, „hey, Bock auf ne Runde Mensch-ärger-dich-nicht oder UNO“? Was wenn der dich dann bedrohlich anguckt, mit seinem Daumen von links nach rechts über seinen Hals langfährt und lediglich leise „Satan“ zischt. Was dann? Hahaha

Janne: Auf Tour, denke ich, würden wir am liebsten mit unseren Kumpel-Bands gehen. Kratt, Nosturaack, Urza, Madstop, Arcane Frost oder Hermann. Da kann dann gar nichts schief gehen.


Wie sieht es mit der Metal Szene in Eurer Heimat aus? Was für Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Wir stammen ja allesamt aus der Prignitz/Brandenburg und sind mittlerweile in Berlin. Wenn wir also nur mal in Richtung alte Heimat schauen, ist da nicht mehr viel los, was Metal angeht. Lediglich Depulsor fällt mir da ein. Und die sind wirklich stark.

Stefan: Ja, die sollte man sich auf jeden Fall mal reinziehen. Schöner Thrash aus der alten Heimat.

Janne: Was Locations in Berlin angeht, können wir zum Beispiel die Zukunft am Ostkreuz nennen. Das ist sowas wie unser Heimathafen oder 2. Wohnzimmer. Allein wegen unserer Swamp Conspiracy haben wir da regelmäßig unsere Vereinstreffen. Sobald es wieder mit den Konzerten und Kneipen los geht, kann man auch einfach spontan hingehen. Ob sich eine „helle Zukunft“, das selbst gebraute Bier vor Ort, zwischen die Kiemen zu schütten oder eins der vielzähligen Konzerte zu besuchen, ein Ausflug lohnt sich immer. Aber natürlich müssen wir auch die Supamolly, Tommyhaus, Kastanienkeller, Urban Spree, Wild at Heart und zum Osten raus das Orwo Haus und das Eastend erwähnen. Feinster Underground Flair mit dem gewissen Etwas. Es gibt natürlich auch die bekannteren Schuppen wie Cassiopeia, Astra, Bi Nuu etc., aber ich fühle mich in den kleineren Locations heimeliger.

Maacki: Hoffentlich schaffen es die selbstverwalteten Schuppen durch die Zeit der Pandemie. Nein! Die Clubs werden das schaffen, PUNKT. Am besten wir alle helfen ihnen mit unseren Spenden.

Was halten Eure Eltern von Eurer Band und der Musik?

Stefan: Meine Mutter hat ein Shirt und eine CD gekauft. Das musste sie auch. Aber sie hat auch gesagt, dass das ganz schön bösartige Musik ist und wohl negative Gefühle erzeuge. Und ich muss sagen… Damit hat sie verdammt nochmal recht. Mutti hat den Fall gut erkannt, wir machen menschenverachtende Untergrundmusik. Man muss sich vorstellen, meine Mutti ist so ’ne Hippie-Mutti.

Janne: Meine findet es gut, dass wir uns als Freunde immer noch so regelmäßig treffen, zusammen Musik machen und freut sich, wenn sie schöne Bilder von ihrem Sohn posend auf der Bühne bewundern kann. Sie kann mit der Mucke nicht viel anfangen, aber der Support ist natürlich da.

Maacki: Meine Mutter sagt oft, dass sie eine meiner früheren Bands besser fand. Sie meinte damit eine Coverband, in der ich spielte, mit der wir bspw. Pink Floyd und Deep Purple gecovert haben. Natürlich finden Eltern das besser. Ist halt der Soundtrack ihrer Zeit. Ich glaube, sie sind überrascht, wenn ich ihnen berichte wo wir zum spielen „extra“ hinkutschen. Sie fragen dann, was wir so verdienen. (muss lachen) Früher, in den 70er/80er Jahren hat man mit Musik ja richtig Geld verdienen können. Das ist ja mittlerweile etwas anders. Wir machen den ganzen Kram ja zu ‘nem großen Teil aus Lust an der Freude und freuen uns über schöne Abende mit Mucke und coolen Leuten.  


Wie viel Bier vernichtet Ihr durchschnittlich pro Gig oder Probe?

Janne: Bei Proben kommen wir zu zweit grob über den Daumen gepeilt auf einen halben Kasten, wenn es gut die Kehle runter läuft.

Stefan: Wo Janne aber den Löwenanteil hat. Aber er ist auch häufiger der noble Spender. Und beim Auftritt ist dat sicher ähnlich.

Janne: Kommt auch immer drauf an, wer fahren muss.

Maacki: Ich halte mich in Sachen Bier ganz entspannt raus. Ich bin da eher der Schnaps-Trinker. Und bei Proben mache ich meistens den Brause-Paule.

Stefan: Die Zeit des komatösen Besaufens ist auch vorbei. Kommt vor, ist aber seltener geworden. Aber die Zeit, wo man vorwiegend in den Proberaum gegangen ist, um sich zu besaufen, ist definitiv schon seit paar Jahren vorbei.

Maacki: Dafür ist die zur Verfügung stehende Zeit für das Hobby Band auch einfach zu knapp bemessen. In der Zeit muss man schaffen.

Janne: Meistens proben wir auch abends unter der Woche und da kann man sich nicht wie ein achtarmiger einen reinorgeln und die Brille beschmieren. Mit Familie und Beruf muss man da am nächsten Tag frisch im Kopf sein.  Aber eine Gönnung zum Wochenende kommt dann doch ab und an vor.




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