CD-Reviews K-M

MARS ERA – Oniro (2021)

(6.832) Maik (5,0/10) Stoner Rock


Label: Argonauta Records
VÖ: 19.02.2021
Stil: Stoner Rock

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Was die Italiener von MARS ERA hier fabrizieren, wird als Stoner Rock bezeichnet. Das kann man im Groben auch so stehen lassen, wenn man das Riffing allein betrachtet, allerdings kommen hier auch noch andere Einflüsse zum Tragen. Da hätten wir zum Beispiel einen ziemlichen Grunge- Einschlag einerseits, und eine gewisse progressive Note andererseits. Die Gesangslinien sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, da irgendwie jegliche wiedererkennbare Melodie vermieden wird. Man hat teilweise den Eindruck, der Sänger würde einfach improvisieren, während der Rest der Band eine Art Jam Session abhält.

Das verleiht dem schon irgendwie durchkonstruierten Album eine gewisse spontane Note, wirkt aber auf Dauer auch etwas anstrengend. HAWKWIND-mäßige elektronische Effekte verstärken den psychedelischen Touch, den MARS ERA hier aufbauen. Die Siebziger Jahre kommen vor allem im Gitarrensound zum Tragen, Riffs und Soli haben das herrlich Lärmige dieser Ära ganz annehmbar herübergebracht.

Allerdings ergibt sich auf Dauer eine leichte Genervtheit bei mir, denn irgendwie ist die Platte schon irgendwie mit Ideen vollgestopft, aber durch den eintönigen, etwas weinerlichen Gesang wollen die Songs einzeln nicht so richtig zünden. Das klingt insgesamt wie ein einzelner Song, der eben in verschiedene Tracks unterteilt worden ist. Irgendwann hören die mal eben abrupt auf, und der nächste beginnt, ohne daß man großartig merkt, in welchem Song man sich gerade befindet.

Nun kann man einwenden, der doofe Godau ist einfach zu dusslig, diese Musik richtig zu begreifen, und dem möchte ich auch nur bedingt widersprechen. Ich finde jetzt nach dem fünften Hördurchlauf absolut keinen Bezug zu dieser Platte. Das plätschert und sägt an den Nerven gleichzeitig. Wahrscheinlich bin ich auch geradezu nüchtern, oder die Tatsache, dass ich keine Drogen nehme, erschwert mir den Bezug zu dieser Mucke. Da fehlt mir eindeutig der Hang zur nachvollziehbaren Songstruktur.

Wer auf ein derartiges Stoner-Gemisch aus Siebziger Rock und Grunge abfährt, kann ja mal probehören. Ich mach das jetzt mal aus.

Anspieltipp: „Brighter Than The Sun“


Bewertung: 5,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. OBE
02. Into The Pyramid
03. Brighter Than The Sun
04. The Chicken’s Wardrobe
05. Cyclone
06. The Last Breath To Wake Up




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