CD-Reviews Q-S

RECKLESS LOVE - Turborider (2022)

(7.916) Olaf (10/10) Glam/Elektro Rock


Label: AFM Records
VÖ: 25.03.2022
Stil: Glam/Elektro Rock


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Ich gehöre zu der Generation Mensch, der in den Achtzigern groß geworden ist und somit mit jeglicher modischer Verirrung bestens vertraut ist. Neon hier, Neon da, knallbunte Hemden, weiße Anzüge. Miami Vice, Kaugummi Synthi-Rock, elektrische Drums, cheesige Refrains und Songs. Und damit wäre das fünfte Album der Finnen von Reckless Love schon erklärt, doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Als einfacher Guns’n’Roses Klon gegründet haben sich die Jungs aus Kuopio spätestens seit dem 13er Album „Spirit“, welches bis heute zu einem gern gesehenen Gast auf meinem Plattenteller gehört, freigeschwommen und begeisterten mich immer wieder mit ihrem herrlichen Retorten Metal der Marke Skid Row, Dokken und eben den besagten Axl Rose Allstars. Auf „Turborider“ allerdings haben die Mannen um Fronter Olli Herman einen gewagten Spagat hingelegt und sich tief in die Achtziger vorgewagt, allerdings in einer dem Metal komplett entgegengesetzte Richtung. Und soll ich Euch was sagen? Ich finde das MEGAGEIL!!!

Bereits bei ihrer Performance beim diesjährigen Tuska Open Air in Finnlands Hauptstadt war ich geflasht, überrascht, erstaunt und schwang munter die etwas eingerosteten Gehwarzen, denn das was Reckless Love hier anbieten, macht einfach Spaß und Laune auf den gerade vorherrschenden Sommer. Man will sofort bunte Drinks mit Schirmchen konsumieren, das Autofenster runterkurbeln und die Anlage voll aufreißen. Und da macht es absolut gar nüscht, dass hier so unfassbar unverschämt von Bands wie Survivor (!), Starship (!!) oder Hall and Oates (!!!) geklaut wird, wenn das so verpackt wird wie auf „Turborider“.

Ja, dieser Synthi Rock hat mit Metal so wenig zu tun, wie McDonalds mit einem Eintrag im Guide Michelin, doch es ist einfach gute Laune Musik, die man im Biergarten, am Strand oder wo auch immer die Sonne scheint genießen kann und sollte. Es muss ja nicht immer Geknatter sein, wenn man stattdessen zu solche Partyhits wie „’89 sparkle“, „Kids of the arcade“, „Eyes of a maniac“ oder das überaus gelungene Ozzy Cover zu „Bark at the moon“ die Pina Colada kreisen lassen kann.

Ich werde mich jetzt in die Fitness Leggins zwängen, das weiße Stirnband anlegen und zu „Future lover boy“ das 82er Jane Fonda Aerobic Video in den Betamax einlegen. Dazu gibt es ein paar Folgen Miami Vice und wenn ich richtig gesehen habe, hat mir der LED-Flamingo meiner Frau gerade zugezwinkert. Fuck, das ist meine Gute Laune Scheibe des Jahres! Und Ihr werdet es (fast) alle nicht verstehen!!!


Bewertung: 10 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Turborider
02. Eyes of a maniac
03. Outrun
04. Kids of the arcade
05. Bark at the moon
06. Prelude (Flight of the cobra)
07. Like a cobra
08. For the love of good times
09. ’89 sparkle
10. Future lover boy
11. Prodigal sons
12. Love reckless



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