NOTFALLS MIT MUSIKALISCHER GEWALT



Bitte stellt Euch kurz vor. Wer seid Ihr, woher kommt Ihr und was für Musik kann man erwarten, wenn man Eure Platte kauft?

Hey Maik, CEREBRAL INVASION sind eine Thrash-Metal-Combo aus dem Ruhrpott. Der hiesigen Szene fühlen wir uns auch stark verbunden, unsere Einflüsse ziehen wir aber eher aus dem Bay-Area-Thrash. Auf unserer ersten EP kann man also knallharten Old School Thrash erwarten, der immer wieder durch zahlreiche Breaks überrascht und sich nicht auf 08/15 Songstrukturen verlässt.

Zusammengefunden haben CEREBRAL INVASION, weil unser Sänger Mahmood ein Ventil für all seine Wut und seinen Frust brauchte. Lange Zeit hat er nach den richtigen Leuten dafür gesucht, bis er unseren Ex-Bassisten Simon auf einem Festival traf. Die beiden haben sich sofort gut verstanden. Unser anderer Gitarrist Stefan ist ein langjähriger Freund von Mahmood und er wiederum kannte mich schon länger durch unsere anderen Bandaktivitäten. Zu guter Letzt brachte Simon noch Freddy am Schlagzeug mit in den Proberaum.

Leider haben sowohl Simon als euch Freddy kurz vor der Veröffentlichung unserer EP entschieden, dass sie sich lieber anderen Dingen widmen möchten. Aber mit Oli und Kilian haben wir schon genau die richtigen Leute am Bass und Schlagzeug gefunden, um in Zukunft stärker als je zuvor weiterzumachen.

Wie seid Ihr auf Euren Bandnamen gekommen?

Der Bandname war Mahmoods Idee. CEREBRAL INVASION bedeutet, dass wir unsere Message in die Köpfe der Menschen bringen wollen, notfalls eben mit musikalischer Gewalt, von der es in unseren Songs eine ganze Menge gibt.





Wer sind Eure Vorbilder?

So richtig haben wir uns nie hingesetzt und gesagt, dass wir wie eine oder mehrere bestimmte Bands klingen wollen. Aber natürlich gibt es so einige Bands, auf die wir uns alle einigen können. Insbesondere, wenn wir Songs schreiben, fliegen immer mal wieder Namen wie TESTAMENT, MEGADETH oder ANNIHILATOR durch den Raum. Und natürlich haben SLAYER einen klaren Einfluss auf unseren Sound. Auf der EP zeigt sich das wohl am deutlichsten in „Pure Insanity“, dem vielleicht brutalsten, definitiv aber schnellsten Song der Platte.

Erzählt mal bitte ein wenig von Eurer neuen Platte und warum MUSS man diese unbedingt kaufen?

„Cerebral Invasion“ ist eine Vier-Track-EP, die sich durch abwechslungsreiches Songwriting, clevere Arrangements abseits von Thrash-Klischees und pure Energie auszeichnet. Von rabiaten, ultrabrutalen Momenten wie „Pure Insanity“ bis hin zu melodischeren Ansätzen wie in „Brainwashed Into Madness“ fahren wir scheuklappenfrei die gesamte Genrepalette auf. Wenn man intelligenten Thrash mit eigenständiger Note will und nicht nur die nächste METALLICA- oder SLAYER-Kopie, ist man bei uns an der richtigen Adresse.

Wo war bislang Euer bester Auftritt und wo würdet Ihr gerne mal spielen? Gibt es eine besondere Location oder ein bestimmtes Festival?

Aufgrund der Corona-Pandemie sind uns Auftritte mit CEREBRAL INVASION bislang leider verwehrt geblieben. Wir freuen uns aber sehr darauf, so bald wie möglich die Bühnen aller Clubs und Festivals auf der Welt unsicher zu machen.

In Sachen Festivals wäre das Rock Hard Festival ein absoluter Wunsch für uns. Die meisten bei uns der Band fahren jedes Jahr dort hin, um die einmalige Stimmung zu genießen. Einmal selbst dort auf der Bühne zu stehen, wäre vollkommen irre.

In Sachen Locations kann ich nur für mich sprechen, da wären Auftritte im Matrix Bochum und im Oberhausener Helvete auf jeden Fall sehr cool. In letzterem habe ich schon mal mit einer früheren Band von mir gespielt. Kurz zuvor hatte ich DESTRUCTION dort gesehen und dann plötzlich selbst da auf der Bühne zu stehen, war unglaublich.


