CD-Reviews T-V

TRIBULATION – Where the gloom becomes sound (2021)

(6.801) Olaf (8,5/10) Blackened Heavy Metal


Label: Century Media
VÖ: 29.01.2021
Stil: Blackened Heavy Metal

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Es bleibt einfach dabei, dass ich mit dem unfassbar krassen Stillwechsel der Schweden zu Beginn der Zehner Jahre vollkommen überfordert war und zuweilen immer noch solch todesbleiernden Glanztaten wie „The horror“ nachtrauer. Dementsprechend skeptisch reagiere ich immer wieder auf Liveauftritte von Tribulation und auch die Scheiben konnten nicht unbedingt bei mir zünden, was man an meinem Review zum Vorgänger „Down below“ anschaulich dokumentiert bekommt. Doch es ist nie zu spät, sich an der Uni…ach nee, das war eine andere Band. Nochmal…es ist nie zu spät, doch noch bekehrt zu werden, was das sinistre Quartett mit ihrem fünften Longplayer „Where the gloom becomes sound“ überraschenderweise schafft.

Natürlich gibt es wieder okkulten und schwarz angemalten Heavy Metal, bei dem Johannes Ánderssons kratziges Organ manchmal etwas unpassend wirkt, die Instrumentalisierung hingegen für viel Feingefühl und so manche Überraschung sorgt. Gerade bei einem Song wie „Dirge of a dying soul“ schaffen die Instrumentalisten eine geile düstere Atmosphäre zu kreieren, bei der man schon fast geneigt ist, eine Ziege zu opfern. Ab der Mitte des Albums dreht sich dann das Geschehen und das Tempo wird ein wenig angezogen, wofür Midtempo Raketen wie „Daughter of the Djinn“, „Funeral pyre“ und das herrlich rifflastige „The wilderness“ sorgen. Vielleicht hätte man die Trackliste ein wenig mischen sollen, denn im ersten Akt wird mir doch an manchen Stellen etwas zu schleppend agiert, während man danach einfach mehr rockt und mich damit komplett abholt.

Das ich nach 2009 jemals wieder von einer Tribulation richtig angetan bin, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. „Where the gloom becomes sound“ ist die geballte Bündelung sämtlicher Stärken der Schweden und wird definitiv für einige offene Münder sorgen. Starkes Stück schwarz getünchter Metal, der auch zukünftig so einige Runden bei mir drehen wird.


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. In remembrance
02. Hour of the wolf
03. Leviathans
04. Dirge of a dying soul
05. Lethe
06. Daughter of the Djinn
07. Elementals
08. Inanna
09. Funeral pyre
10. The wilderness




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