K-M

MALICE

New breed of godz (2012)

Als ich die Kunde von einer Reunion von Malice vernahm, freute ich mich riesig, denn der Powermetal Express aus Portland gehörten mit „Licence to kill“ aus dem Jahr 1986 zu meinen damaligen Faves in dieser Musikrichtung. Außerdem bewiesen die Jungs mächtig Eier, als sie als Support von Slayer damals die deutschen Bühnen beackerten und fast ausnahmslos von den Fans der Totschläger von der Bühne gebuht wurden. So geschehen unter anderem im Berliner Metropol, bei dem ich anno 87 Augen- und Ohrenzeuge war. Allerdings ist nicht überliefert, ob dies der Grund war, dass sich die Band nach Veröffentlichung der „Crazy in the night“-EP im Jahre 1989 einfach auflöste. Nun denn, Malice sind zurück, doch statt eines neuen Albums hat das Quartett auf „New breed of godz“ lediglich vier neue Songs zu bieten, die in absolut keinster Weise mit den Klassikern der Band konkurrieren können.

Nachdem Brian Allen zu Vicious Rumors abgewandert ist, holte man sich einfach mit James Riviera einen der fähigsten Power Metal Barden mit ins Boot, doch selbst das durchaus außergewöhnliche Organ des Helstar Frontmanns vermag diese teilweise Totgeburt nicht mehr zu retten. Die Produktion ist absolut schwachbrüstig und wird der aus den Achtzigern nicht einmal ansatzweise gerecht, was nach 26 Jahren als absolutes Armutszeugnis anzusehen ist. Selbstverständlich sind Songs wie „Against the empire“, „Chain gang woman“ oder „Sinister double“ immer noch Klassiker sondergleichen, die aber selbst in der hier vorliegenden Neuvertonung nicht einmal ansatzweise die Power und Heavyness der Originale haben. Die Ansätze sind durchaus vorhanden, werden aber durch die bereits erwähnte, wirklich grausam monotone und sterile Produktion im Keime erstickt. Selbst die neuen Songs wie der Titeltrack oder „Godz of thunder“ gehen völlig unter und hinterließen bei mir das Gefühl tiefster Trauer um eine ehemals wirklich hervorragende Band.

Jay Reynolds hätte vielleicht sein Ego etwas zurückstellen und seinen damaligen Job bei Megadeth oder Metal church etwas ernster nehmen sollen, denn die Reunion von Malice kann man getrost in die Schublade „völlig misslungen“ packen. Leider kommt mir bei „New breed of godz“ die Erkenntnis, dass die heutige Metalwelt auf die Jungs aus Oregon locker verzichten kann. Schade, denn dieser Abgesang auf eine der damals verheißungsvollsten Bands dieses Genres fällt mir nicht grade leicht.

Bewertung: irrsinnig enttäuschte 4 von 10 Punkten

Tracklist:

01. New breed of godz

02. Hell rider

03. Against the empire

04. Branded

05. Sinister double

06. Circle of fire

07. Stellar masters

08. Winds of death

09. Air attack

10. Chain gang woman

11. Slipping through the cracks

12. Godz of thunder

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