Bevorzugt Ihr kleine Club Konzerte oder doch lieber Festivals?

Für mich hat beides seinen eigenen Reiz und ich denke, da geht es den anderen in der Band ganz ähnlich. Hinsichtlich unserer Band haben Festivals natürlich den Vorteil, dass man dort zahlreiche neue Menschen erreichen kann, die noch nie von der Band gehört haben.

Bei Club-Konzerten wiederum tauchen eher Leute auf, die schon ein Interesse an einer Band mitbringen, was zu einer ganz besonderen Bindung zwischen Publikum und Band führt. So oder so freuen wir uns auf jeden einzelnen Auftritt, den wir zukünftig spielen werden.

Mit welchen 3 Bands würdet Ihr gerne mal auf Tour gehen oder zusammen spielen und warum?

Ich denke, da hat jeder bei uns in der Band andere Wunschkandidaten, weswegen ich jetzt nur mal aus meiner Perspektive sprechen werde. Da wären auf jeden Fall KREATOR, denn durch sie habe ich die ganze deutsche Thrash-Szene erst für mich entdeckt. Außerdem bewundere ich Milles künstlerischen Mut. KREATOR haben sich nie selbst kopiert, sondern stetig weiterentwickelt, ohne sich jemals selbst zu verraten. Das bewundere ich sehr und hoffe, dass wir mit CEREBRAL INVASION etwas Ähnliches schaffen können. Was natürlich sehr hochgestochen ist, aber man muss ja auch Ziele haben, haha.

Dann wären da noch ANNIHILATOR. Zweimal bin ich schon in den Livegenuss dieser Band gekommen und an der Spielfreude, die da rüberkommt, können sich eine Menge junger wie alter Combos noch eine Scheibe abschneiden. Da können wir sicherlich viel lernen. Außerdem würde ich Jeff Waters im Backstage gerne zu ein paar Gitarrenspieltechniken ausquetschen. Zu guter Letzt werfe ich mal noch METALLICA in den Raum. Das ist natürlich sehr hochgegriffen, aber diese Band ist der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe, Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Einmal mit ihnen touren zu können, wäre der absolute Wahnsinn.


Wie sieht es mit der Metal Szene in Eurer Heimat aus? Was für Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Da gibt es im Ruhrgebiet so viele, das eine Aufzählung hier jeglichen Rahmen sprengen würde. In Sachen Bands lasse ich die üblichen Verdächtigen aus den 80ern jetzt mal außen vor. Im Underground sind TEUTONIC SLAUGHTER auf jeden Fall eine Empfehlung. Die vier Jungs klingen astrein so, wie die Großen Ruhrpott-Bands in den 80ern, verkommen dabei aber nicht zu einer bloßen Kopie. Das liegt vor allem am enormen Hitfaktor ihrer Songs.

Ansonsten liefern FUTUREPHOBIA richtig knackigen Crossover Thrash, der einfach nur Laune macht. Bei den Locations wären neben allgemein bekannten Clubs wie dem Matrix, Helvete oder Turock das JKC in Kamen und die Trompete in Bochum empfehlenswert. Beide sind äußerst kleine Läden für richtig geile Underground-Shows



Was halten Eure Eltern von Eurer Band und der Musik?

In meinem Fall unterstützen sie die Band bedingungslos. Wie das bei den anderen aussieht, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. Die Meinung anderer über unsere Musik ist generell nicht gerade etwas, über das wir oft sprechen, die unserer Eltern am allerwenigsten. Wir machen einfach die Musik, auf die wir Bock haben. Wir freuen uns sehr, wenn es anderen gefällt und wollen natürlich so viele Leute wie möglich erreichen. Aber wir zerbrechen uns da jetzt auch nicht den Kopf drüber.

Wie viel Bier vernichtet Ihr durchschnittlich pro Gig oder Probe?

Gigs hatten wir wie gesagt nicht. Bei den Proben allerdings trinkt der ein oder andere vielleicht mal ein Bier, aber das war es auch schon. Wenn wir gemeinsam einen heben wollen, dann machen wir das außerhalb der Probe. Währenddessen arbeiten wir sehr konzentriert an unseren Songs, damit die Leute auf unseren Platten und bald hoffentlich auch auf Konzerten die volle Breitseite abbekommen. Da bleibt für Bier trinken nicht so viel Zeit.


MAIK

Antworten: Dominik Rothe (Guitar)
Bandpics: Tom Row


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